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EM Stocks Review: Asien uneinheitlich

Veröffentlicht: 07.12.2006 um 13:19 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Japan steigt - Hongkong unter Druck

Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich am Donnerstag uneinheitlich. Am Vortag hatten bereits in den USA Gewinnmitnahmen stattgefunden. Auch die Rohstoff- und Ölnotierungen standen unter fortgesetztem Druck, was in Asien die Aktien der entsprechenden Rohstoffgesellschaften belastete. Dagegen konnte sich der Wert des US-Dollar gegenüber den meisten asiatischen Währungen wieder etwas erholen, nachdem in den Vereinigten Staaten erfreuliche Arbeitsmarktdaten vorgelegt worden waren. Außerordentlich gut entwickelte sich der japanische Nikkei 225, der - von allem Störfaktoren unbeeindruckt - weitere 0,62 Prozent auf 16.473 Punkte hinzugewann. Dort stand vor allem ein milliardenschweres Venture-Projekt im Fokus, dass der Halbeiterkonzern Elpida Memory zusammen mit dem taiwanesischen Konkurenten Powerchip Semiconductor aufbauen will. Dies brachte überwiegend die Aktien der entsprechenden Zulieferer-Industrien nach oben. Hier verbesserten sich etwa Advantest um 2,3 Prozent und Canon um 3,1 Prozent. Daneben stiegen Japan Tobacco um 4,7 Prozent. Der Konzern will möglicherweise die britische Tabakgruppe Gallaher übernehmen. Unter den exportorientierten Werten gewannen Sony 0,66 Prozent und Honda Motor 1,0 Prozent hinzu. In Taiwan gab der TAIEX hingegen leicht um 0,09 Prozent auf 7686 Punkte ab. Insbesondere im Technologiesektor wurde die Möglichkeit zu Gewinnmitnahmen ergriffen. Dies brachte etwa die Titel von Acer um 2,46 Prozent nach unten; Taiwan Semiconductor verbilligten sich um 1,33 Prozent und United Microelectronics um 0,72 Prozent. Die Aktie von Powerchip Semiconductor verlor 1,6 Prozent, obwohl bereits im Handelsverlauf erste Meldungen über die Allianz mit Elpida hochgekommen waren. Dagegen waren Papiere aus dem Bankensektor aufgrund vermeintlicher Übernahmefantasien weiter gefragt. So legten Cathay Financial 3,96 Prozent zu, Taiwan Cooperative Bank stiegen um 2,05 Prozent. In Korea gab der Kospi weitere 0,2 Prozent auf 1410 Zähler ab. Allerdings profitierte der dortige Markt auch nicht von einem höheren Dollar. Vielmehr war der Won gegenüber dem Greenback weiter nach oben gezogen. Dies belastete in erster Linie die dort notierten Exportwerte. So gaben Hyundai Motor weitere 2,23 Prozent ab, Samsung Electronics verbilligten sich um 1,42 Prozent. Daneben verbilligten sich die Papiere des Stahlriesen Posco um 1,5 Prozent. Korea Exchange Bank verloren 1,1 Prozent, nachdem ein Untersuchungsausschuss die mehrheitliche Übernahme des Instituts im Jahr 2003 durch Lone Star für "illegal" erklärt hat. Die niedrigeren Ölpreise brachten dagegen Korean Air um 0,43 Prozent nach oben, Korea Electric Power stiegen um 2,42 Prozent. In Hongkong brachten Kursverluste bei einigen Marktschwergewichten den Hang Seng Index um 0,96 Prozent nach unten auf 18.842 Stellen. Dabei gaben HSBC Holdings nach einem schwachen Update für das dritte Quartal weitere 0,7 Prozent ab. Die Papiere von China Mobile rutschten um 2,55 Prozent nach unten. Gestern war gemeldet worden, dass ein Großinvestor rund 18 Millionen Aktien des Mobilfunkkonzerns abgestoßen hat. Dies wurde auch bei einigen weiteren Telekom-Aktien als Anlass für Gewinnmitnahmen genommen. So verloren China Telecom 2,58 Prozent. Die Aktie war in der ersten Wochenhälfte wegen der Hoffnung auf eine baldige Zuteilung einer 3G-Lizenz steil nach oben gezogen. Daneben dürften die bevorstehenden Börsengänge den Markt belastet haben. Morgen kommen unter anderem Zaojin Mining und China Communications Services neu an den Markt. Gerhard Heinrich P.S. Melden Sie sich noch heute für den kostenlosen EMFIS Trading Letter und den wöchentlichen EMFIS Market Recap, mit allen wichtigen Informationen zu Asien, Osteuropa, Südamerika und Rohstoffen, auf www.EMFIS.com an.

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