FortiBleed-Angriff, Firewalls

FortiBleed-Angriff: 80.000 Firewalls weltweit kompromittiert

06.07.2026 - 11:10:32 | boerse-global.de

Russische Hacker erbeuten Zugangsdaten tausender britischer Regierungsbeamter. Die Daten werden bereits im Darknet für bis zu 60.000 Dollar angeboten.

FortiBleed-Angriff: Britische Regierungsdaten im Darknet gehandelt
FortiBleed-Angriff - Eine Person im Kapuzenpulli tippt auf einem Laptop, umgeben von leuchtendem Code und Datenströmen, vor einer verschwommenen britischen Flagge. 06.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Eine groß angelegte Cyber-Operation russischer Hacker hat tausende britische Regierungsbeamte und Angestellte im öffentlichen Dienst getroffen. E-Mail-Konten und Login-Informationen aus dem Außenministerium und mehreren Kommunalverwaltungen sind kompromittiert. Der Angriff trägt den Namen „FortiBleed“ und nutzt Sicherheitslücken in der Netzinfrastruktur aus.

Weltweit 80.000 Firewalls betroffen

Die Angreifer nutzen eine Schwachstelle in Firewalls des Herstellers Fortinet. Weltweit sind über 80.000 dieser Geräte betroffen. In Großbritannien führte das zu einem massiven Datenabfluss. Neben dem Außenministerium traf es auch die Botschaften in Thailand und Mauritius. Auf lokaler Ebene verloren Beamte aus Derbyshire und Waltham Forest ihre Zugangsdaten.

Doch der Angriff beschränkt sich nicht auf die Regierung. In den gestohlenen Datensätzen finden sich auch Informationen zum staatlichen Gesundheitsdienst NHS, zu Energieversorgern und Arzneimittellieferanten. Bisher gibt es keine Belege für eine direkte Beteiligung russischer Behörden. Experten stufen die Täter derzeit als Cyberkriminelle ein.

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Datenhandel im Darknet

Die erbeuteten Daten werden bereits auf Plattformen im Darknet angeboten. Für die Zugangsdaten verlangen die Hacker bis zu 60.000 US-Dollar. Das nationale Cybersicherheitszentrum (NCSC) warnte vor einer erhöhten Gefahr durch Brute-Force-Angriffe. Dabei versuchen automatisierte Systeme, Passwörter systematisch zu erraten.

Das NCSC empfahl allen betroffenen Institutionen eine sofortige Passwortänderung. Zudem soll die Multi-Faktor-Authentifizierung konsequent implementiert werden. Die Leitung des Geheimdienstes GCHQ forderte eine verstärkte internationale Zusammenarbeit. Marktexperten betonen: Die Kompromittierung der Firewalls stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die gesamte digitale Infrastruktur der betroffenen Organisationen dar.

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