Mietwucher-App, Euro

Mietwucher-App: Frankfurter WG erhält bis zu 26.700 Euro zurück

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 11:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Linke meldet zahlreiche Hinweise auf überhöhte Mieten; in Frankfurt wurden insgesamt 330.330 Euro an Mieter zurückgezahlt.
Fassade eines klassischen Wohngebäudes in einer städtischen Wohngegend bei Abendlicht. Illustration mit AI erstellt.

Über die seit November 2024 bereitgestellte „Mietwucher-App“ können Mieter unzulässig überhöhte Mietforderungen systematisch erfassen und prüfen lassen. Wie aus aktuellen Angaben der Partei Die Linke hervorgeht, führten entsprechende Überprüfungen in Einzelfällen zu erheblichen finanziellen Erstattungen. Als Spitzenwert verzeichnete die Partei die Rückzahlung von bis zu 26.700 Euro zugunsten einer Wohngemeinschaft in Frankfurt.

Hohe Überzahlungen bei Hunderttausenden Prüfungen

Nach Angaben der Linken wurde das digitale Angebot seit seiner Einführung insgesamt 333.000 Mal genutzt. In 215.941 dieser Fälle identifizierte das System konkrete Anzeichen für eine Mietüberhöhung. Trotz dieser hohen Zahl an erkannten Unregelmäßigkeiten mündeten die Prüfungen bisher in 11.157 offizielle Meldungen, die von den Betroffenen bei den zuständigen Behörden eingereicht wurden.

Die Auswertung der übermittelten Daten zeigt eine spürbare finanzielle Belastung für die Betroffenen auf: Die durchschnittliche Mietüberschreitung bei den gemeldeten Fällen beläuft sich auf 66 Prozent. Dies entspricht einer durchschnittlichen monatlichen Überzahlung von 250 Euro pro erfasstem Mietverhältnis.

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Zugleich verwies Die Linke in ihrer Zwischenbilanz auf eine deutliche Zurückhaltung bei den Nutzern. Demnach sehen zahlreiche Mieter trotz festgestellter unzulässiger Beträge aus Sorge vor Konflikten mit ihren Vermietern davon ab, den Schritt einer formalen Behördenmeldung zu gehen.

Behördliche Bilanzen in Berlin und Frankfurt

Ein erheblicher Anteil der gemeldeten Aktivitäten konzentriert sich auf die Städte Berlin und Frankfurt. Für Berlin registrierte die Erfassung 123.698 Nutzungen der Anwendung sowie 5.083 eingereichte offizielle Meldungen bei den zuständigen Stellen. Infolge der behördlichen Schritte wurden Bußgelder in Höhe von insgesamt 81.600 Euro gegen Vermieter verhängt. Von dieser Summe sind bislang 27.500 Euro bereits gezahlt worden.

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In Frankfurt wurden seit dem Jahr 2020 insgesamt 1.000 Verfahren im Kontext von Mietüberprüfungen geführt. Über diese Verfahren konnten in der hessischen Finanzmetropole insgesamt 330.330 Euro an Rückzahlungen an die Mieter erwirkt werden, worunter auch der festgestellte Fall der Wohngemeinschaft mit Rückerstattungsansprüchen von bis zu 26.700 Euro fällt.

Mehr zum Thema bei Frankfurter Rundschau: „Mietwucher-App: Bis zu 26.700 Euro Erstattung für Mieter“

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