Krypto-Regulierung, Regeln

Krypto-Regulierung: EU verschärft Regeln ab Juli 2027 massiv

21.06.2026 - 05:26:43 | boerse-global.de

Deutschland weitet Steuertransparenz bei Kryptowerten aus. Neue EU-Regeln verschärfen ab Juli 2027 die Identitätsprüfung für Transaktionen ab 1.000 Euro.

Krypto-Regulierung: Neue Meldepflichten für Anbieter ab 2027
Krypto-Regulierung - Abstrakte Darstellung von vernetzten Datenpunkten und Blockchain-Knoten mit einem deutschen Flaggenmotiv im Hintergrund, die Regulierung und Transparenz andeuten. 21.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Künftig müssen Anbieter von Krypto-Dienstleistungen Nutzerdaten an das Bundeszentralamt für Steuern melden. Ziel ist mehr steuerliche Transparenz.

EU verschärft Regeln ab 2027

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Die nationalen Maßnahmen sind Teil eines strengeren europäischen Rahmens. Ab Juli 2027 greift die neue Anti-Geldwäsche-Verordnung der EU (EU 2024/1624). Krypto-Dienstleister müssen dann schon ab einem Transaktionswert von 1.000 Euro eine Identitätsprüfung (KYC) durchführen.

Anonyme Krypto-Konten werden ab diesem Zeitpunkt EU-weit verboten. Der bloße Besitz von Privacy Coins bleibt zwar erlaubt. Regulierte Plattformen dürfen den Handel damit aber nicht mehr anbieten. Zusätzlich gilt künftig eine Obergrenze von 10.000 Euro für Barzahlungen.

Sachsen-Anhalt plant digitale Anleihe

Trotz der Regulierungswelle setzt der Staat selbst auf Blockchain-Technologie. Sachsen-Anhalt will noch 2026 als erstes Bundesland ein Krypto-Wertpapier ausgeben. Die digitale Landesanleihe soll den Weg für weitere tokenisierte Finanzprodukte im öffentlichen Sektor ebnen.

Trojaner bedroht Krypto-Nutzer

Die Sicherheitsfirma Zimperium hat den Android-Trojaner Rokarolla identifiziert. Die Schadsoftware zielt auf über 200 Finanz-Apps ab und leitet gezielt Krypto-Zahlungen um. Auch das FBI warnt vor einer steigenden Zahl von Betrugsfällen im Krypto-Bereich.

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Investor Frank Thelen hat unterdessen alle seine Bitcoin-Bestände verkauft. Seine Begründung: Die Sorge vor Quantencomputern, die die kryptografischen Grundlagen des Netzwerks gefährden könnten. Thelen sieht ein signifikantes Risiko in der langsamen Anpassungsfähigkeit des Bitcoin-Netzwerks.

Oman zentralisiert Mining-Infrastruktur

Während EU und Deutschland auf Transparenz setzen, geht der Oman einen anderen Weg. Das Land gründet einen nationalen Bitcoin-Mining-Pool namens Omanhash.com. Alle lizenzierten Miner müssen die Plattform nutzen. Seit 2022 hat der Staat über 700 Millionen US-Dollar in die Mining-Infrastruktur investiert.

Auch für Privatanleger gibt es Neues: BNP Paribas erweitert ihr Angebot in Frankreich um sechs Krypto-ETNs auf Bitcoin und Ethereum. Die Produkte lassen sich über klassische Wertpapierdepots handeln. Anleger tragen allerdings das Emittentenrisiko und haben keinen direkten Zugriff auf die Coins.

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