Krankenstand, Rheinland-Pfalz

Krankenstand Rheinland-Pfalz: Rücken und Psyche dominieren vor Infekten

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 16:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rheinland-Pfalz verzeichnet weniger Krankschreibungen: Atemwegserkrankungen gehen stark zurück, während Rücken- und Psyche-Leiden weiterhin hohe Fehlzeiten verursachen.

DAK-Analyse: Krankenstand in Rheinland-Pfalz sinkt auf 5,5 Prozent
Ein Büroangestellter am Schreibtisch hält sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den unteren Rücken. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die DAK-Gesundheit hat am 10. August 2026 ihre aktuelle Analyse zum Krankenstand für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Die Auswertung der Daten für Rheinland-Pfalz zeigt eine Entspannung bei den krankheitsbedingten Fehlzeiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Während insbesondere Infektionskrankheiten deutlich zurückgingen, rücken Muskel-Skelett-Systeme und psychische Leiden als zentrale Herausforderungen für das betriebliche Gesundheitsmanagement weiter in den Vordergrund.

Rückgang des allgemeinen Krankenstands in Rheinland-Pfalz

Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete die DAK-Gesundheit für Rheinland-Pfalz einen Krankenstand von 5,5 %. Damit sank die Quote im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025, als der Wert noch bei 5,8 % gelegen hatte, um 0,3 Prozentpunkte. Dieser Rückgang ist maßgeblich auf eine Entlastung bei den Atemwegserkrankungen zurückzuführen.

Nach Angaben der Krankenkasse gingen die Fehlzeiten aufgrund von Atemwegsinfekten um 23 % zurück. Entfielen im ersten Halbjahr des Vorjahres noch 227 Fehltage je 100 Beschäftigte auf dieses Krankheitsbild, so sank dieser Wert im aktuellen Berichtszeitraum auf 176 Tage. Trotz dieser positiven Entwicklung in einem Teilbereich bleibt die Belastung der Arbeitnehmer durch andere Krankheitsgruppen auf einem stabilen und vergleichsweise hohen Niveau.

Fokus auf Muskel-Skelett-System und psychische Gesundheit

Ein zentrales Ergebnis der Analyse ist die Bedeutung von Langzeiterkrankungen und chronischen Beschwerden. Die Kategorien der Muskel-Skelett-Erkrankungen sowie der psychischen Leiden verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 jeweils 187 Fehltage je 100 Beschäftigte. Damit stellen diese beiden Bereiche die gewichtigsten Faktoren für den Arbeitsausfall in der Region dar.

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Experten sehen in dieser Entwicklung einen Beleg dafür, dass neben saisonalen Infektionswellen vor allem körperliche Belastungen und psychischer Druck die Gesundheit am Arbeitsplatz bestimmen. Während Infekte oft zu kürzeren Ausfällen führen, ziehen Erkrankungen des Rückens oder der Psyche häufig längere Fehlzeiten nach sich, was auch Auswirkungen auf die durchschnittliche Verweildauer im Krankenstand hat.

Durchschnittliche Erkrankungsdauer und Datenbasis

Die Dauer der einzelnen Krankheitsfälle hat sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig erhöht. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer lag im ersten Halbjahr 2026 bei 9,9 Tagen, nachdem sie im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 noch 9,8 Tage betragen hatte. Diese Kennzahl unterstreicht die Relevanz von Diagnosen, die eine intensivere oder längerfristige Behandlung erfordern.

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Die repräsentative Analyse der DAK-Gesundheit basiert auf den Daten von 130.000 versicherten Beschäftigten in Rheinland-Pfalz. Die Ergebnisse bieten Unternehmen und Verantwortlichen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsvorsorge eine Grundlage, um Präventionsmaßnahmen gezielt auf die stabil hohen Fehlzeiten in den Bereichen Ergonomie und psychische Entlastung auszurichten.

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