EM Stocks Review: Osteuropa – Russland kann sich leicht beha
Veröffentlicht: 19.09.2006 um 18:36 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
Die Börsen in Osteuropa verzeichneten heute Verluste, einzig der russische RTS Index konnte mit einem leichten Zugewinn aus dem Handel gehen.
Der russische RTS Index konnte heute um 0,68 % auf 1.577,85 Punkte steigen und bewegt sich damit um knapp 100 Punkte unter seinen Jahreshöchststand. Bescheiden fielen die Gewinne bei Gazprom, die Aktien stiegen leicht um 0,09 % auf 11 USD. Bei der LukOil kam es zu einem Zuwachs von 1,9 % auf 81,20 USD, die Rosneft legte leicht um 0,39 % auf 7,70 USD zu. Die Surgutneftegaz verzeichnete ein Plus von 2,62 % auf 1,33 USD. Die Unternehmen profitierten heute vom leicht gestiegen Ölpreis. Bei den Telekomwerten zeichnete sich ein gegensätzliches Bild. Die Rostelekom gab um 1,03 % auf 4,80 USD nach, während die Mobile Telesystems um 1,39 % auf 7,30 USD zulegen konnte. Auf einer Konferenz zum Thema Telekommunikation sagte der Präsident der MTS, dass die russischen Mobilfunkunternehmen bis zu 12 Mrd. USD in die Expansion in der GUS investieren könnten.
Beim Stahlunternehmen Severstal ging es heute um 0,09 % auf 11,70 USD nach oben. Die Sberbank blieb unverändert bei 2.100 USD. Der Stromkonzern UES verzeichnete ein leichtes Plus von 0,13 % auf 0,78 USD und beim Minenbetreiber Norislk Nickel ging es trotz fallender Rohstoffpreise um 1,63 % auf 125.00 USD nach oben.
In Tschechien rutschte der Aktienindex PX heute um 1,03 % auf 1.445,9 Punkte ab. Die Einzelwerte hatten durchweg Verluste zu beklagen. Das Stromunternehmen CEZ gab heute um 1,54 % auf 793,10 Kronen nach. Die Aktien der Unipetrol verbilligten sich um 2,10 % auf 186,35 Kronen. Die Telefonica O2 CR verbilligte sich um 1,47 % auf 476,70 Kronen. Bei den Banken gab die Komercni Banka um 0,56 % auf 3.356 Kronen nach, die Erste Bank verlor 0,66 % auf 1.345 Kronen. Der Tabakkonzern Philip Morris CR rutschte um ebenfalls 0,66 % auf 9.470 USD ab.
In Budapest kommt es derzeit zu heftigen Protesten gegen den amtierenden Präsidenten. Dieser hatte zugegeben, vor seiner Wiederwahl im April gelogen zu haben. Die Ordnungskräfte waren von der Wucht der Proteste überrascht und reagierten hektisch unter anderem auch gegen die Besetzung der Zentrale des staatlichen Fernsehens. Präsident Gyurcsány sagte, dass er trotz der Proteste weiter im Amt bleiben werde und die begonnen Reformen fortsetzen werde. Die Regierungsopposition machte Gyurcsány direkt für die Ausschreitungen verantwortlich und fordert den Rücktritt des Präsidenten.
An der Börse schlug sich dies entsprechend nieder. Der BUX Index rutschte um 1,21 % auf 22.660 Punkte ab. Das Handelsvolumen lag bei 22,5 Mrd. Forint.
Die Zahl der Verlierer übertraf die Gewinner bei weitem. So ging der Pharmaproduzent Richter Gedeon unverändert aus dem Handel und schloss bei 47.200 Forint.
Die Magyar Telecom gab um 0,1 % auf 901 Forint nach, die Borsodchem verlor 0,5 % auf 2.865 Forint. Bei der OTP Bank kam es bei sehr hohem Handelsvolumen zu einem Einbruch von 1,7 % auf 6.880 Forint. Der Öl- und Gaskonzern MOL verbilligte sich sogar um 2,3 % auf 21.000 Forint.
In Polen kam es heute nach den gestrigen Zuwächsen zu Gewinnmitnahmen. Der WIG20 Index gab um 0,87 % auf 3.009,51 Punkte ab.
Die Agora Mediengruppe war heute mit einem Plus von 2,45 % der Gewinner des Tages, Schlussstand waren 30,50 Zloty. Der Kupfer- und Silberproduzent KGHM gab um 2,19 % auf 102,70 Zloty nach. Bei der PKN Orlen ging es um 0,30 % auf 49,50 Zloty nach oben, Lotos hingegen verlor 0,24 % auf 49,87 Zloty. Der Softwareprogrammierer Prokom blieb unverändert bei 135,90 Zloty, der Telekomkonzern TPSA gab um 0,24 % auf 21,10 Zloty nach.
Claudius Strehlau
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