Gebäudetyp, Gesetzentwurf

Gebäudetyp E: Gesetzentwurf bleibt wegen Streit in der Koalition aus

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 07:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Justiz- und Wirtschaftsministerium finden bislang keinen gemeinsamen Rechtsrahmen; wann ein Entwurf vorliegt, ist weiterhin unklar.

Gebäudetyp E: Gesetzentwurf verzögert sich wegen Ressortstreit
Rohbau eines modernen Gebäudes mit unfertigen Betonwänden und natürlichem Lichteinfall durch Fensteröffnungen. Illustration mit AI erstellt.

Die Bundesregierung hat ihren angekündigten Gesetzentwurf zum sogenannten Gebäudetyp E bislang nicht vorgelegt. Eigentlich hatte Justizministerin Hubig (SPD) die Präsentation der Initiative, die das Bauen durch niedrigere Standards rechtssicher erleichtern und verbilligen soll, bis Ende Juli 2026 in Aussicht gestellt.

Diese Frist ist inzwischen verstrichen. Die Neuregelung lässt weiter auf sich warten, wie aus einem Bericht von tagesschau.de vom 12. Oktober 2026 hervorgeht.

Uneinigkeit zwischen Justiz- und Wirtschaftsressort

Ursache für die Verzögerung ist eine interne Blockade innerhalb der Regierungskoalition. Dem Bericht zufolge herrscht zwischen dem SPD-geführten Justizministerium und dem CDU-geführten Wirtschaftsministerium Uneinigkeit über die konkrete Ausgestaltung des Gesetzes.

Justizministeriumssprecher Hosemann erklärte dazu, dass sich das Vorhaben gegenwärtig noch in der internen Frühkoordinierung befinde. Zwischen den beteiligten Ressorts gebe es dabei sehr verschiedene Auffassungen. Auch Bundesbauministerin Hubertz (SPD) räumte die Verzögerung beim Gebäudetyp E inzwischen ein.

Anzeige

Der angekündigte Gesetzentwurf zum Gebäudetyp E liegt weiter auf Eis — zwischen Justiz- und Wirtschaftsressort gibt es bislang keine Einigung. Für Bauherren und Investoren bedeutet das vor allem eines: fehlende Planungssicherheit. Unser kostenloser Leitfaden ordnet den Stand ein und zeigt, welche Spielräume bei reduzierten Komfortstandards schon heute bestehen. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern

Das Ziel des Gesetzesvorhabens besteht darin, das Bauen durch ein Abweichen von kostenintensiven Komfortstandards zu vereinfachen, ohne dabei Abstriche bei der Sicherheit machen zu müssen. Über den genauen rechtlichen Rahmen können sich die Ministerien bislang jedoch nicht einigen.

Bundesländer fordern rasche Beschlüsse

Angesichts des Stillstands auf Bundesebene wächst der Druck aus den Ländern. Auf der Bauministerkonferenz in Berlin hatte Nordrhein-Westfalens Bauministerin Scharrenbach (CDU) bereits im September 2026 mehr Tempo bei der Umsetzung des Gebäudetyps E gefordert.

Anzeige

Steigende Baukosten entstehen oft nicht durch die Bauart, sondern durch überzogene Komfortstandards. Der Gebäudetyp E soll genau dort ansetzen — doch die politische Einigung lässt auf sich warten. Unsere Checkliste zeigt konkret, wo sich Kosten senken lassen, ohne bei der Sicherheit Abstriche zu machen. Kostenlose Kostensenkungs-Checkliste sichern

Aus Sicht der Landesministerien ist eine schnelle gesetzliche Klarstellung notwendig, um Bauherren und Kommunen Planungssicherheit zu geben und die Bauaktivitäten wieder anzukurbeln. Wann sich Justiz- und Wirtschaftsministerium auf einen gemeinsamen Entwurf einigen können, bleibt vorerst offen.

Teile dieses Beitrags beruhen auf Recherchen von tagesschau.de.

Disclaimer...

de | wirtschaft | 70295883 |