Meister-Förderung, Kabinett

Meister-Förderung: Kabinett erhöht Deckel auf 18.000 Euro

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 01:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die Bundesregierung erhöht die Zuschüsse für Meisterkurse und Prüfungen. Das Handwerk fordert trotzdem weitere Verbesserungen.

Bundeskabinett beschließt Reform der Meister-Förderung
Eine Gruppe Erwachsener nimmt an einer beruflichen Weiterbildung teil, mit Laptops, Notizbüchern und einem Dozenten vor einem Bildschirm. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Angehende Meister, Techniker und Fachwirte können sich über mehr Geld freuen – doch das Handwerk fordert Nachbesserungen.

Am 15. Juli 2026 verabschiedete die Regierung das fünfte AFBG-Änderungsgesetz. Der Deckel für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren steigt von 15.000 auf 18.000 Euro. Auch die Förderung für das Meisterstück verdoppelt sich auf maximal 4.000 Euro.

Besonders attraktiv: Der Darlehenserlass bei bestandener Prüfung klettert von 50 auf 60 Prozent. Arbeitgeber-Zuschüsse werden künftig nicht mehr auf die Förderung angerechnet. Alleinerziehende erhalten 160 Euro pro Monat und Kind für die Kinderbetreuung. Die neuen Regeln gelten ab dem 1. August 2027.

Handwerk kritisiert hohe Eigenbeteiligung

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zeigte sich am 15. Juli 2026 nur halb zufrieden. Zwar begrüßte der Verband die höheren Fördersätze und den verbesserten Darlehenserlass. Doch die weiterhin hohe Eigenbeteiligung und Zinslast für die Teilnehmer bleiben ein Problem.

Ein zentraler Kritikpunkt: Eine zweite Fortbildung auf derselben Stufe wird weiterhin nicht gefördert. Der ZDH appellierte an den Bundestag, im weiteren Verfahren den bürokratischen Aufwand für Antragsteller zu reduzieren.

Parallel dazu verabschiedete das zweite Entlastungskabinett unter Digitalminister Karsten Wildberger umfassende Maßnahmen zum Bürokratieabbau. Die jährliche Entlastung für die Wirtschaft beziffert die Regierung auf insgesamt 10,4 Milliarden Euro. Rund 90 Prozent der Unternehmen fallen künftig aus den Nachhaltigkeitsberichtspflichten heraus.

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