Indien, Markt

Indien: Der zweitgrößte Markt der Welt erwacht

Veröffentlicht: 16.01.2007 um 21:52 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Liebe Leser, geht der Aktienmarkt-Rallye in Indien dieses Jahr die Puste aus? Zur Zeit sieht es nicht so aus. Vielmehr legen die neuesten Daten nahe, dass die Konjunktur des Landes jetzt erst so richtig zu Brummen begonnen hat. Und während die Auguren überrascht dreinblicken, decken sich die Anleger vehementer denn je mit neuen Aktien ein. Unter den großen Volkswirtschaften der Welt weist Indien – nach China – zur Zeit das zweithöchste Wachstum auf. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr erneut die Meßlatte von 8 Prozent Wirtschaftswachstum zu reißen. Dies scheint mühelos erreichbar zu sein. Am Freitag wurde gemeldet, dass die Industrieproduktion im November um satte 14,4 Prozent gestiegen ist. Vor einem Jahr lag der Zuwachs in diesem Monat bei nur 6 Prozent. Die Chef-Volkswirte der Banken wären schon mit 11,3 Prozent zufrieden gewesen. Dabei hat allein das produzierende Gewerbe seinen Ausstoß um über 15 Prozent erhöht. Der Strom-Sektor, der in Indien noch eine ganze Weile hinterherhinken dürfte, stemmte immerhin einen Zuwachs von 8,7 Prozent. Angesichts dessen nimmt es nicht wunder, dass auch indische Aktien zur Zeit gefragter sind denn je. So hat der Sensex am Montag weiter zugelegt und bei 14.129 Punkten den zweiten Schlussrekord in Folge erklommen. Die gewaltigen Umwälzungen, die für solche Wachstumsraten notwendig gewesen sind, kann man sich vorstellen. Während in wenigen städtischen Zentren eine gut ausgebildete IT-Elite der westlichen Konkurrenz das Fürchten lehrt, sind weite Teile des Landes noch kaum erschlossen. Dort fehlt es an Straßen, Wasser und Strom; von einer gut ausgebauten Kommunikations-Infrastruktur kann ebenfalls nicht die Rede sein. Immer wieder kommt es in der Monsunzeit zu schweren Überschwemmungen, bei denen große Regionen von der Außenwelt abgeschnitten werden. Die Armut ist noch erheblich. Allerdings konnten bereits Millionen von Indern ihre Lage deutlich verbessern; der Mittelstand wächst rapide an. Indiens Aufschwung beginnt immer mehr, sich selbst zu tragen. In der Hauptstadt Mumbay ist ein Bauboom ausgebrochen, der den Bedarf dennoch kaum decken kann. Die Infrastruktur-Investitionen sind ebenfalls erheblich. Die damit erzielten Entwicklungsfortschritte setzen weiteres wirtschaftliches Potential frei. Das Wachstum erscheint zunehmend Nachfrage-getrieben. Günstige Zinsen und ein breiterer Zugang zu Verbraucherkrediten ermöglichen es immer mehr Indern, sich langlebige Güter wie Kühlschränke oder Motorräder anzuschaffen. Die Fabriken platzen aus allen Nähten und müssen ihre Kapazitäten ausweiten. Die Auftragsbücher der Baufirmen sind voll. Die ausländischen Konzerne drängen auf den Markt, um dort 1,1 Milliarden Konsumenten zu erreichen. Der Aufschwung nährt den Aufschwung. Volkswirte gehen davon aus, dass das Land auf Sicht von zwei Jahrzehnten ein Durchschnittswachstum von 6 Prozent pro Jahr erzielen könnte. Was die kurzfristige Entwicklung betrifft, gibt es allerdings auch Skeptiker. Diese argumentieren etwa, dass die indische Notenbank demnächst die Zinsen weiter anheben dürfte, um die Inflation im Zaum zu halten. Hier hat sich im Dezember eine Jahresrate von immerhin 5,5 Prozent ergeben. Auch das hohe Durchschnitts-KGV am indischen Aktienmarkt von über 20 wird häufig von Kritikern angeführt. Allerdings werden dabei gerne die Gewinnwachstumsraten übersehen, die die börsennotierten Gesellschaften weiterhin liefern. Allein in den vergangenen Tagen meldete beispielsweise der Software-Konzern Tata Consultancy einen Anstieg beim Nettogewinn von 47 Prozent; Infosys Technologies schaffte einen Zuwachs von 52 Prozent und HCL Technologies sogar von 61 Prozent. In allen drei Fällen sind jeweils auch die Umsätze um über 40 Prozent angewachsen. Die „Indien-Story“ ist heute sicherlich kein Geheimnis mehr, von dem erst wenige Insider gehört hätten. Dennoch stehen viele Investoren dem Potential, das sich da vor ihren Augen auftut, recht ratlos gegenüber. Den beeindruckenden Wirtschafts- und Performancedaten steht oft die Erkenntnis gegenüber, zuwenig über diesen Markt und seine Akteure zu wissen. Lassen Sie uns Ihnen deshalb an dieser Stelle nochmals den „India Day“ ans Herz legen – eine Informationsveranstaltung mit hochkarätigen Teilnehmern und Rednern, die am 26. Januar im Park Hyatt Hotel in Zürich stattfindet. Als Investor haben Sie an diesem Tag die Möglichkeit, sich mit exzellenten Kennern des indischen Marktes auszutauschen, die Sie sonst nur unter großen Mühen kennen lernen könnten. Unter dem Motto „Hype or Substance: What is driving India´s Stock Market” kommen renommierte Beobachter des volkswirtschaftlichen Umfelds ebenso zu Wort wie Spitzenkräfte aus der indischen Wirtschaft und Schweizer Top-Manager mit langjähriger Indien-Expertise. Veranstalter ist die Züricher Investmentgesellschaft Naissance Capital, die zuletzt mit großem Erfolg den Naissance Jaipur (India) Fund aufgelegt hat. Investieren Sie einen Tag Ihrer wertvollen Zeit und sichern Sie sich einen wichtigen Informationsvorsprung zu einem der interessantesten Aktienmärkte unserer Dekade. Zur Anmeldung senden Sie einfach eine e-mail an r.hahn@emfis.com

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