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Mobiles Arbeiten: Vodafone startet DaaS für Mittelstand ab Juli

02.07.2026 - 16:31:49 | boerse-global.de

Vodafone startet DaaS für Mittelstand, Materna und Wire bieten VS-NfD-Kommunikation. Gerichtsurteile klären Homeoffice-Unfallschutz.

Vodafone, Materna & Google: Neue Ära für mobiles Arbeiten
Mobiles - Ein modernes Smartphone und Tablet liegen auf einem Schreibtisch, umgeben von einer unscharfen Büroumgebung, die mobiles Arbeiten symbolisiert. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab Juli gibt es neue Leasing-Modelle und verschlüsselte Kommunikationslösungen.

Vodafone startet DaaS-Angebot für den Mittelstand

Seit dem 1. Juli 2026 bietet Vodafone Business ein neues Device-as-a-Service-Modell (DaaS) an. Es richtet sich an Unternehmen mit 250 bis 1.000 Mitarbeitern. Der Service umfasst Leasing und vollständiges Management von Smartphones und Tablets der Hersteller Apple, Samsung und Google.

Gegen eine monatliche Gebühr übernimmt Vodafone Bereitstellung, Sicherheit und Nachhaltigkeitsaspekte. Ein zentrales Feature: ein 48-Stunden-Austauschservice bei Defekten. Unternehmen können die Geräte zudem direkt an das Vodafone-Mobilfunknetz anbinden.

Nick Gliddon, Business Director bei Vodafone, betont die Vereinfachung der Geräteverwaltung. Parallel dazu kündigte der Konzern eine Tarif-Umstrukturierung an: Ab dem 16. Juli 2026 wird das Privat- und Kleingeschäftskundenangebot unter dem Namen „Vodafone Mobil“ geführt. Neue Datenvolumina zwischen 15 GB und unbegrenztem Speicherplatz stehen zur Wahl.

Strategische Partnerschaft für hochsichere Kommunikation

Auch die Absicherung mobiler Arbeit rückt in den Fokus. Materna Virtual Solution und Wire gaben am 30. Juni 2026 eine strategische Partnerschaft bekannt. Ziel: ganzheitliche Lösungen für ultramobiles Arbeiten, die bei Bedarf das Sicherheitsniveau „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) erreichen.

Der Wire-Messenger wird in den SecurePIM-Container von Materna integriert. So werden E-Mail, Kalender, Messaging und Videokonferenzen in einer geschützten Umgebung gebündelt. Die Lösung richtet sich primär an Behörden und sicherheitskritische Organisationen.

Parallel dazu stellte Omada Ende Juni die Lösung „Identity Sovereign“ vor. Sie soll Anfang 2027 verfügbar sein und vollständig auf kundenkontrollierter Infrastruktur innerhalb der EU betrieben werden – ein Schritt zur digitalen Souveränität.

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Kosteneffizienz durch alternative Hardware

Dass der Wechsel auf alternative Plattformen kräftige Einsparungen bringt, zeigt ein Beispiel aus der Industrie. Turner Industries stattete rund 1.200 seiner 21.000 Mitarbeiter mit Chromebooks aus. Die Kosten pro Gerät sanken um 40 bis 50 Prozent – eine Gesamtersparnis von rund 700.000 Euro.

Die Geräte sind laut Unternehmensangaben auf eine Lebensdauer von bis zu zehn Jahren ausgelegt. Gleichzeitig treiben Google und Apple die Integration von KI-Funktionen voran. Zu den jüngsten Aktualisierungen gehören KI-Tools für Chromebooks sowie das „Apple Creator Studio“.

Auch Zoom und AWS kündigten zum 1. Juli 2026 neue autonome KI-Agenten für Arbeitsumgebungen an.

Rechtliche Rahmenbedingungen im Homeoffice

Neben der Technik spielen rechtliche Aspekte eine wichtige Rolle. Das Hessische Landessozialgericht (LSG) befasste sich im Frühjahr 2026 mit der Frage: Wann sind Unfälle auf dem Weg zum Mittagessen im Homeoffice Arbeitsunfälle?

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Die Richter entschieden: Versicherungsschutz besteht, wenn eine enge betriebliche Einbindung vorliegt. In einem Fall während der pandemiebedingten Homeoffice-Pflicht wurde das bejaht. In einem anderen Fall, bei dem das mobile Arbeiten flexibel auf einer Terrasse stattfand, lehnten die Richter den Schutz ab. Die Revisionen sind derzeit beim Bundessozialgericht anhängig.

Laut einer aktuellen Amazon-Studie vom 30. Juni 2026 setzen bereits 63 Prozent der deutschen Unternehmen KI ein. Doch nur 15 Prozent nutzen die Technologie für transformative Prozesse. Die Gestaltung sicherer und rechtlich geklärter mobiler Arbeitsplätze gewinnt damit weiter an Bedeutung.

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