Fachkräfte-Mangel, Elektriker-Stellen

Fachkräfte-Mangel: 1.600 Elektriker-Stellen in Niedersachsen offen

02.07.2026 - 18:35:19 | boerse-global.de

Siemens baut Produktion für KI-Infrastruktur aus und schafft 700 Stellen. Branche kämpft mit hohem Fachkräftemangel in der Elektrotechnik.

Siemens investiert 300 Mio. Euro in Fertigung für KI-Rechenzentren
Fachkräfte-Mangel - Ein Elektriker arbeitet präzise an komplexen Kabeln in einem modernen Schaltschrank. Im Hintergrund sind angedeutete Rechenzentren und erneuerbare Energien zu sehen. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Siemens investiert 300 Millionen Euro

Der Siemens-Konzern baut seine Fertigung massiv aus. Insgesamt 300 Millionen Euro fließen in die Standorte Frankfurt und Offenbach. Das Geld ist für die Produktion von Schaltanlagen bestimmt – speziell für Rechenzentren.

Der Grund: Weltweit steigt der Bedarf an Rechenleistung für Künstliche Intelligenz. Siemens schafft deshalb rund 700 neue Arbeitsplätze. Die Stellen entstehen in der Produktion technischer Infrastruktur für moderne IT-Großanlagen.

Regionaler Bedarf bleibt hoch

In Niedersachsen sind aktuell über 1.600 Elektriker- und Elektroniker-Stellen ausgeschrieben. Die meisten Angebote gibt es in Hannover, Braunschweig und Osnabrück. Schwerpunkte sind Elektroinstallation, Photovoltaik und Schaltschrankbau.

Auch im Allgäu suchen Unternehmen händeringend Personal. Über 50 offene Positionen für Elektroniker sind dort registriert. Gefragt sind sowohl Betriebstechnik als auch Automatisierungstechnik. Die Bandbreite reicht von der Instandhaltung bis zur spezialisierten Umwelttechnik.

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Meisterstipendien locken Nachwuchs

Die Branche setzt auf Qualifizierung. Der Verein Elektromarken e.V. hat zehn Meisterstipendien ausgeschrieben. Jedes ist mit 7.000 Euro dotiert. Bewerben können sich Gesellen, die bereits ihre Meisterausbildung begonnen haben. Fristende ist Ende September, die Vergabe erfolgt Ende November in Frankfurt.

Die Gehälter variieren stark. In der Textil-Service-Branche liegen Jahresgehälter für technische Mitarbeiter zwischen 40.000 und 50.000 Euro. Im Bergbau, etwa bei K+S, gilt Tarifvertrag. Dazu gibt es bis zu 33 Urlaubstage für Arbeiten unter Tage.

Vom Handwerk bis zur Cloud

Die Anforderungsprofile sind vielfältig. Dienstleister wie Dussmann suchen Personal für haustechnische Anlagen und Wartung nach DIN-VDE-Normen. Industrieunternehmen wie K+S brauchen Spezialisten für Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.

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Immer gefragter: die Schnittstelle zur IT. Unternehmen suchen DevOps-Spezialisten für Cloud-Infrastrukturen und Systemadministratoren. Diese Jobs kombinieren klassisches Elektrowissen mit Softwareentwicklung und Netzwerktechnik.

Neben der abgeschlossenen Ausbildung sind oft Zusatzqualifikationen gefragt – etwa SPS-Steuerung oder Fehlerdiagnose. Viele Arbeitgeber locken mit unbefristeten Verträgen, flexiblen Arbeitszeiten oder Fahrradleasing. Der Wettbewerb um Fachkräfte ist hart.

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