Mindestlohn, Euro

Mindestlohn: 13,90 Euro für 6,6 Millionen seit Januar

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 10:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Teuerung in Deutschland steigt im Juli auf 2,8 Prozent, angetrieben von deutlich höheren Energiekosten. Zudem legt das Medianentgelt um 5,1 Prozent zu, während die Arbeitslosigkeit zunimmt.

Deutschlands Inflation klettert auf 2,8 Prozent: Energiepreise als Haupttreiber
Hände mit Taschenrechner und Finanzdiagrammen auf einem Schreibtisch als Symbol für Gehaltsentwicklung und Inflation. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Verbraucherpreise in Deutschland ziehen wieder an. Im Juli lag die Inflationsrate bei 2,8 Prozent – nach 2,3 Prozent im Juni. Haupttreiber sind die Energiepreise, die binnen Jahresfrist um 8,3 Prozent zulegten. Im Vormonat hatte das Plus noch bei 3,4 Prozent gelegen.

Energiepreise explodieren nach Tankrabatt-Ende

Experten führen die Entwicklung auf das Auslaufen des Tankrabatts und die Folgen des Iran-Krieges zurück. Rohöl der Sorte Brent verteuerte sich innerhalb eines Monats um rund 25 Prozent. Die Kerninflation – ohne Nahrungsmittel und Energie – lag bei 2,4 Prozent. Dienstleistungen kosteten 2,9 Prozent mehr, Nahrungsmittel blieben mit 0,4 Prozent vergleichsweise stabil.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprach angesichts der Zahlen von weiterhin hoher Unsicherheit. Ein Chefvolkswirt der Commerzbank fordert eine Zinserhöhung im September, um der Teuerung entgegenzuwirken.

Gehälter steigen – aber nicht überall gleich

Die Bundesagentur für Arbeit meldet für 2025 einen kräftigen Anstieg der Median-Entgelte: Vollzeitbeschäftigte verdienten im Schnitt 4.217 Euro brutto – ein Plus von 5,1 Prozent oder 203 Euro. Spitzenreiter ist Hamburg mit 4.768 Euro, Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern mit 3.497 Euro.

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Besonders dynamisch entwickeln sich die ostdeutschen Bundesländer mit einem Plus von 6,27 Prozent. Der Westen kommt auf 4,81 Prozent. Der Gender-Pay-Gap schrumpfte leicht auf 309 Euro. Auch der Bildungsgrad macht weiterhin den Unterschied: Ohne Abschluss liegen die Median-Einkommen bei 3.133 Euro, Akademiker kommen auf 6.146 Euro.

Mindestlohn steigt – Arbeitsmarkt unter Druck

Seit Januar gilt ein Mindestlohn von 13,90 Euro – ein Plus von 8,4 Prozent. Davon profitieren bis zu 6,6 Millionen Arbeitsverhältnisse, besonders im Gastgewerbe. 2027 sind weitere 14,60 Euro geplant.

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Doch der Arbeitsmarkt bleibt angespannt: Die Arbeitslosenzahl stieg im Juli auf 3.007.000 – ein Zuwachs von 71.000. Die Quote liegt nun bei 6,4 Prozent. Auch die Erwerbstätigkeit ging im Juni leicht zurück. Die Stimmung in der Wirtschaft ist verhalten: Der Ifo-Indikator für Preiserwartungen fiel auf 21,6 Punkte.

In Österreich lag die Inflation im Juli bei 2,7 Prozent. Eine Mehrwertsteuersenkung bei Lebensmitteln dämpfte dort die Teuerung – doch auch hier belasten Dienstleistungspreise und der Wegfall des Klimabonus die Haushalte.

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