Girocard ab 2027: Direkte Integration in Händler-Apps kommt
24.06.2026 - 10:33:26 | boerse-global.de
Kunden können dann Einkäufe ohne externe Zahlungsdienstleister bezahlen.
Digitalisierungsoffensive für das deutsche Bezahlsystem
Mit rund 100 Millionen Karten im Umlauf ist die Girocard das führende bargeldlose Zahlungsmittel in Deutschland. Jetzt reagiert das System auf die steigende Nachfrage nach integrierten Lösungen im E-Commerce und stationären Handel.
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Laufen bereits Gespräche mit großen Lebensmittelhändlern, um das Verfahren flächendeckend anzubieten. Ein zentraler Baustein: die Integration in Payback Pay. Nutzer des Bonusprogramms können ihre Einkäufe künftig direkt mit der Girocard in der App bezahlen.
Zur Vereinfachung gibt es ein sogenanntes Händler-Whitelisting. Wer regelmäßig bei denselben Anbietern einkauft, bekommt eine vereinfachte Authentifizierung. Die physische Karte bleibt als Zahlungsmittel bestehen.
Neue Einsatzbereiche für Reisen und Alterskontrolle
Ab Anfang 2027 soll die Girocard auch für Buchungen im Dienstleistungssektor taugen. Geplant sind Zahlungen und Reservierungen bei Mietwagenanbietern und in der Hotellerie. Bisher war dieses Segment weitgehend Kreditkartensystemen vorbehalten.
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Ein weiterer Ausbauschritt betrifft die Alterskontrolle. Die bestehende Funktion soll auf den Kauf von Alkohol ausgeweitet werden. So lassen sich Jugendschutzvorgaben an automatisierten Kassen oder bei Lieferdiensten effizienter umsetzen.
Kosten steigen nicht
Die Kreditwirtschaft verfolgt mit der Modernisierung ein klares Ziel: die Relevanz des Systems gegenüber internationalen Wettbewerbern sichern. Die Erweiterung des Funktionsumfangs soll nicht zu höheren Kosten für die Nutzer führen.
