Muskelkraft senkt Sterberisiko: JAMA-Studie mit 5.472 Frauen
11.06.2026 - 00:15:12 | boerse-global.de
Menschen in Deutschland sitzen durchschnittlich mehr als zehn Stunden pro Tag. Der DKV-Report zeigt: Bewegungsmangel ist Hauptursache für orthopädische Beschwerden, besonders im unteren Rücken.
Warum Vielsitzer Rückenschmerzen bekommen
Die Ursache ist ein Zusammenspiel aus verkürzten Hüftbeugern und geschwächter Gesäß- und Rumpfmuskulatur. Ohne ausreichend trainierte Muskeln leidet die Rumpfstabilität, die Wirbelsäule wird falsch belastet. Fachleute betonen: Eine starke Gesäßmuskulatur entlastet den unteren Rücken signifikant. Empfohlen wird ein ausgewogenes Training der Hüftstrecker und -beuger.
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Studie belegt: Muskelkraft senkt Sterberisiko
Eine aktuelle Studie untermauert die Bedeutung von Fitness. Am 9. Juni 2026 veröffentlichte JAMA Network Open Daten von 5.472 Frauen zwischen 63 und 99 Jahren. Über acht Jahre untersuchten Forscher den Zusammenhang zwischen Muskelkraft und Sterblichkeit.
Das Ergebnis: Höhere Muskelkraft – gemessen durch Griffkraft-Tests und den Chair-Stand-Test – senkt die Sterblichkeit. Eine Steigerung der Griffkraft um eine Standardabweichung reduzierte das Sterberisiko um zwölf Prozent. Dieser Effekt trat unabhängig von der sonstigen körperlichen Aktivität auf. Die Empfehlung: mindestens zweimal pro Woche gezieltes Krafttraining.
Soforthilfe für den Büroalltag
Gegen akute Verspannungen helfen einfache Bewegungen: die „Katze-Kuh“-Übung, Stuhl-Kniebeugen oder der Sitz-Twist. Für die langfristige Kräftigung empfehlen Experten Übungen im Vierfüßlerstand sowie statische Positionen und Balanceübungen.
Auch Yoga wirkt. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) verwies Anfang Juni 2026 auf die positiven Effekte von Hatha-, Yin- oder Restorative Yoga. Übungen wie der „Herabschauende Hund“, die „Kind-Pose“ oder die „Sphinx-Pose“ kombinieren Dehnung mit Entspannung. Viele Krankenkassen bezuschussen zertifizierte Kurse im Rahmen der Primärprävention.
Programme für Betriebe und Breitensport
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