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Ökostrom-Wechsel: 81 Prozent der Verbraucher entscheiden sich für Grün

15.06.2026 - 18:36:56 | boerse-global.de

Die Mehrheit der Stromwechsler in Deutschland entscheidet sich für Ökostrom. Die Preisdifferenz zur konventionellen Versorgung ist minimal, die Ersparnis zur Grundversorgung enorm.

Ökostrom-Boom: 81 Prozent der Wechsler setzen auf Grünstrom
Verbraucher - Eine Hand berührt eine digitale Darstellung einer Windkraftanlage auf einem Bildschirm, im Hintergrund eine moderne Stadtlandschaft mit grüner Energieinfrastruktur. 15.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aktuelle Branchenanalysen zeigen: 81 Prozent aller Verbraucher, die ihren Anbieter wechseln, entscheiden sich für einen Ökostromtarif. Vor fünf Jahren lag dieser Anteil noch bei 68 Prozent. Die ökologische Energieversorgung etabliert sich damit zunehmend als Marktstandard.

Preisliche Überraschung: Ökostrom ist kaum teurer

Wer Grünstrom will, muss nicht tief in die Tasche greifen. Der bundesweite Durchschnittspreis für Ökostrom liegt bei 25,58 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Konventionell erzeugter Strom kostet im Mittel 24,65 Cent/kWh – der Unterschied beträgt weniger als einen Cent.

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Noch deutlicher wird der Vorteil beim Blick auf die Grundversorgung. Deren Durchschnittspreis liegt bei satten 40,40 Cent/kWh. Ein Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch spart durch den Wechsel zum günstigsten Ökostromanbieter rund 660 Euro pro Jahr.

Die günstigsten Ökostromangebote starten bereits bei 21,9 Cent/kWh. Zu den preiswertesten Anbietern zählen E.ON, E WIE EINFACH, Stadtwerke Karlsruhe und Octopus Energy – ihre Tarife liegen zwischen 22,3 und 23,2 Cent/kWh.

Regionale Unterschiede: Hier lohnt der Wechsel besonders

Die Ersparnis variiert stark je nach Wohnort:

  • München: Ökostrom ab 24,9 Cent/kWh. Gegenüber der Grundversorgung sparen Haushalte mit 3.500 kWh Verbrauch über 425 Euro jährlich.
  • Konstanz: Über 250 Tarife stehen zur Wahl. Der Wechsel vom örtlichen Grundversorger bringt bis zu 849 Euro Ersparnis pro Jahr.
  • Welver: Der günstigste Neukundenpreis liegt bei 27,5 Cent/kWh – 37 Prozent weniger als der örtliche Grundversorger.
  • Erlangen: Neben Einsparungen von über 200 Euro für kleinere Haushalte investiert die Stadt massiv in die Energiewende. Ein serielles Sanierungsprojekt umfasst 475 Wohnungen mit 150 Millionen Euro Investitionsvolumen.

Qualität hat ihren Preis – aber nicht viel

Anzeige: Nicht jeder Ökostromtarif ist gleich gut. 14 Prozent der Wechsler setzen auf Qualitätstarife mit Ausbau-Förderlabel – und sparen trotzdem rund 340 Euro gegenüber der Grundversorgung. Checkliste für echten Ökostrom jetzt sichern

Nicht jeder Ökostromtarif fördert die Energiewende gleich stark. 67 Prozent der gewählten Tarife nutzen Herkunftsnachweise für die grüne Stromherkunft. 14 Prozent der Wechsler entscheiden sich bewusst für Tarife mit Ausbau-Förderlabeln wie „Grüner Strom Label“ oder „OK Power“.

Diese Qualitätstarife kosten durchschnittlich 22,7 Cent/kWh. Auch hier sparen Verbraucher gegenüber der Grundversorgung rund 340 Euro pro Jahr.

Flankiert wird die steigende Nachfrage durch technologische Fortschritte. In Hamburg entsteht eine Power-to-Heat-Anlage mit Wärmespeicher. In Süddeutschland erweitern Betreiber bestehende Solarparks um große Batteriespeicher. Alpine Regionen setzen zunehmend auf spezialisierte Photovoltaik-Strukturen für schwierige geografische Bedingungen.

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