Drees & Sommer begleitete Automobilhersteller bei Rück- und Neubau der Montage und Logistik
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 08:00 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
"Industrieprojekte wie dieses erfordern eine präzise Abstimmung aller Beteiligten unter hohem Zeitdruck", sagt Simon Rogalski, Associate Partner bei Drees & Sommer. Im eng getakteten Zeitplan zählte jede Woche: "Im April 2023 haben wir die Abbrucharbeiten gestartet. Weniger als dreieinhalb Jahre später rollen die ersten Fahrzeuge vom Band", so der Experte.
Partnering als Erfolgsfaktor
Grundlage des Projekterfolgs und der termingerechten Umsetzung war eine frühzeitige, strukturierte und eng abgestimmte Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten. So wurde zeitnah nach Projektbeginn bereits ein 'Generalübernehmer im Partnering' gesucht und beauftragt. Die BMW Group, das österreichische Bauunternehmen PORR AG und die Drees & Sommer SE arbeiteten dabei von Beginn an mit klaren Rollen, abgestimmten Prozessen und einem gemeinsamen Verständnis für die Projektziele zusammen. "Wer Verantwortung übernimmt, kommuniziert anders", bringt es Maximilian Lammel, Senior Teamleiter bei Drees & Sommer, auf den Punkt. Durch die enge Abstimmung konnten Schnittstellen reduziert, Entscheidungswege unterstützt und Informationen transparent gehalten werden. Dass ein Umbau dieser Größenordnung im laufenden Betrieb termingerecht umgesetzt werden konnte, ist für Maximilian Lammel daher Ausdruck einer kooperativen und professionellen Projektarbeit: "Die enge Zusammenarbeit der Beteiligten schuf eine transparente und lösungsorientierte Arbeitsumgebung, die das gegenseitige Verständnis und die gemeinsame Ausrichtung auf den Projekterfolg gefördert hat."
Effizient zum Ziel mit Lean-Prinzipien
Flankiert wurde die Zusammenarbeit durch die Prinzipien des Lean Managements - eine Methode, die aus der Automobilbranche stammt. In der Fahrzeugfertigung greift jeder Handgriff präzise in den nächsten und es ist auf die Sekunde festgelegt, welches Fahrzeug in welcher Konfiguration wann das Band verlässt. Stockt der präzise getaktete Ablauf, greifen die Verantwortlichen umgehend ein, suchen die Ursache und beheben sie. Auf gewöhnlichen Baustellen verhält es sich anders; hier fallen Fehler oft erst spät auf und führen im Notfall dazu, dass der gesamte Betrieb ins Stocken gerät. "Mit der von uns entwickelten Methode des Lean Construction Managements übertragen wir das Prinzip aus der Automobilindustrie auf die Baustelle", sagt Maximilian Lammel. Gerade weil Drees & Sommer die baulichen Maßnahmen im Bestand begleitete, war es zwingend notwendig, dass Planungs- und Ausführungsprozesse so effizient und detailliert wie möglich aufgesetzt waren: Genau festgelegt war beispielsweise, welche Beschäftigten, Maschinen und Materialien zu welchem Zeitpunkt an welchem Ort gebraucht wurden. Jeder einzelne Schritt war so abgestimmt, dass die laufende Produktion ununterbrochen weiterlaufen konnte, Gewerke sich dabei nicht gegenseitig behinderten und es zu keinen Leerläufen kommen konnte.
Der Bau beginnt im Modell
Doch ein so enger Zeitrahmen lässt sich nicht allein über eine saubere Bauausführung halten; mindestens ebenso wichtig ist das digitale Modell dahinter. "Wir wollen auf der Baustelle keine bösen Überraschungen erleben, deshalb planen wir vorab virtuell", sagt Simon Rogalski. Konkret heißt das: Bevor der erste Spatenstich erfolgt, entsteht von jedem Gebäude ein digitaler Zwilling, in dem alle relevanten Daten an einer Stelle gebündelt sind. "In diesem Modell hinterlegen unsere Planerinnen und Planer beispielsweise die Geometrie der neuen Hallen, welche Materialien verbaut werden, was sie kosten und welche Eigenschaften sie beim Schall- und Brandschutz mitbringen", erläutert Rogalski. Anfangs verlangt eine derart tiefe Ausarbeitung mehr Vorarbeit; über die gesamte Projektdauer rechnet sie sich jedoch. Da sämtliche Planungs- und Baubeteiligten auf dieselbe digitale Grundlage zugreifen, liegen die einzelnen Informationen ohne Umwege vor. Geraten einzelne Entwürfe in Konflikt, zeigt sich das direkt im digitalen Modell, statt erst auf der Baustelle, wo solche Kollisionen teure Verzögerungen verursachen würden.
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