Oktoberfest 2026: Wirt Egger lehnt Festzelt ab – Stadt sucht Ersatz
05.07.2026 - 22:33:15 | boerse-global.de
Der Gastronom ließ die Frist zur Vertragsunterzeichnung am 3. Juli verstreichen. Die Stadt München muss nun kurzfristig einen Nachfolger für die „Münchner Stubn“ finden.
Streit um Vergabepraxis eskaliert
Der Schritt ist der vorläufige Höhepunkt eines anhaltenden Konflikts zwischen Egger und der Stadtverwaltung. Der Wirt kritisiert das aktuelle Verfahren scharf und fordert eine EU-weite Ausschreibung der Standplätze auf dem Oktoberfest.
Die juristischen Differenzen schwelten bereits länger. Egger hatte in der Vergangenheit erfolglos gegen Vergabeentscheidungen für größere Zelte geklagt – darunter die „Schützenlisl“, der „Schottenhamel“ und das „Paulaner“-Festzelt. Eine weitere Verhandlung ist für den 11. September vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht angesetzt.
Organisatorisches Chaos droht
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Der Verzicht kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Vorbereitungen für das Volksfest waren bereits weit fortgeschritten. Berichten zufolge hatte Egger schon Tischreservierungen angenommen und Personal vertraglich gebunden.
Die Stadt steht nun vor der Herausforderung, in der verbleibenden Zeit einen Ersatzpächter zu finden. Ob der Betrieb des Zeltes in dieser Saison noch gesichert werden kann, ist offen.
Egger zieht sich aus Verbänden zurück
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Parallel zu seinem Rückzug als Festwirt legte Egger auch seine ehrenamtlichen Funktionen nieder. Er trat sowohl aus dem Vorstand des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga als auch aus der Arbeitsgemeinschaft der kleinen Wiesnzelte aus.
Seine Begründung fällt deutlich aus: Da er die Vergabe für rechtswidrig halte, wolle er keinen Vertrag unterzeichnen, der auf diesem System basiere. Die juristische Klärung im September dürfte spannend werden – bis dahin bleibt die Zukunft der „Münchner Stubn“ ungewiss.
