Arbeitsmarkt, Jeder

Jeder vierte Erwerbstätige verdient weniger als 14 Euro pro Stunde

26.07.2023 - 01:06:13 | dts-nachrichtenagentur.de

Jeder vierte Erwerbstätige (23,35 Prozent) in Deutschland verdient weniger als 14 Euro brutto in der Stunde.

Bauarbeiter - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Bauarbeiter - Bild: über dts Nachrichtenagentur

Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes für April 2022 auf Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) berichten. Konkret bedeutet dies: 9,3 Millionen der insgesamt 39,8 Millionen Beschäftigten verdienen kaum mehr als den Mindestlohn.

14,8 Prozent der Erwerbstätigen erhalten den Mindestlohn von 12 Euro die Stunde. "Wenn jeder Vierte in Deutschland unter 14 Euro brutto in der Stunde verdient, haben wir ein deutlich zu niedriges Lohnniveau in Deutschland", kritisiert der Co-Vorsitzende der Linke-Fraktion, Dietmar Bartsch, und fordert eine kräftige Erhöhung des Mindestlohns. "14 Euro Mindestlohn wären jetzt notwendig - auch als Inflationsausgleich." Die Mindestlohnkommission hatte vor Kurzem beschlossen, den Mindestlohn im nächsten Januar um 41 Cent auf 12,41 Euro zu erhöhen. Im Januar 2025 soll er dann auf 12,82 Euro steigen. "Die geplante Erhöhung von nur 41 Cent ist ein dramatischer Reallohnverlust", ist Bartsch überzeugt. "Das niedrige Lohnniveau wird uns auch bei der Rente auf die Füße fallen. Es droht millionenfache Altersarmut." Die Rentenkasse verliere bereits heute viele Milliarden aufgrund zu geringer Löhne, so Bartsch: "Wir brauchen höhere Löhne und auskömmliche Renten in Deutschland."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

de | wirtschaft | 63866021 |

Weitere Meldungen

Verdi-Chef Werneke fordert Stabilisierung des Rentenniveaus Kurz bevor die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission ihre Empfehlungen zur Reform der Rentensysteme vorlegt, fordert die Gewerkschaft Verdi eine Stabilisierung des Rentenniveaus über das Jahr 2031 hinaus.Verdi-Chef Frank Werneke sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Über die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland besitzt keine andere Absicherung im Alter als die gesetzliche Rentenversicherung. (Politik, 19.06.2026 - 10:39) weiterlesen...

Datev: Aktivrente steigert Beschäftigung von Rentnern Die im Januar eingeführte Aktivrente, die Rentner zu mehr Arbeit verführen soll, entfaltet Wirkung. (Wirtschaft, 19.06.2026 - 08:40) weiterlesen...

Politiker von CDU und Grünen einigen sich auf Renten-Forderungen Der Chef der Arbeitnehmergruppe in der Unionsfraktion, Stefan Nacke (CDU), und der sozialpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Armin Grau, haben sich auf einen Forderungskatalog für die anstehende Rentenreform verständigt."Die Alterssicherung gehört zu den großen Vertrauensversprechen unseres Landes, zu den Grundpfeilern der sozialen Demokratie", schreiben sie in ihrem Papier, über das die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagausgabe) berichtet. (Politik, 18.06.2026 - 16:36) weiterlesen...

Connemann kritisiert Entwurf für Arbeitszeitreform scharf Die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Gitta Connemann (CDU), weist den bekannt gewordenen Arbeitsentwurf zur Arbeitszeitreform als Verstoß gegen den Koalitionsvertrag zurück."Der jetzt bekannt gewordene Entwurf liest sich wie ein Gegenentwurf zum Koalitionsvertrag - zulasten des Mittelstandes", sagte Connemann der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagausgabe). (Politik, 18.06.2026 - 15:10) weiterlesen...

Connemann wirft Arbeitsministerin Bruch des Koalitionsvertrags vor Die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Gitta Connemann (CDU), weist den bekannt gewordenen Arbeitsentwurf zur Arbeitszeitreform als Verstoß gegen den Koalitionsvertrag zurück und warnt vor Nachteilen für den Mittelstand."Der jetzt bekannt gewordene Entwurf liest sich wie ein Gegenentwurf zum Koalitionsvertrag - zulasten des Mittelstandes", sagte Connemann der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). (Politik, 18.06.2026 - 13:53) weiterlesen...

Bas will Arbeitszeitflexibilisierung an Tarifverträge binden Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) will die Öffnung des Arbeitszeitgesetzes für einen Übergang von der Tages- zur Wochenarbeitszeit an Tarifverträge knüpfen. (Politik, 18.06.2026 - 11:22) weiterlesen...