Heizungsförderung: Neue Regeln ab 21. Juli senken Zuschüsse deutlich
Veröffentlicht: 11.07.2026 um 20:15 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ab dem 21. Juli 2026 gelten neue, schlechtere Konditionen für den Heizungstausch. Wer noch die alten Zuschüsse sichern will, muss sich beeilen.
Antragsstopp bis zum 21. Juli
Seit dem 9. Juli nimmt die KfW vorübergehend keine neuen Anträge für die Heizungsförderung mehr an. Grund ist die Umstellung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Nur wer seinen Antrag bis zum 20. Juli einreicht, profitiert noch von den bisherigen Konditionen.
Die Änderungen sind deutlich. Die maximal förderfähigen Kosten sinken von 30.000 auf 28.000 Euro. Der Klimageschwindigkeitsbonus fällt von 20 auf 16 Prozent. Und der Effizienzbonus für Wärmepumpen? Der fällt komplett weg.
Das macht den Unterschied: Statt maximal 16.500 Euro gibt es künftig höchstens 12.880 Euro Zuschuss.
Mehr Geld für Geringverdiener
Die soziale Komponente wird dagegen ausgebaut. Der Einkommensbonus staffelt sich künftig enger am Haushaltseinkommen:
- Bis 30.000 Euro: 40 Prozent Bonus
- Bis 40.000 Euro: 30 Prozent Bonus
- Bis 50.000 Euro: 10 Prozent Bonus
Und noch eine Einschränkung kommt hinzu: Wer eine Wärmepumpe aus Nicht-EU-Produktion einbaut, muss mit einer Kürzung des Zuschusses um 15 Prozent rechnen.
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NRW.BANK: Neue Zinsen für nachhaltiges Wohnen
Parallel zur Bundesförderung hat die NRW.BANK ihre Konditionen für das Programm „Nachhaltig Wohnen“ angepasst. Das Angebot richtet sich an Bauherren und Käufer in Nordrhein-Westfalen.
Bis zu 150.000 Euro Darlehen gibt es für Neubau, Sanierung oder Ersterwerb von selbstgenutztem Wohneigentum. Auch die Umwandlung von Nichtwohnflächen in Wohnraum wird gefördert.
Seit dem 10. Juli liegen die Sollzinssätze für Annuitätendarlehen zwischen 2,95 und 4,06 Prozent – abhängig von der Laufzeit (10 bis 35 Jahre). Bei endfälligen Darlehen (10 bis 20 Jahre Laufzeit) bewegen sich die Sätze zwischen 3,17 und 4,12 Prozent.
Eine Bereitstellungsprovision von 0,25 Prozent pro Monat wird ab dem dritten Monat nach Zusage fällig.
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Kommunale Projekte und Kreislaufwirtschaft
Auch auf lokaler Ebene tut sich etwas. In Gießen entstehen 22 Wohneinheiten mit Photovoltaik und Ladeinfrastruktur – gefördert durch KfW-Darlehen zu 2,19 Prozent. Die Gemeinde Ismaning bietet eigene Zuschüsse für Wärmedämmung und Batteriespeicher sowie regelmäßige Energieberatungen.
In Nordrhein-Westfalen drücken CDU und Grüne aufs Tempo beim Baustoff-Recycling. Ein Kompetenzzentrum für zirkuläres Bauen an der Hochschule Düsseldorf betreibt dazu ein Reallabor für Bauteillager.
Für Kommunen in NRW gibt es zudem EU-Fördermittel für Klimaanpassungsmaßnahmen – etwa für Entsiegelungen, Dachbegrünungen oder die Umgestaltung von Schulgeländen.
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