Kritisverordnung: Neue Regeln für kritische Infrastrukturen ab sofort
23.06.2026 - 10:28:11 | boerse-global.de
In Potsdam, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel steigt die Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften. Der Grund: Die gesetzlichen Vorgaben zum betrieblichen Gesundheitsschutz werden immer komplexer.
Um den komplexen Anforderungen an den Arbeitsschutz gerecht zu werden, sind rechtssichere Dokumentationen unerlässlich. Dieser kostenlose Experten-Report hilft Sifas und Arbeitgebern dabei, Gefährdungsbeurteilungen so zu erstellen, dass sie von Aufsichtsbehörden sofort anerkannt werden. Kostenlose Vorlagen und Checklisten jetzt herunterladen
Von der Gefährdungsbeurteilung bis zum Arbeitsschutzausschuss
Externe Fachkräfte für Arbeitssicherheit bieten ein breites Dienstleistungsspektrum. Dazu gehören die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen, regelmäßige Betriebsbegehungen und die Leitung von Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses (ASA). Zentral ist auch die praktische Unterweisung der Belegschaft.
Ziel: Arbeitsunfälle minimieren und aktuelle Sicherheitsstandards einhalten. Besonders in den industriellen Zentren des Landes treibt die Ansiedlung neuer Betriebe den Bedarf an. Auch die Transformation bestehender Produktionsstätten spielt eine Rolle.
Neue Kritisverordnung: Strengere Regeln für kritische Infrastrukturen
Aktuelle regulatorische Entwicklungen unterstreichen die Relevanz professioneller Sicherheitsstrukturen. Ende Mai legte das Bundesinnenministerium einen Entwurf für eine neue Kritisverordnung (KritisV) vor. Er konkretisiert das KRITIS-Dachgesetz und soll die physische Resilienz kritischer Anlagen stärken.
Für den Energiesektor sieht der Entwurf neue Schwellenwerte vor: Anlagen zur Anbindung von Erzeugungseinheiten an Netze gelten ab 104 Megavoltampere als kritisch. Generell orientiert sich die Einstufung an einem Versorgungsschwellenwert von 500.000 Personen. Neu aufgenommen wurde auch die Fernkälteversorgung. Betreiber kritischer Infrastrukturen müssen ihre Sicherheitskonzepte und Personalqualifikationen daher kontinuierlich anpassen.
Besonders bei der Handhabung gefährlicher Substanzen in der Produktion oder Infrastruktur dürfen keine Fehler passieren. Erfahrene Arbeitsschutzprofis nutzen bewährtes Fachwissen und rechtssichere Checklisten, um die Belegschaft wirksam zu schützen. Gratis E-Book: Gefährdungsbeurteilung für Gefahrstoffe sichern
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Pikrinsäure-Einsatz in Briesen
Wie wichtig funktionierende Sicherheitskonzepte im Alltag sind, zeigte ein Zwischenfall in Briesen (Oder-Spree) Anfang der Woche. In einer Apotheke sorgten rund 40 Gramm kristallisierte Pikrinsäure für einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. Die verfestigte Säure ist hochexplosiv. Spezialkräfte mussten den Stoff sichern. Nach wenigen Stunden war der Einsatz ohne Schäden beendet.
Der Vorfall verdeutlicht das Gefahrenpotenzial bei der Lagerung chemischer Substanzen. Regelmäßige Überprüfungen durch fachkundiges Personal sind unerlässlich.
Unternehmensnachfolge und Zukunftspreis: Sicherheit als Daueraufgabe
Neben physischen Sicherheitsaspekten rückt die langfristige Unternehmensstabilität in den Fokus der brandenburgischen Wirtschaftspolitik. Beim Nachfolgetag in Potsdam wurde deutlich: Die Betriebsübergabe erfordert auch eine lückenlose Fortführung der Arbeitsschutzorganisation.
Die wirtschaftliche Dynamik des Landes zeigt der Zukunftspreis 2026. Unter den zwölf Finalisten, die im November in Schönefeld geehrt werden, sind die AneCom AeroTest GmbH aus Wildau und die Elektro Jahn GmbH & Co. KG aus Frankfurt (Oder). Solche Betriebe brauchen professionelle Sicherheitsstrukturen, die mit ihrem Wachstum Schritt halten.
