Stocks, Review

EM Stocks Review: Osteuropa – Der Ausverkauf geht weiter

Veröffentlicht: 07.09.2006 um 17:46 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

An den osteuropäischen Börsen ist die gute Laune nun vollends verflogen. Die russische Börse und die Börse in Ungarn mussten heute heftige Abverkäufe und Gewinnmitnahmen einstecken. Der russische RTS Index rutschte heute unter die 1.600 Punktemarke. Vor allem bei Gazprom, der Sberbank, LukOil, Norilsk Nickel sowie der Surgutneftegaz machten sich Gewinnmitnahmen und die wachsende Gewissheit, dass der Ölpreis wohl nicht nur kurzzeitig sinkt, bemerkbar. So gab die UES um 4,54 % auf 0,747 USD nach, Gazprom um 2,65 % auf 11,00 USD und Norilsk Nickel um ganze 5,14 % auf 127,30 USD nach. Die Aktien von LukOil verbilligten sich um 2,4 % auf 81,50 USD. Die Mobile Telesystems gaben um 1,36 % auf 7,25 USD nach. Der russische Stahlriese präsentierte heute seine Zahlen, der Nettogewinn ging um 52,4 % zurück und die Anleger verkauften ihre Anteile, was in einem Minus von 4,08 % auf 11,75 USD resultierte. Die Surgutneftegaz verlor 3,55 % auf 1,36 USD, Tatneft gab um 6,04 % auf 4,82 USD nach. Der Preis für Ural-Öl ist heute am RTS Index auf ein Allzeittief gerutscht. Der September Futures stand heute zeitweise bei 63,89USD /Barrel. Des Weiteren veranstaltet der Stromversorger UES derzeit eine Road Show in New York, Stockholm und London. Das Unternehmen hofft damit die Zahl der Auslandsinvestoren um das Zwei- bis Dreifache erhöhen zu können. Die Road Show dauert noch bis zum 11. September. Der Prager PX Index gab heute um 0,51 % auf 1.451,8 Punkte nach und zeigte damit deutlich, dass die Aktien dort wesentlich weniger vom Ölpreis abhängig waren. Selbst die Aktien der Unipetrol verbilligten sich um nur 0,64 % auf 201,50 Kronen. Der Stromversorger CEZ gab um 0,62 % auf 822,50 Kronen nach, die Telefonica O2 CR verbilligte sich um 0,38 % auf 494,20 Kronen. Die Aktie der Philip Morris CR gab wieder stärker ab, um 1,01 % auf 9.201 Kronen. Verlierer des Tages war der Bauunternehmen Orco, der um 2,71 % auf 2.587 Kronen abrutschte. Die Komercni Banka konnte um 0,75 % auf 3.355 Kronen zulegen, während der Pharmakonzern Zentiva um 0,83 % auf 1.218 Kronen stieg. In Ungarn hatte der BUX Index heute den Boden unter den Füßen verloren. Der Index gab um 3,19 % (724,35 Punkte) auf 22.016 Punkte nach. Das Handelsvolumen war überdurchschnittlich hoch, was darauf schließen lässt, das hier vor allem Gewinnmitnahmen den Markt nach unten zogen, aber auch die schlechten Vorgaben aus den USA und Russland haben ihre Wirkung hier nicht verfehlt. Zulegen konnte heute noch der Softwareprogrammierer Graphisoft, mit einem Plus von 1,9 % auf 1.530 Forint profitiert die Aktie immer noch von der Ehrung durch die Erste Bank. Die Magyar Telekom verlor heute 2,3 % auf 879 Forint, das Öl- und Gasunternehmen MOL gab um 3,0 % auf 21.155 Forint nach und die OTP Bank verlor ganze 3,8 % auf 6.300 Forint. Am härtesten traf es den Pharmakonzern Richter Gedeon, die Aktie rutschte um 4,4 % auf 46.550 Punkte ab. Der polnische WIG20 Index hat sich heute wieder von seiner gewohnten Seite gezeigt und gab um 1,39 % auf 3.024,19 Punkte nach. Hier ließ, bedingt durch die gestrigen Gewinnmitnahmen, der Optimismus der Anleger nach, was wiederum zu weiteren Verkäfen führte. Die Agora Mediengruppe verbilligte sich hier um 2,35 % auf 29,50 Zloty, der Kupferproduzent KGHM gab um 2,21 % auf 114,90 Zlozy nach und die PKN Orlen verlor ganze 6,18 % auf 50,30 Zloty. Beim Softwareprogrammierer Prokom hielten sich die Verluste mit 0,37 % in überschaubaren Grenzen, die Aktie schloss bei 135,20 Zloty. Der Telefonkonzern TPSA konnte leicht um 0,24 % auf 21,10 Zloty zulegen. Claudius Strehlau PS. Lesen Sie weitere aktuelle Nachrichten zu den Emerging Markets auf www.EMFIS.com

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wirtschaft | 8577188 |