Stocks, Review

EM Stocks Review: Osteuropa – Russlands Börse bricht weiter

Veröffentlicht: 25.09.2006 um 20:23 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Heute kam es an der russischen Börse zu erheblichen Verlusten. In Ungarn passierte wenig und die tschechische Börse gab nach. Einzig Polen konnte heute zulegen, selten aber wahr. Der russische RTS Index brach heute um 3,48 % auf 1.452,54 Punkte ein, der tiefste Stand seit dem 29. Juni dieses Jahres. Dabei waren es weniger äußere Einflüsse, die die Anleger zum Verkaufen veranlassten als vielmehr die Angst, dass der Index weiter einbrechen könnte, was durch die Verkäufe wiederum forciert wurde. Weiterhin ist der sinkende Ölpreis in Russland eine nicht zu vernachlässigende Größte, viele der am RTS Index gelisteten Unternehmen sind in der Öl- und Gasbranche tätig. Bereits am Freitag gab der Index ganz erheblich nach, was auf das Auslaufen verschiedener Optionen zurückzuführen ist. Die russischen Analysten sehen derweil ein Korrekturpotential bis 1.450 Punkte, diese Marke ist aber nun nahezu erreicht. Wird in den nächsten Tag der Index diese Marke unterschreiten, dann könnte der Weg für eine Korrektur auf bis zu 1.230 Punkte frei werden. Diesen Stand hatte der Index am 13. Juni erreicht und kletterte danach innerhalb von zwei Wochen um mehr als 20 % auf 1.550 Punkte. Der Gasmonopolist Gazprom gab heute um 3,34 % auf 9,84 USD nach, die LukOil verzeichnete ein Minus von 4,84 % auf 71,10 USD, Rosneft verbilligte sich um 2,19 % auf 7,60 USD, die Tatneft gab um 6,28 % auf 4,03 USD nach und die Surgutneftegaz rutschte um 3,62 % auf 1,20 USD ab. Bei den Telekomwerten konnte die Rostelekom um 2,08 % auf 4,90 USD zulegen, die Mobile Telesystems hingegen verlor 4,38 % auf 6,55 USD. Bei der Severstal ging es heute um 2,54 % auf 11,50 USD nach unten, die Norislk Nickel gab um 3,86 % auf 112 USD nach und die Sberbank 4,05 % auf 2015 USD. Des Weiteren wurde heute bekannt, dass der Handelsüberschuss Russlands in den Monaten Januar bis August auf 99 Mrd. USD gestiegen ist, knapp 25 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Handel mit Ländern die nicht in der GUS sind hatte daran einen Anteil von 87,8 %. Das BIP Russlands stieg im August um 7 %. In Tschechien gab der PX Index heute um weitere 0,49 % auf 1.389,3 Punkte nach. Hier rutschte die CEZ um weitere 2,12 % auf 742,20 Kronen ab. Die CEZ hat weiterhin mit der Absicht der Regierung, weitere Aktien zu verkaufen, zu kämpfen. Zwei Drittel des heutigen Handelsvolumens entfiel auf die CEZ. Die Erste Bank verlor heute 0,53 % auf 1.309 Kronen, die Komercni Banka konnte hingegen um 0,75 % auf 3.245 Kronen zulegen. Bei der Philip Morris CR ging es heute leichte 0,13 % auf 9.513 Kronen nach unten. Die Unipetrol konnte um 0,11 % auf 438 Kronen zulegen, beim Pharmaproduzenten ging es um 0,08 % auf 1.297 Kronen nach oben. Der Immobilienunternehmer Orco legte um 0,64 % auf 2.811 Kronen zu. In Polen konnte der Markt heute von der guten Entwicklung der europäischen Börsen und der Ruhe an der ungarischen Börse profitieren, das Handelsvolumen war alles andere als gut, mit 400 Mio. Zloty lag es auf dem tiefsten Stand seit August. Die politische Unsicherheit im Land ist ebenfalls Gift für den Markt. Der polnische WIG20 Index war heute der beste Performer unter den osteuropäischen Börsen mit einem Plus von 0,85 % auf 2.939,04 Punkte. Bei den Einzelwerten zeichnete sich ebenfalls ein positives Bild ab. So konnte die Agora Mediengruppe um 1,44 % auf 30,32 Zloty zulegen, der Kupfer- und Silberproduzent KGHM stieg leicht um 0,25 % auf 98,75 Zloty. Beim Softwareprogrammierer Prokom ging es um 1,28 % auf 134 Zloty nach oben, der Telekomkonzern TPSA legte um 0,95 % auf 20,19 Zloty zu. Nach unten ging es bei den Ölwerten, die Lotos verbilligte sich um 1,94 % auf 45,60 Zloty, die PKN Orlen gab um 0,31 % auf 48,35 Zloty nach. Claudius Strehlau P.S. Lesen Sie weitere Nachrichten zu den Emerging Markets auf www.EMFIS.com

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wirtschaft | 8816873 |