Euro-Office, Europäische

Euro-Office startet am 9. Juni: Europäische Office-Suite ohne US-Konzerne

31.05.2026 - 22:48:09 | boerse-global.de

Euro-Office startet als europäische Cloud-Office-Suite. Eine Studie zeigt: Deutsche Firmen hinken bei KI-gestützter Digitalisierung hinterher.

Euro-Office startet am 9. Juni: Europäische Office-Suite ohne US-Konzerne - Foto: über boerse-global.de
Euro-Office startet am 9. Juni: Europäische Office-Suite ohne US-Konzerne - Foto: über boerse-global.de

Deutsche Unternehmen stehen vor einem digitalen Wandel – neue Tools versprechen Effizienz, doch die Umsetzung hinkt hinterher.

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Euro-Office: Europäische Alternative zu Microsoft und Google

Am 9. Juni 2026 startet eine vielversprechende Open-Source-Office-Suite in die produktive Nutzung. Euro-Office, ein Ableger von ONLYOFFICE unter der AGPLv3-Lizenz, wird von einem starken Konsortium getragen. Zu den Partnern zählen Nextcloud, IONOS, Eurostack, XWiki und OpenProject.

Die Plattform ist direkt in Nextcloud Hub 26 Spring integriert und unterstützt alle gängigen Formate wie DOCX, PPTX, XLSX und ODT. IONOS plant noch in diesem Jahr eine verwaltete Version. Für das vierte Quartal 2026 sind zudem Integrationen mit XWiki und der Office.eu-Domain angekündigt. Das Besondere: Die Daten bleiben auf europäischen Servern – ein klares Statement in Zeiten wachsender Datenschutzbedenken.

Deutsche Finanzabteilungen: Digitalisierung stockt

Während die Technologie voranschreitet, tun sich viele Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz schwer mit der digitalen Transformation. Eine aktuelle Studie der WHU und PwC, veröffentlicht am heutigen Sonntag, zeigt: Von 207 befragten Firmen nutzen weniger als die Hälfte KI für automatische Datenkommentare.

Die größten Hürden? Budgetknappheit und fehlendes Fachwissen. Zwar gilt die Digitalisierung als prioritär, doch fortschrittliche Technologien wie Predictive Analytics oder Process Mining bleiben die Ausnahme. Größere Konzerne sind hier klar im Vorteil – sie treiben den Wandel mit deutlich ambitionierteren Strategien voran als der Mittelstand.

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Steuerbehörden setzen auf KI – mit klaren Grenzen

Das Bundesfinanzministerium (BMF) treibt die Modernisierung der Steuerverwaltung voran. Ein Entwurf zum Jahressteuergesetz 2026 erlaubt den Behörden künftig, KI-Systeme mit echten Bürgern zu trainieren. Die Datenschutzauflagen sind streng: Trainingsdaten müssen nach maximal einem Jahr gelöscht werden.

Wichtig: Die Entscheidungsgewalt bleibt beim Menschen. KI dient lediglich als unterstützendes Werkzeug. Positiv für Unternehmen: Die steuerliche Forschungsförderung soll von 15 auf 25 Millionen Euro pro Jahr steigen.

Bereits seit dem 1. Januar 2026 läuft ein weiterer Automatisierungsschritt: Sozialämter übermitteln Schwerbehindertendaten (GdB) elektronisch an die Finanzämter. Papierdokumente gehören damit der Vergangenheit an – sofern der Steuerzahler seine ID-Nummer und Einwilligung gegeben hat.

Spesenabrechnung: Digital und günstig

Im täglichen Büroalltag setzen sich spezialisierte Lösungen für die Reisekostenabrechnung durch. Anbieter wie Pleo bieten digitale Belegerfassung und Schnittstellen zu über 20 Buchhaltungssystemen. Das Prinzip: Guthabenbasierte Karten ermöglichen Echtzeit-Tracking und automatische Belegsammlung – ab rund vier Euro monatlich.

Doch Vorsicht bei KI-gestützten Steuer-Tools: Branchenexperten warnen vor übertriebenen Erwartungen. Zwar können KI-Systeme Fachbegriffe erklären oder Checklisten erstellen, für komplexe steuerliche Bewertungen sind sie jedoch ungeeignet. Die Finanzämter nutzen ihrerseits KI, um Unstimmigkeiten in digitalen Steuererklärungen aufzuspüren. Datenschutzbeschränkungen verhindern zudem eine vollständige Dokumentenanalyse durch KI – ein Balanceakt zwischen Effizienz und Sicherheit.

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