Lieferketten-Transparenz: KoRo kauft Seedtrace-Plattform für CSRD-Compliance
30.06.2026 - 00:02:20 | boerse-global.de
Damit will der Händler die Transparenz seiner globalen Lieferketten deutlich ausbauen.
Gekauft wurden die geistigen Eigentumsrechte an der Software. Sie visualisiert Lieferkettendaten und macht Produkte rückverfolgbar. Das Team von Seedtrace ist nicht Teil der Transaktion.
QR-Codes zeigen, wo die Ware herkommt
Die Plattform bildet komplexe Lieferwege digital ab. Kunden sollen sie künftig über QR-Codes auf den Verpackungen abrufen können. So sehen sie genau, woher die Produkte stammen und wie sie verarbeitet wurden.
Ein zentrales Feature: Blockchain-basierte Zahlungen an Kleinbauern. Dieses Fair-Payment-Tracing hat Seedtrace seit 2021 erfolgreich in Ghana eingesetzt. Es sichert faire Entlohnung entlang der Lieferkette.
Schrittweise Integration geplant
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KoRo-CEO Florian Schwenkert spricht von einem strategischen Baustein. „Wir wollen die Transparenz über die Industriestandards hinaus erhöhen", so Schwenkert. Die Integration erfolgt schrittweise – beginnend mit statischen Lieferkettendaten, später folgt eine dynamische Visualisierung.
Langfristig plant KoRo, die Plattform als Open-Source-Modell für die gesamte Branche zu öffnen. Das Ziel: neue Standards für Transparenz im Lebensmittelhandel setzen.
Vorbereitung auf strengere Regeln
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Der Technologiekauf ist auch eine Reaktion auf wachsende regulatorische Anforderungen. Seedtrace-Gründerin Ana Selina Haberbosch betont die Relevanz digitaler Lösungen für Compliance-Vorgaben.
Das Timing passt: Seit März 2026 sind zwar rund 80 Prozent weniger Unternehmen zur CSRD-Berichterstattung verpflichtet. Dennoch setzen Firmen wie KoRo weiter auf digitale Transparenz-Lösungen – für resilientere Lieferketten und nachvollziehbare Produkte.
