Ineffiziente, Prozesse

Ineffiziente Prozesse: 36% der Arbeitnehmer verlieren täglich eine Stunde

18.06.2026 - 21:09:18 | boerse-global.de

Eine Studie belegt: Vertrauensvolle Arbeitsumgebungen senken Fehlzeiten und Kündigungsraten. Betriebe könnten so jährlich Milliarden sparen.

BSI-Studie: Vertrauenskultur spart Firmen Milliarden
Ineffiziente - Mitarbeiter in einem modernen, hellen Büro, das eine gesunde und vertrauensvolle Arbeitsumgebung mit smarten Technologien symbolisiert. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das zeigt eine Studie des BSI vom 17. Juni 2026. Ein darauf basierendes Gesundheitsmanagement könnte Unternehmen in Deutschland rund 30,5 Milliarden Euro sparen. Ein vertrauensvolles Arbeitsumfeld senkt demnach Fehlzeiten und Präsentismus – das Arbeiten trotz Krankheit. Auch die Kündigungsrate sinkt bei konsequenter Umsetzung.

Psychische Gesundheit rückt in den Fokus

Bereits im Oktober 2025 betonte die DAK-Gesundheit die Bedeutung psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz. In einem Fachbuch analysierten Experten aus Wissenschaft und Praxis, wie Betriebe die psychische Widerstandsfähigkeit ihrer Belegschaft stärken können.

Anzeige: Rund 36 Prozent der Erwerbstätigen verlieren täglich mehr als eine Stunde durch ineffiziente Prozesse – das sind 28 Arbeitstage pro Jahr. Stress durch Dokumentensuche und Tool-Wechsel ist vorprogrammiert. Dieser Report zeigt Ihnen, wie Sie die größten Zeitfresser identifizieren und Ihre internen Abläufe optimieren. Jetzt kostenlosen Report anfordern

Smarte Technik für besseres Raumklima

Moderne Büroimmobilien setzen auf intelligente Technologien. In Amsterdam erfasst seit 2025 ein Infrarot-Wärmematrix-Sensor das Raumklima anonymisiert. Das System steuert Beleuchtung, Heizung und Lüftung bedarfsgerecht – basierend auf Personenanzahl, Luftfeuchtigkeit und Helligkeit.

Auch nachhaltige Energiekonzepte gewinnen an Bedeutung. In Frankfurt installierten Kriton und Solation eine Photovoltaik-Anlage auf einem Bürogebäude. Die Anlage mit knapp 100 kWp Leistung deckt rund ein Viertel des Strombedarfs und dient als Modell für den Rollout erneuerbarer Energien.

Ineffiziente Prozesse kosten Zeit und Nerven

Interne Abläufe beeinflussen die Gesundheit der Beschäftigten massiv. Eine Untersuchung von Civey und Allgeier inovar aus Mai 2026 zeigt: Rund 36 Prozent der Erwerbstätigen verlieren täglich mehr als eine Stunde durch ineffiziente Prozesse. Hochgerechnet sind das etwa 28 Arbeitstage pro Jahr. Die größten Zeitfresser: Dokumentensuche und häufige Tool-Wechsel. 57 Prozent der Befragten gaben an, dass diese Ineffizienzen Stress verursachen.

Angesichts steigender Temperaturen fordern Fachleute verstärkte Hitzeschutzmaßnahmen. Allianz-Volkswirtin Utermöhl regte die Einführung flexiblerer Arbeitszeiten nach Siesta-Vorbild an. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnte jedoch vor einer Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes.

Hybride Arbeitswelt: Zwischen Präsenzdruck und Flexibilität

Anzeige: Steigender Präsenzdruck bei fehlenden Richtlinien führt zu Coffee Badging – 41 Prozent der Hybrid-Arbeitnehmer erscheinen nur kurz im Büro. Gleichzeitig würde 42 Prozent bei Wegfall flexibler Modelle den Job wechseln. Erfahren Sie, wie Sie hybride Arbeitsmodelle effizient gestalten und Ihre Belegschaft binden. Leitfaden für hybride Arbeitsmodelle jetzt sichern

Die Gestaltung hybrider Modelle bleibt ein zentraler Faktor für Zufriedenheit. Der „State of Hybrid Work“-Report von Owl Labs zeigt: 41 Prozent der Hybrid-Arbeitnehmer praktizieren „Coffee Badging“. Sie erscheinen nur kurz im Büro, um Präsenz zu zeigen, und kehren dann ins Homeoffice zurück. Grund dafür ist steigender Präsenzdruck bei fehlenden offiziellen Richtlinien.

Die Schreibtischauslastung in deutschen Unternehmen liegt laut Deskbird Desk Sharing Index 2026 bei durchschnittlich 31 Prozent. Dienstag und Mittwoch verzeichnen mit 36 Prozent die höchste Frequenz. Die Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsortes ist für viele entscheidend: 42 Prozent der Befragten würden bei Wegfall flexibler Arbeitsmöglichkeiten einen Jobwechsel in Erwägung ziehen.

Auch finanzielle Belastungen rücken in den Fokus des Personalmanagements. Private Verschuldung wirkt sich negativ auf Konzentration und Leistung aus. Experten fordern präventive Angebote zur betrieblichen Finanzgesundheit, um Fehlzeiten und Leistungsabfälle frühzeitig zu vermeiden.

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