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Herausfordernde, Zeiten

Herausfordernde Zeiten für die Versicherungsbranche - Wie Versicherer mit Beitragsanpassungen umgehen können und dem Wechsel ihrer Kunden vorbeugen können

11.03.2021 - 14:41:54

Für die Versicherungsunternehmen weltweit war 2020 eine wirkliches Katastrophenjahr. Ganz oben auf der Liste der Unglücksstifter steht wohl die weltweite Corona-Pandemie, mit der vor zwei Jahren wohl niemand gerechnet hätte. So ist es wohl wenig überraschend, dass das Virus auch seine Auswirkungen auf die Versicherungsunternehmen in Deutschland hatte. Allerdings stand die Branche noch vor weiteren Herausforderungen, wie etwa dem Klimawandel oder politischen Veränderungen. Viele Unternehmen sehen sich nun gezwungen Beitragserhöhungen durchzusetzen, allerdings kann das wiederum zur Folge haben, dass sie Kunden verlieren. Es muss also etwas unternommen werden.

Die größte Herausforderung der Versicherungsbranche im Jahr 2020 waren Umweltkatastrophen.

 

Das Jahr 2020 aus Sicht der Versicherer

Wie bereits erwähnt, war 2020 ein Katastrophenjahr für die Versicherungsbranche auf der ganzen Welt. Selbst wenn es nicht das schwächste Jahr aller Zeiten war, hat es die Branche dennoch hart getroffen. Laut einer Studie des Schweizer Rückversicherers Swiss Re lag jedoch nicht nur an der globalen Pandemie, in der wir noch immer stecken, sondern auch an den vielen Naturkatastrophen, die durch den Klimawandel ausgelöst wurden.

Die Schäden werden auf rund 68 Milliarden Euro geschätzt, was 2020 zum fünftteuersten Jahr für die Versicherungsbranche seit dem Jahr 1970 macht. Dabei sind die Hauptursachen für die Schäden in schweren Gewittern und daraus folgenden Überschwemmungen zu suchen. Daneben spielen Waldbrände, wie beispielsweise in Kalifornien mit hinein.

Anders als die Corona Pandemie, lässt sich der Klimawandel jedoch nicht so schnell in den Griff bekommen.

Corona-Pandemie macht vielen Bereichen der Branche zu schaffen

Natürlich sollte die Pandemie nicht unterschätzt werden. Sie hatte ebenfalls einen großen Einfluss auf die Versicherungsbranche und „wütete“ vor allem in den Bereichen Rechtschutz, Kfz-Versicherungen sowie Reiseversicherungen.

In Sachen Rechtschutz ging es vor allem um das Arbeitsrecht. Hier wurden vor allem Fälle behandelt, die sich um Arbeits- und Vertragsschutzfälle im Zusammenhang mit der Pandemie drehten. Ohnehin war die Lage bei den Rechtschutzversicherern bereits Anfang 2020 angespannt. Der Diesel-Abgasskandal sorgte für Versicherungsschäden, die mehrere hundert Millionen Euro betragen. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft, kurz GDV, kündigte bereits im Mai 2020 Beitragserhöhungen von bis zu fünf Prozent an.

Auch bei den Kfz-Versicherungen macht sich Corona bemerkbar. Es kam einerseits zu weniger Autounfällen, was die Beiträge sinken lassen könnte. Allerdings machen die Versicherer dadurch Verluste bei den Einnahmen. Weitere Einbußen mussten sie hinnehmen, da durch die Pandemie und die damit einhergehende eingeschränkte Mobilität mehr Fahrzeuge stillgelegt wurden als üblich. Auch viele Unternehmen setzen durch das Virus weniger auf Mobilität und mehr auf digitale Kommunikation. Der Fuhrpark wird verkleinert, weshalb hier Verluste zu verzeichnen sind.

Ebenfalls hart getroffen wurden die Reiseversicherer. Es wurden durch Reiseverbote und Einschränkungen weniger Abschlüsse von Versicherungsverträgen verzeichnet. Auf der anderen Seite mussten die Unternehmen eben durch diese Ausfälle größere Entschädigungszahlungen leisten. In welche Richtung sich diese Lage in den kommenden Jahren entwickeln wird, ist noch fraglich.

Demografischer Wandel sorgt für Umbrüche im Angebotsmanagement

Ein weiteres Problem, das für Versicherer in Zukunft immer wichtiger werden wird, ist der Demografische Wandel. Unsere Gesellschaft wird immer älter. Hier gilt es noch bessere und individuell zugeschnittene Angebote für die Menschen zu erstellen, die sich mitunter positiv auf die Preispolitik und die Produktgestaltung auswirken können.

Vor allem bei der privaten Altersvorsorge gilt es hier besonders nachzujustieren. Allerdings ist beispielsweise bei der Riester-Rente auch die Politik in der Pflicht. Dabei gewährt der Staat ab einem gewissen Einzahlungsbetrag Zulagen, wie man bei CLARK nachlesen kann. Allerdings ist das Riestern so, wie es jetzt ist, für viele Kritiker zu teuer, zu umständlich oder bietet zu wenig Erträge.

Unter einem ähnlichen Problem leiden die Anbieter von Lebensversicherungen. Angesichts der aktuellen Niedrigzinsphase sind viele Policen wenig interessant für Versicherungsnehmer und wirken eher abschreckend.

Geschäftsmodelle veraltet?

Versicherer müssen also mit der Zeit gehen und müssen flexiblere Produkte anpassen, die sich für ihre Kunden auch lohnen. Im Fall der Rentenversicherungen und der Kapitallebensversicherungen, lassen sich beispielsweise durch das Angebot von risikoreicheren Produkten Kunden halten und neue Kunden gewinnen.

Eine Kombination aus ETF- oder Fondsparplan wäre in Kombination mit einer „normalen“ Versicherung denkbar, um mit höheren möglichen Renditen wieder attraktiver zu werden. Allerdings ist durch die damit verbundenen Risiken die Gefahr groß, dass Kunden das Vertrauen in ihren Versicherer verlieren.

Zeitgemäßere Methoden und Kanäle

Versicherer müssen sich zudem umorientieren und sich mehr in Richtung der digitalen Welt orientieren. Vergleichsplattformen im Internet machen es vor und bilden ein mögliches Zukunftsszenario ab. Plattformen wie beispielsweise CLARK bieten den Kunden eine Menge Vergleichsmöglichkeiten, damit die sich für das Angebot mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis entschieden können. Bei Bedarf liefern diese Unternehmen zusätzliche Informationen und bieten eine persönliche Beratung via Chat, Telefon oder Videochat an.

Hier können und sollten sich Versicherer eine Scheibe abschneiden und das bestätigen auch die Zahlen. Mittlerweile werden rund 60 Prozent aller Neukunden über solche Portale gewonnen. Versicherungsunternehmen sollten auf den Zug mitaufspringen, Präsenz auf diesen Plattformen zeigen und sich möglicherweise an diesen Insurtech-Unternehmen beteiligen, um mit der Zeit zu gehen. Denn auf lange Sicht lässt sich nur so verhindern, dass Kunden abspringen.

@ ad-hoc-news.de