Münchner, Wohnungsmarkt

Münchner Wohnungsmarkt: WG-Zimmer kosten jetzt 800 Euro

17.05.2026 - 13:23:34 | boerse-global.de

WG-Zimmer in München kosten im Schnitt 800 Euro. Die CSU will private Bauprojekte aufkaufen, um den Wohnungsmarkt zu entlasten.

Münchner Wohnungsmarkt: WG-Zimmer kosten jetzt 800 Euro - Foto: über boerse-global.de
Münchner Wohnungsmarkt: WG-Zimmer kosten jetzt 800 Euro - Foto: über boerse-global.de

Ein WG-Zimmer kostet im Schnitt 800 Euro warm. Die Stadt will jetzt privaten Wohnraum aufkaufen.

CSU will private Bauprojekte ankaufen

Die CSU-Fraktion im Stadtrat hat ein Programm zur Wohnungsbau-Beschleunigung vorgelegt. Der Plan: Die städtische Wohnungsbaugesellschaft „Münchner Wohnen“ kauft bereits genehmigte Projekte von privaten Entwicklern. Durch serielle Bauweisen sollen die Vorhaben schneller realisiert werden.

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Hintergrund ist eine besorgniserregende Entwicklung: München führt die Liste der teuersten Studienorte in Deutschland mit deutlichem Abstand an. Laut Arbeitskreis Wohnen der Münchner Studierenden haben sich die Kosten auf einem Niveau „einzementiert“, das für viele kaum noch finanzierbar ist.

Studierende protestieren gegen Zustände

Die studentische Interessenvertretung spricht von einer „Mietexplosion“, die zwar an Geschwindigkeit verloren habe – die Preise aber auf Dauer unbezahlbar blieben. Patricia Leuchtenberger vom Arbeitskreis Wohnen warnt: „800 Euro für ein einfaches Zimmer erklären die Ausnahmesituation zur Normalität.“

Ende April wandten sich Studierende mit einem offenen Brief an das Bildungs- und Bauministerium. Sie kritisieren katastrophale Zustände in älteren Wohnheimen und den Abbau demokratischer Mitbestimmungsstrukturen. Die Wartezeiten für einen Wohnheimplatz liegen zwischen einem und sieben Semestern.

Studentenstadt Freimann wird modernisiert

Der Freistaat setzt auf Sanierung und Nachverdichtung. In der Studentenstadt Freimann sollen 1.025 Wohnplätze wieder beziehbar werden. Das „Haus 12“ gilt als Leuchtturmprojekt: Vorgefertigte Badezimmermodule werden per Kran in den Betonbau gehoben – eine Technik aus dem Schiffsbau.

Die Fertigstellung wird aber erst für Ende 2027 erwartet. Bildungsminister Markus Blume räumte ein, dass der Freistaat eigentlich nicht zuständig sei. Wegen der Dringlichkeit greife man jedoch ein, um den Sanierungsstau aufzulösen.

Wohnungsnot wird zum Wirtschaftsproblem

Eine PwC-Studie zeigt: Die hohen Mieten belasten zunehmend den Arbeitsmarkt. Zwei Drittel der Befragten sehen das Wohnungsangebot als dominierendes Ärgernis. Junge Talente nehmen oft gar keine Stelle in München an oder wechseln wegen der Kosten den Job.

Das Pestel-Institut zählte Ende 2025 rund 16.900 fehlende Wohnungen in München. Gleichzeitig stehen 7.060 Wohnungen seit mindestens einem Jahr leer – oft wegen Sanierungsstau oder Spekulation.

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Keine Entspannung in Sicht

Der durchschnittliche Mietpreis liegt bei 23,56 Euro pro Quadratmeter. Im Gärtnerplatzviertel sind es bis zu 32,16 Euro, am Stadtrand in Ludwigsfeld immerhin noch 17,61 Euro. Die Leerstandsquote verharrt bei extrem niedrigen 2,4 Prozent.

Zwar wurden im vergangenen Jahr 8.300 Baugenehmigungen erteilt. Doch die Fertigstellungen hinken hinterher – hohe Materialkosten und das Zinsniveau haben viele Projekte verzögert. Das Studierendenwerk betont: Ohne massive staatliche Zuschüsse und schnellere Planungsverfahren ist keine Besserung in Sicht.

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