Deutschland, Bau

Mehr AuftrĂ€ge fĂŒr Bauwirtschaft

25.02.2026 - 08:33:42 | dpa.de

Nach schwierigen Jahren zieht die Bauwirtschaft wieder an: Besonders der Tiefbau profitiert von GroßauftrĂ€gen, der Wohnungsbau nimmt ebenso langsam Fahrt auf.

  • Arbeiter auf der Baustelle: Die Branche dĂŒrfte 2026 nach Jahren der Krise wieder wachsen (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpa

    Jan Woitas/dpa

  • Wenig Wohnraum, hohe Mieten: Beim stockenden Wohnungsbau ist Besserung in Sicht (Archivbild) - Foto: Michael Brandt/dpa

    Michael Brandt/dpa

Arbeiter auf der Baustelle: Die Branche dĂŒrfte 2026 nach Jahren der Krise wieder wachsen (Archivbild) - Foto: Jan Woitas/dpaWenig Wohnraum, hohe Mieten: Beim stockenden Wohnungsbau ist Besserung in Sicht (Archivbild) - Foto: Michael Brandt/dpa

Nach jahrelanger Flaute laufen die GeschĂ€fte am Bau wieder besser. Öffentliche GroßauftrĂ€ge in der Infrastruktur und ein allmĂ€hlich anziehender Wohnungsbau haben den preisbereinigten Wert der AuftragseingĂ€nge im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent steigen lassen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Einschließlich der Preiserhöhungen erhöhten sich die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 10,1 Prozent. 

Der Wohnungsbau startete 2025 von einem sehr niedrigen Niveau und legte mit einem realen Zuwachs um 10,1 Prozent im VerhĂ€ltnis am stĂ€rksten zu. Im Tiefbau wuchsen die Order preisbereinigt um 6,2 Prozent auf einen neuen Höchststand. Hier spielten GroßauftrĂ€ge zur Sanierung von Bahnstrecken sowie weitere InfrastrukturauftrĂ€ge eine wichtige Rolle. 

Tiefbau steigert UmsÀtze

Die grĂ¶ĂŸeren Baubetriebe mit mindestens 20 BeschĂ€ftigten setzten im vergangenen Jahr 120,5 Milliarden Euro um - eine Steigerung um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch preisbereinigt kletterten erstmals seit 2020 die Erlöse in der Jahresfrist wieder um 2,4 Prozent. Diese Ausweitung des Volumens ging aber allein auf den Tiefbau zurĂŒck. Im Hochbau ging der reale Jahresumsatz noch einmal um 0,8 Prozent zurĂŒck. 

Einschließlich der kleineren Betriebe gehen die VerbĂ€nde der Bauindustrie und des Gewerbes davon aus, dass der Umsatz preisbereinigt um 2,5 Prozent gestiegen ist auf rund 172 Milliarden Euro. Die Branche habe sich trotz vieler Hindernisse als StabilitĂ€tsanker der deutschen Wirtschaft behauptet, erklĂ€rte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Zentralverbandes Baugewerbe, Felix Pakleppa. Die Unternehmen haben laut Bauindustrieverband 2025 wieder 0,7 Prozent mehr Leute beschĂ€ftigt als im Jahr zuvor und wollen diesen Trend auch im laufenden Jahr fortsetzen. 

Branche sieht Trendwende

In diesem Jahr erwartet die Bauwirtschaft eine Trendwende. Die Branche profitiert von stabilen Zinsen sowie den geplanten Milliardenausgaben des Bundes fĂŒr Straßen und Schienen. Im Wohnungsbau sei der Tiefpunkt der Nachfrage durchschritten. 

Die Baubranche war nach einem starken Anstieg der Zinsen und Baukosten infolge des Ukraine-Kriegs in die Krise gerutscht. Private Bauherren konnten sich die eigenen vier WÀnde nicht mehr leisten, Profi-Investoren legten PlÀne auf Eis. Mit dem Wohnungsmangel steigt der Druck auf die Mieten gerade in den BallungsrÀumen.

Auch das Deutsche Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet wieder bessere Zeiten am Bau. Das Institut schĂ€tzt, dass das Bauvolumen in Deutschland 2026 nach fĂŒnf Jahren erstmals wieder preisbereinigt wĂ€chst.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut. trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut. trading-notes lesen ist besser!

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt abonnieren.