Erste Hilfe: NRW macht Reanimation ab Klasse 7 zum Pflichtfach
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 12:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Einsatzkräfte reanimierten den Mann über 30 Minuten lang, bis sein Kreislauf stabil war. Anschließend kam er ins Krankenhaus.
Der Vorfall lenkt den Blick auf ein drängendes Thema: Immer mehr Initiativen wollen die Erste-Hilfe-Ausbildung in Deutschland verbessern.
NRW führt Pflichtunterricht ein
Ab dem kommenden Schuljahr wird Laienreanimation in Nordrhein-Westfalen zum Pflichtfach. Schüler ab der siebten Klasse lernen dann, in Notfällen richtig zu handeln. Am Gymnasium Goch lief bereits eine entsprechende Schulung für die Jahrgangsstufe 7.
Auch in Österreich wächst das Engagement: Das Jugendrotkreuz in Oberösterreich stellte im Schuljahr 2025/26 insgesamt 1.217 Rettungsschwimmabzeichen aus. Bis Juli 2026 stieg die Zahl auf 1.341.
Kurse für jeden Bedarf
Hilfsorganisationen bieten ein breites Spektrum an Ausbildungen an – für Privatleute, Führerscheinbewerber und betriebliche Ersthelfer.
Malteser: In Osnabrück gibt es einen eintägigen Erste-Hilfe-Kurs mit neun Unterrichtseinheiten für 65 Euro. Termin ist der 20. Mai 2027. Die Inhalte: Reanimation, Verbände anlegen und die Rettungskette.
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DRK: Der Kreisverband Grafschaft Bentheim führt Kurse in Nordhorn, Bad Bentheim und Schüttorf durch. Die Teilnahme kostet 55,55 Euro.
Betriebliche Ersthelfer bekommen die Kosten oft von der Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse erstattet.
Organisationen suchen Verstärkung
Um die flächendeckende Ausbildung zu sichern, brauchen die Hilfsorganisationen mehr Personal. Der DRK-Kreisverband Riesa sucht ab 1. Oktober 2026 eine Lehrkraft für Erste-Hilfe-Ausbildung in Teilzeit.
Auch die Ausbildung der Ausbilder selbst läuft: Die Johanniter bieten in Münster, Stuttgart und Leipzig Module für angehende Erste-Hilfe-Ausbilder an.
Neben der Unfallhilfe wächst auch die Betreuung: Im Malteser-Zentrum Emsdetten schlossen acht Teilnehmerinnen eine Ausbildung zur Betreuungsassistentin ab. Ein Kurs für Schwesternhelferinnen folgt im April.
Seniorenprojekt und Verkehrssicherheit
In Kaufbeuren planen die Malteser einen kostenfreien E-Rikscha-Fahrdienst für Senioren. Das Projekt wird am 30. Juli im Pfarrsaal St. Ulrich vorgestellt – freiwillige Fahrer werden noch gesucht.
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Derweil sorgt ein tödlicher Unfall in Köln für Diskussionen. Ein 35-jähriger Motorradfahrer war am 3. Juli nach dem Überfahren eines Bordsteins gegen einen Baum geprallt. Bereits Ende Juni gab es an derselben Stelle einen Sturz. Eine Unfallkommission prüft nun, ob die Gefahrenquelle beseitigt werden muss.
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