Mehr AuftrĂ€ge fĂŒr Bauwirtschaft
25.02.2026 - 08:33:42 | dpa.deNach jahrelanger Flaute laufen die GeschĂ€fte am Bau wieder besser. Ăffentliche GroĂauftrĂ€ge in der Infrastruktur und ein allmĂ€hlich anziehender Wohnungsbau haben den preisbereinigten Wert der AuftragseingĂ€nge im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent steigen lassen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. EinschlieĂlich der Preiserhöhungen erhöhten sich die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 10,1 Prozent.Â
Der Wohnungsbau startete 2025 von einem sehr niedrigen Niveau und legte mit einem realen Zuwachs um 10,1 Prozent im VerhĂ€ltnis am stĂ€rksten zu. Im Tiefbau wuchsen die Order preisbereinigt um 6,2 Prozent auf einen neuen Höchststand. Hier spielten GroĂauftrĂ€ge zur Sanierung von Bahnstrecken sowie weitere InfrastrukturauftrĂ€ge eine wichtige Rolle.Â
Tiefbau steigert UmsÀtze
Die gröĂeren Baubetriebe mit mindestens 20 BeschĂ€ftigten setzten im vergangenen Jahr 120,5 Milliarden Euro um - eine Steigerung um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch preisbereinigt kletterten erstmals seit 2020 die Erlöse in der Jahresfrist wieder um 2,4 Prozent. Diese Ausweitung des Volumens ging aber allein auf den Tiefbau zurĂŒck. Im Hochbau ging der reale Jahresumsatz noch einmal um 0,8 Prozent zurĂŒck.Â
EinschlieĂlich der kleineren Betriebe gehen die VerbĂ€nde der Bauindustrie und des Gewerbes davon aus, dass der Umsatz preisbereinigt um 2,5 Prozent gestiegen ist auf rund 172 Milliarden Euro. Die Branche habe sich trotz vieler Hindernisse als StabilitĂ€tsanker der deutschen Wirtschaft behauptet, erklĂ€rte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Zentralverbandes Baugewerbe, Felix Pakleppa. Die Unternehmen haben laut Bauindustrieverband 2025 wieder 0,7 Prozent mehr Leute beschĂ€ftigt als im Jahr zuvor und wollen diesen Trend auch im laufenden Jahr fortsetzen.Â
Branche sieht Trendwende
In diesem Jahr erwartet die Bauwirtschaft eine Trendwende. Die Branche profitiert von stabilen Zinsen sowie den geplanten Milliardenausgaben des Bundes fĂŒr StraĂen und Schienen. Im Wohnungsbau sei der Tiefpunkt der Nachfrage durchschritten.Â
Die Baubranche war nach einem starken Anstieg der Zinsen und Baukosten infolge des Ukraine-Kriegs in die Krise gerutscht. Private Bauherren konnten sich die eigenen vier WÀnde nicht mehr leisten, Profi-Investoren legten PlÀne auf Eis. Mit dem Wohnungsmangel steigt der Druck auf die Mieten gerade in den BallungsrÀumen.
Auch das Deutsche Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet wieder bessere Zeiten am Bau. Das Institut schĂ€tzt, dass das Bauvolumen in Deutschland 2026 nach fĂŒnf Jahren erstmals wieder preisbereinigt wĂ€chst.
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