Stocks, Review

EM Stocks Review: Osteuropa – Verluste auf breiter Front

Veröffentlicht: 20.09.2006 um 18:35 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

An den osteuropäischen Börsen kam es heute ausnahmslos zu weiteren Verlusten. Auf dem tschechischen Aktienmarkt gab es am Nachmittag einen Aufwärtstrend, während Russland, Ungarn und Polen jeweils mehr als 1,4 % abgaben Der russische RTS Index setzte auch heute seinen Abwärtstrend fort, obgleich zum Nachmittag hin ein leichter Aufwärtstrend zu verzeichnen war. Der Index gab heute um 1,49 % gegenüber dem gestrigen Schluss auf 1.554,31 Punkte nach. Hart traf es hierbei die großen russischen Unternehmen. Gazprom rutschte um 2,18 % auf 10,76 USD ab, Norilsk Nickel verbilligte sich um 2,40 % auf 122 USD, LukOil gab um 2,09 % nach. Bei der Aktie des russischen Staatsunternehmens Rosneft kam es heute zu einem Plus von 4,67 % auf 8,06 USD. Die Surgutneftegaz hingegen rutschte um 3,6 % ab, die Sberbank um 0,48 %. Bei der Rostelekom kam es zu Zukäufen, die Aktie stieg um 0,21 % auf 4,81 USD, die Mobile Telesystems hingegen rutschte um weitere 2,06 % auf 7,15 USD ab. Der Stromproduzent UES verlor heute 1,52 % auf 0,776 USD während sich die Aktien von Severstal um 0,85 % verbilligten. Der Ölpreis hat heute weiter nachgegeben und notiert derzeit deutlich unter der Marke von 60 USD. Bei der Frage, ob die Aktien von Yukos aus dem Handel genommen werden sollten wurde heute offenbar noch keine Entscheidung getroffen, die Meldungen dazu waren gegensätzlich. Im Handel sackte die Aktie des Unternehmens heute um 25,37 % auf 0,50 USD ab. Die Inflation in Russland lag laut Aussage des Vorsitzenden der russischen Zentralbank bei 7,2 % und damit unter den 8,3 % der ersten acht Monate des Jahres 2005. Bis zum Ende des Jahres rechnet man mit einer Inflation zwischen 8,5 % und 9 %. In Prag hatte der Handel schwach begonnen, der Index stand zeitweise mit mehr als 1,5 % im Minus, um sich dann am Nachmittag auf einen Schlussstand von 1.445 Punkten hochzuarbeiten, ein Minus von 0,06 % gegenüber dem Vortag. Zulegen konnten die Aktien der Zentiva, hier ging es um 1,94 % auf 1.316 Kronen, bei Unipetrol reichte es zu einem Plus von 1,18 % auf 188,55 Kronen und bei der Telefonica O2 ging es um 2,12 % rauf auf 486,80 Kronen. Die Banken fuhren Verluste ein, so gab die Erste Bank um 0,59 % auf 1.337 Kronen nach, die Komercni Banka rutschte um 1,01 % auf 3.322 Kronen ab. Der Stromkonzern CEZ verlor heute im Handel 1,05 % auf 784,80 Kronen. Die Proteste gegen den ungarischen Präsidenten gingen auch in der vergangenen Nacht weiter. Die Börse reagierte entsprechend mit herben Verlusten. Der BUX Index rutschte um 2,24 % auf 22.153 Punkte ab. Bis auf die Borsodchem verloren alle Unternehmen. Die Borsodchem konnte sich um 2,4 % auf 2.935 Forint verbessern. Das Handelsvolumen war heute mit mehr als 32 Mrd. Forint überdurchschnittlich hoch. Heftige Abverkäufe gab es bei der OTP Bank, die um 2,8 % auf 6.690 Forint nachgab und bei der MOL, die sogar um 4,0 % auf 20.150 Forint nachgab. Die Magyar Telekom verlor vergleichsweise geringe 0,8 % auf 894 Forint, der Pharmakonzern Richter Gedeon verbilligte sich um 1,4 % auf 46.550 Forint. Auch die polnische Börse wurde durch die Vorkommnisse in Ungarn in Mitleidenschaft gezogen. Die Agora Mediengruppe, die heute große Einsparungen bekannt gab, konnte noch um 0,03 % auf 30,51 Zloty steigen, der Kupfer- und Silberproduzent KGHM war mit einem Minus von 5,31 % auf 97,25 Zloty der Verlierer des Tages. Die PKN Orlen ging mit einem Verlust von 0,4 % bei 49,30 Zloty aus dem Handel, das Ölunternehmen Lotos verlor 3,47 % auf 48,14 Zloty. Beim Softwareprogrammierer Prokom ging es um 0,74 % auf 134,90 Zloty, die Telekomgesellschaft TPSA rutschte um 1,23 % auf 20,84 Zloty ab. Claudius Strehlau P.S. Lesen Sie weitere aktuelle Nachrichten zu den Emerging Markets auf www.EMFIS.com

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wirtschaft | 8756066 |