Ergonomie 2026: Ultrawide-Monitore und Gaming-Stühle für Büros
28.06.2026 - 04:31:08 | boerse-global.de
Führende Technologieunternehmen und Institutionen haben neue Lösungen für die Schnittstelle zwischen Gesundheitsschutz und Produktivität vorgestellt. Die Entwicklungen reichen von spezieller Hardware über flexible Arbeitszeitmodelle bis zu verschärften Sicherheitsvorschriften.
Hardware-Innovationen für ermüdungsfreies Arbeiten
Am 26. Juni präsentierte ein Hersteller zwei neue Ultrawide-Monitore der FlexScan-Serie. Das Modell EV3851X bietet 37,5 Zoll mit 3840 x 1600 Pixeln, das EV3451X kommt auf 34,1 Zoll mit 3440 x 1440 Pixeln. Beide Geräte integrieren einen KVM-Switch und eine USB-C-Stromversorgung mit 94 Watt.
Die Hersteller gewähren sieben Jahre Garantie und betonen die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards wie ENERGY STAR und TCO Generation 10. Das größere Modell ist bereits verfügbar, der 34,1-Zoll-Monitor soll im Herbst 2026 ausgeliefert werden.
Auch bei Sitzmöbeln gibt es Neuerungen: Ein kabelloser Gaming-Stuhl nutzt reaktive Beleuchtung, die auf Spielgeschehnisse reagiert. Zur ergonomischen Ausstattung gehören ein Lendenbogen und Dual-Density-Kaltschaum. Die Energieversorgung erfolgt über USB-C, der Stuhl ermöglicht eine Neigung von bis zu 155 Grad. Die Markteinführung ist für August 2026 geplant.
Weniger Quadratmeter, mehr Flexibilität
Neben der technischen Ausstattung rücken räumliche Konzepte in den Fokus. Die BMW Foundation Herbert Quandt hat ihren Berliner Standort von 950 auf 600 Quadratmeter reduziert und in ein Innovationscenter umgewandelt. Das Konzept setzt auf Desk-Sharing, schallgeschützte Kabinen und optimiertes Akustik- und Lichtdesign.
Ein weiterer Trend betrifft die Arbeitszeitgestaltung. Unter dem Begriff „Chronoworking“ passen Unternehmen Arbeitszeiten an den individuellen Biorhythmus an. Eine Klinik in Bayern berücksichtigt diesen Ansatz bereits bei der Dienstplanung. Hintergrund sind Erkenntnisse aus einer japanischen Studie mit über 8.000 Büroangestellten: Sie belegt Produktivitätsverluste bei Spättypen, deren Arbeitszeiten nicht mit ihrem Chronotyp übereinstimmen.
Wer die neuen Ultrawide-Monitore und Gaming-Stühle fürs Büro richtig einsetzt, spart Fehlzeiten und steigert die Produktivität. Dieser Leitfaden liefert die passende Checkliste und zeigt, wie Sie Chronoworking-Modelle und die neue TRBS-1115-Pflicht umsetzen. Jetzt kostenlosen Praxis-Leitfaden anfordern
Mentale Gesundheit: Digitale Erschöpfung im Fokus
Experten warnen vor den Folgen ständiger Erreichbarkeit. Laut Präventologe Markus Kamps nutzen über 80 Prozent der Menschen in Deutschland stündlich ihr Smartphone. Die Folge: innere Unruhe und Konzentrationsstörungen. Als Gegenmaßnahme empfehlen Fachleute gezielte Bildschirm-Pausen und Schlafrituale.
Innovative Trainingsmethoden sollen die kognitive Leistungsfähigkeit fördern. Im zweiten Halbjahr 2026 finden in Leipzig, München und Hamburg Workshops zur sogenannten „Neuro-Jonglage“ statt. Sie kombinieren physische Übungen mit Erkenntnissen aus der Gehirnforschung.
Auch Haustiere am Arbeitsplatz werden als Stressfaktor diskutiert. Statistiken zeigen: Bis zu 29 Prozent der Beschäftigten in der EU leiden unter arbeitsbedingtem Stress. Umfragen zufolge geben 67 Prozent der Arbeitnehmer an, dass Haustiere am Arbeitsplatz den Stresspegel senken. 63 Prozent beobachten eine Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehungen.
Neue Pflicht: Cybersicherheit in Gefährdungsbeurteilungen
Seit der Aktualisierung der TRBS 1115 am 15. Januar 2026 ist die Einbeziehung der Cybersicherheit in Gefährdungsbeurteilungen verpflichtend. Laut Bitkom beläuft sich der Gesamtschaden durch Cyberattacken auf 289,2 Milliarden Euro – rund 73 Prozent der Unternehmen sind betroffen.
Seit Januar 2026 ist Cybersicherheit in Gefährdungsbeurteilungen Pflicht. Mit der richtigen EHS-Software und einem klaren Fahrplan vermeiden Sie Bußgelder und schützen Ihr Team. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie TRBS-1115-konform werden – inklusive Tool-Empfehlung. TRBS-1115-Fahrplan jetzt sichern
Zur Unterstützung des Risikomanagements wurde am 26. Juni 2026 eine neue Software für den Bereich Environment, Health and Safety (EHS) angekündigt. Das System soll ab August 2026 verfügbar sein und ermöglicht die Integration von Qualitätsmanagement und Training in einer Cloud-Umgebung.
In Nordrhein-Westfalen hat Arbeitsminister Karl-Josef Laumann eine Erklärung zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt abgegeben. Die Initiative will KI-Kompetenzen vermitteln und Arbeitsbedingungen durch verantwortungsvollen Technologieeinsatz verbessern. Vorgesehen ist unter anderem ein Programm für rund 370.000 Auszubildende.
