EM Stocks Review: Verschnaufpause in Asien
Veröffentlicht: 06.10.2006 um 14:07 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
Trotz der positiven Vorgaben aus den USA verhielten sich die Anleger in Asien heute zurückhaltend. Dazu trugen zum einen die zahlreichen Feiertage bei, aufgrund derer etwa die Börsen in Taiwan und Südkorea geschlossen blieben. Zum anderen mussten die Gewinne der vergangenen Tage erst einmal verdaut werden. Dementsprechend kamen vor allem der Technologie- und Exportsektor unter Druck. In diesen Bereichen hatte es gestern besonders üppige Zuwächse gegeben.
Insgesamt stützend wirkte der Rohstoffsektor. Hier wurde vor allem im Ölsektor zugekauft, nachdem sich die Rohölnotierungen zuletzt wieder deutlich erholt hatten. Es erscheint nun immer wahrscheinlicher, dass die OPEC-Länder so schnell wie möglich eine offizielle Drosselung ihrer Förderquoten beschließen wollen. Zudem stellte sich heraus, dass verschiedene Mitgliedsländer bereits die Produktion zurückgefahren haben.
In Japan gab der Nikkei 225 moderate 0,08 Prozent auf 16.436 Punkte ab, während sich der Topix leicht um 0,06 Prozent auf 1634 Zähler verbessern konnte. Die Titel des Exportsektors standen dabei tendenziell unter Druck, während der Rohstoffbereich stützte. So gewannen Nippon Steel 1,2 Prozent und Sumitomo Metal Mining 1,1 Prozent hinzu. Mitsui & Co stiegen um 3,2 Prozent. Zuvor war gemeldet worden, dass das Handelshaus bei einem großen Uran-Minenprojekt in Russland einsteigen wolle.
In Australien stieg der S&P/ASX 200 um 0,03 Prozent auf 5219 Stellen. Auch hier waren es die Rohstofftitel, die für Aufschläge sorgten. So gewannen BHP Billiton 0,2 Prozent hinzu, Santos verbesserten sich um 1,4 Prozent und Woodside Petroleum um 0,96 Prozent. Dagegen entwickelte sich der Bankensektor schwach. Hier verloren etwa die Titel der ANZ Bank 0,47 Prozent. Telstra legten deutlich um 2,68 Prozent zu. Zwar hatte der Kommunikationskonzern seine mittelfristigen Gewinnprognosen reduziert; der Ausblick auf weitere Restrukturierungen und die Vorstellung des neuen 3G-Netzes ließen die Marktteilnehmer dennoch wieder zukaufen.
Auch in Hongkong gönnten sich die Marktteilnehmer eine Verschnaufpause. Hier verlor der Hang Seng Index marginale 4,28 auf 17.903 Zähler. Dabei wurden bei verschiedenen Schwergewichten Gewinne mitgenommen. So verloren China Mobile, die zuletzt stark gefragt gewesen waren, 1,2 Prozent; Sino Land verbilligten sich um 0,43 Prozent. Die Papiere von Kerry Properties rutschten um 5,08 Prozent ab, nachdem der Hauptaktionäre bekannt gegeben hatte, zusammen mit weiteren Investoren 50 Millionen Titel auf den Markt werfen zu wollen. Dagegen waren die Titel einiger „Nachzügler“ gefragt. So verbesserten sich Hutchison Whampoa um 0,87 Prozent und Cheung Kong um 0,47 Prozent.
Gerhard Heinrich
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