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Job, Selbstständigkeit

Gefangen im Job – der Weg in die Selbstständigkeit trotz Corona

24.07.2020 - 08:50:10

Wie viele Menschen kennen es? Sie quälen sich morgens aus dem Bett, überstehen irgendwie die Routine nach dem Aufstehen, schleppen sich ins Büro und wünschen sich den ganzen Tag über, dass der »Laden« einfach verschwindet? Für viele Menschen ist der Job die reinste Qual und kommt mit einem Charme daher, der an einen langsamen Tod erinnert. Doch auch jetzt, Corona zum Trotz, ist es möglich, die Ketten zu zerreißen und sich auf und davon in ein »neues« Leben zu machen. Wie gelingt das?

 

 

 

Aus der Jobfalle ausbrechen und endlich der eigene Chef sein - viele Angestellte träumen vom eigenen Business.

Wenn der Job zur Falle wird

Es gibt diese Menschen, für die ist ihr Job der Lebensmittelpunkt. Im Betrieb finden sie alles, was sie begehren. Und direkt daneben sitzt ein Arbeitskollege, der schlichtweg im Büro ist, weil das Geld verdient werden muss. Der eigene Job kann zu einer Falle werden und vielfach gibt es nicht nur einen Grund allein:

-      Betriebsklima – ist das Klima im Betrieb miserabel, neigen auch die ganz hart gesottenen Seelen dazu, sich gefangen zu fühlen. Einige Branchen sind besonders für ihre »Freundlichkeit« im Betrieb bekannt, sodass Personen in diesen Branchen auch nicht so einfach ausbrechen können. Schlimm wird es jedoch, wenn das Betriebsklima noch weiter ausschlägt.

-      Mobbing – dies ist schlichtweg die Hölle, zumal es Betroffenen immer schwieriger fällt, sich zur Wehr zu setzen oder das Mobbing zu ertragen. Die Erlebnisse belasten außerhalb des Büros, minimieren das eigene Selbstwertgefühl. So lang, bis der Betroffene von sich glaubt, diesen Horror verdient zu haben oder keine Kraft mehr aufbringen kann, zu fliehen.

-      Langeweile – häufig wird nur über den Stress und den überforderten Mitarbeiter gesprochen. Ein ebenso großes Problem, das ebenso krank machen kann, ist die Langeweile. Wer sich tagtäglich im Job langweilt, der wird auf Dauer unzufrieden und krank. Übrigens zählen auch schlichtweg sich wiederholende und zu einfache Tätigkeiten dazu.

Viele Menschen hatten schon vor Corona den Entschluss gefasst, sich umzuorientieren. Dann kam Corona und mit der Krise der stagnierende Arbeitsmarkt. Auf einmal sind sie wirklich in ihrem Job gefangen, denn auch wenn der Job verhasst ist, so bietet er aktuell noch Sicherheit. Jeder neue Arbeitsplatz kommt mit einer Probezeit, der vereinfachten Kündigung und der Ungewissheit, ob das Geld dauerhaft reicht.

Doch ist nicht jede Veränderung ein Risiko, das genommen werden will? Es gibt Möglichkeiten, die aus der Falle heraushelfen.

Selbstständig machen: Was ist zu beachten?

Wie wäre es damit, endlich sein eigener Herr (oder seine eigene Frau) zu sein und die eigenen Träume zu verwirklichen? Je nach Berufsrichtung ist der Sprung in die Selbstständigkeit ein kleiner Hopser und die ersten Anforderungen bestehen aus wenigen Kreuzen im bürokratischen Papierdschungel. Gut geplant werden sollte dennoch:

-      Plan skizzieren – die neue Tätigkeit sollte zuerst einmal auf dem Papier in allen Einzelheiten skizziert werden. Hier kommt es nicht allein auf die Ausrichtung an, sondern auch darauf, was benötigt wird.

-      Welche Variante? – soll die Selbstständigkeit den Weg in die Businesswelt ebnen? In diesem Fall sind die Voraussetzungen oft höher, zumal ein Businessplan vorliegen sollte, um Geldgeber zu gewinnen. Oder heißt der Ausbruch aus der Falle, dass nun endlich das gemacht werden soll, worin man selbst gut ist und wofür man brennt? Diese Ideen sind oft einfacher zu verwirklichen, jedoch wird auf diese Weise oft kein Unternehmen aufgebaut, welches auch ohne Zutun des Inhabers Geld verdient.

-      Finanzierung – ohne Geld lässt sich die beste Unternehmensidee nichtumsetzen. Aus diesem Grund ist es wichtig, den eigenen Finanzbedarf vorher zu kennen und entsprechende Geldquellen auszumachen. Glücklicherweise fördert der Staat angehende Unternehmer über die KfW.

Eine wichtige Überlegung versteckt sind im persönlichen Umfeld des eventuell bald Selbstständigen. Singles und Alleinlebende haben es grundsätzlich einfacher, da sie nur sich selbst gegenüber verpflichtet sind und keine Familie zu ernähren haben.

Praktische Überlegungen

Reifen die Ideen und sind die ersten Steine vom Pfad ins Glück beseitigt, so geht es auch in die praktischen Überlegungen. Selbstständige haben viel zu berücksichtigen:

-      Geschäftskonto – die geschäftlichen Einnahmen sollten strikt von privaten Ein- und Ausgaben getrennt werden. Ein Geschäftskonto ist meist die Voraussetzung der Banken. Hier gilt es aber, die Konten gut miteinander zu vergleichen und genau hinzuschauen, wie die Abrechnung geregelt ist. Auch gebührenfreie Konten kosten, teilweise schon ab der ersten Kontenbewegung. Zugleich sollte das Konto an moderne Anforderungen gepasst sein. So bietet beispielsweise das Geschäftskonto für Freiberufler von Penta Schnittstellen zu Buchhaltungsprogrammen und versetzt den Kontoinhaber in die Lage, jede Buchung gleich mit einem Beleg auszustatten. Dies erleichtert die Buchhaltung später enorm.

-      Arbeitsstätte – muss eine Arbeitsstätte angemietet werden oder kann die Tätigkeit von daheim aus ausgeübt werden? Die eventuelle Miete schröpft die Finanzen, doch für ein Business mit Kundenkontakt ist eine gute Adresse wichtig.

-      Anschaffungen – welche Anschaffungen sind für die Selbstständigkeit notwendig? Es rät sich selbst bei einem Homeoffice, den beruflichen Teil vom privaten zu trennen. Das gilt auch für die Anschaffung neuer Hardware. Ein Zweitgerät in der Hinterhand ist notwendig, denn die Arbeit ruht nicht, wenn der Computer ausfällt.

Zu den praktischen Überlegungen zählt ebenfalls, wie das eigene Geschäft Kunden akquirieren kann. Es spielt keine Rolle, ob man sich als Allround-Handwerker selbstständig macht, ein Nagelstudio eröffnet oder daheim lektoriert oder Cover designt. Es sollte sich schon im Voraus überlegt werden, wer eigentlich die Zielgruppe ist und wie diese erreicht werden kann.

Ohne Geld läuft nichts. Der Staat fördert Unternehmensgründer auch während der Corona-Krise.

 

Fazit – ausbrechen heißt, zu springen

Wenn sich der eigene Job anfühlt, wie die kalten Wände eines mittelalterlichen Verlieses, ist es höchste Zeit, auszubrechen. Ins Ungewisse zu springen ist oft die beste Option und diese darf auch die Selbstständigkeit bedeuten. Letztendlich ist kein Neuanfang absolut sicher, deshalb ist auch die Corona-Krise kein echtes Hindernis. Das Scheitern ist selbst unter den besten Voraussetzungen möglich, allerdings können Gescheiterte von sich behaupten, es zumindest probiert zu haben. Wer es nie wagt, sich ins Ungewisse zu stürzen, der wird stets im gefühlten Gefängnis hocken und sich fragen, wie es denn wäre, wenn …

 

@ ad-hoc-news.de