Deutschland, Bayern

Schwarzbuch: Warnung vor Betrugswelle in sozialen Medien

19.12.2025 - 12:13:56 | dpa.de

In den sozialen Medien locken vermeintliche Anlageexperten mit Traumrenditen. Doch das ist nach Einschätzung der Aktionärsgemeinschaft SdK eine Betrugswelle.

Anlagebetrüger haben ihre kriminelle Tätigkeit nach Einschätzung von Aktionärsschützern weitgehend ins Internet verlegt. (Symbolbild) - Foto: Guido Kirchner/dpa

In den sozialen Medien droht leichtgläubigen Nutzern nach Einschätzung der Aktionärsgemeinschaft SdK eine Welle des Anlagebetrugs. Die Plattformen hätten den Tätern den Zugang zu potenziellen Opfern leichter gemacht, heißt es in der neuen Ausgabe des alljährlich erscheinenden «Schwarzbuchs Börse» der in München ansässigen SdK. «Die sozialen Medien sind voll von gefälschten Profilen und ständig gibt es Schlagzeilen über neue Betrugsopfer.» Etliche Betrüger nutzen demnach in den sozialen Netzwerken gestohlene Identitäten Prominenter.

Täter oft im Ausland 

Die übliche Masche laut SdK: Die Werbung um die Betrugsopfer beginnt mit einer Nachricht oder Einblendung, in denen häufig ein KI-erzeugter Prominenter hohe Renditen verspricht. Die Täter sitzen demnach meistens im Ausland, so dass sie für die deutsche Justiz kaum zu erreichen sind. Wie hoch der Schaden sein könnte, ist unklar. 

Allein in Nordrhein-Westfalen könnten Betrüger ihre Opfer 2024 um mehrere Hundert Millionen Euro geprellt haben, die Dunkelziffer könnte nach Einschätzung der SdK weit höher sein. Gefahr außerhalb der sozialen Medien droht demnach auch auf falschen Kryptowährungs- und sonstigen Handelsplattformen. Die Aktionärsschützer verweisen auf die Vielzahl der Warnungen, die die Finanzaufsicht Bafin publiziert. 

Die Botschaft: Nicht blenden lassen

Die SdK appellierte an die Verbraucher, sich nicht von Emotionen oder Gier blenden zu lassen. «Ein paar Fotos aus einem teuren Hotel oder von einer Jacht reichen häufig aus, um der Community Glaubwürdigkeit vorzutäuschen und Follower anzuziehen, denen man dann Anlageideen verkauft», schreibt SdK-Vorstandsmitglied Markus Kienle. Viele Anleger könnten falsche Versprechen nicht von echten Informationen unterscheiden, Regulierung helfe kaum. «Was wirklich hilft, ist mehr Aufklärung und vor allem mehr Finanzbildung.»

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
wirtschaft | 68427455 |

Weitere Meldungen

Heimbetreiber in Schieflage? Mehrere Bundesländer betroffen. Vor allem in einem Heim bei Hannover hatte das für die Patienten drastische Auswirkungen. Ein Pflegeheimbetreiber soll finanzielle Probleme haben. (Unterhaltung, 02.04.2026 - 13:27) weiterlesen...

Bayern-Fußballerinnen setzen «Ausrufezeichen». Nun stehen die Münchnerinnen im Halbfinale. Mit einem 1:7 gegen die Weltklassemannschaft des FC Barcelona begann die Champions-League-Reise des FC Bayern in dieser Saison. (Politik, 02.04.2026 - 09:24) weiterlesen...

Giesecke+Devrient: Krisen bringen Rekordaufträge. Neben der Rüstungsbranche profitiert ein altes Münchner Traditionsunternehmen, dessen Produkte nahezu jeder in den Händen hält. Krisen sind schlecht für's Geschäft - doch nicht für alle Unternehmen. (Wirtschaft, 02.04.2026 - 05:00) weiterlesen...

Bayern-Star Kane fehlt: England verliert gegen Japan. Mehr Sorgen als das Spiel gegen Japan macht jedoch der Zustand von Harry Kane. England kassiert die zweite Niederlage unter Nationaltrainer Thomas Tuchel. (Politik, 31.03.2026 - 22:44) weiterlesen...

Trainer-Altmeister Pesic kündigt Karriereende nach Saison an. Zuletzt kehrte Basketball-Trainer Svetislav Pesic zu den Bayern zurück. In einem Hotelbett fasste er nun einen Entschluss über seine Zukunft. Er gewann mit Nationalteams und Vereinen zahlreiche Titel. (Politik, 31.03.2026 - 17:20) weiterlesen...

Pinakotheken geben Raubkunst-Gemälde zurück. Jetzt veröffentlichen die Pinakotheken in München ein Positivbeispiel. Lange schon steht Bayern wegen seines Umgangs mit Nazi-Raubkunst in der Kritik. (Unterhaltung, 30.03.2026 - 13:05) weiterlesen...