EM Stocks Review: Asien verhalten - Korea steigt gegen den T
Veröffentlicht: 12.10.2006 um 13:14 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich heute erneut eher schwach. Zuvor hatte es auch an der Wall Street Abschläge gegeben. In den USA ist das Protokoll der letzten Offenmarktausschuss-Sitzung veröffentlicht worden. Dabei warfen die Ausführungen der Notenbanker nicht unbedingt ein günstiges Licht auf die weitere Entwicklung der US-Konjunktur. Gleichzeitig gab es aber auch kaum Anhaltspunkte dafür, dass man sich dort dazu gezwungen sähe, den Leitzins auf absehbare Zeit wieder abzusenken.
Auch die Entwicklung der Öl- und Rohstoffnotierungen fand fortgesetzte Beachtung. Obwohl Rohöl am Vortag erneut abgerutscht war, fanden bei den Titel der entsprechenden Produzenten und Verarbeiter teilweise wieder Käufe statt. Robust entwickelte sich der Rohstoffsektor. So konnten sich insbesondere bei den Notierungen für Kupfer und Nickel wieder spürbar verbessern.
Weiter im Hinterkopf der Anleger dürfte die Nordkorea-Krise geblieben sein. Hier arbeitet der UN-Sicherheitsrat fieberhaft an einer Entscheidung über mögliche Strafmaßnahmen. Japan hat sich zuletzt für besonders harte Sanktionen ausgesprochen. Nordkorea wiederum hat gestern erklärt, sämtliche Strafen als „Kriegserklärung“ zu betrachten.
In Tokio gab der Nikkei 225 heute weitere 0,19 Prozent auf 13.368 Punkte ab. Zuvor hatte die Bank of Japan gemeldet, dass die Kreditvergabe in Japan im September lediglich um 1,6 Prozent gestiegen ist. Am Markt war mit einem Zuwachs von 2 Prozent gerechnet worden. Relativ schwach entwickelte sich der Telekom-Sektor, wo etwa KDDI 1,7 Prozent abgaben. Auch die Exportwerte, die noch gestern stark gefragt waren, gingen nach unten. So verloren etwa Canon 2,4 Prozent und Nikon 2,0 Prozent.
In Taiwan ging der TAIEX um 0,32 Prozent nach unten auf 6984 Zähler. Dabei rutschten High Tech Computer um weitere 4,31 Prozent ab, nachdem der Handy-Auftragshersteller jüngst die Umsatzerwartungen am Markt enttäuscht hat. Cathay Financial schlossen nach Zahlen unverändert bei 65.80 NT$, während Fubon Financial um 3,34 Prozent abrutschten. Acer und Quanta Computer stiegen nach den Umsatzdaten vom September um jeweils 0,52 Prozent und 1,52 Prozent.
Dagegen konnte sich der Markt in Südkorea nach den Abverkäufen der letzten Tage auf breiter Front erholen. Dies brachte den Kospi um 0,47 Prozent nach oben auf 1331 Punkte. Dabei legten Hynix Semiconductor um 1,85 Prozent zu, Hyundai Engineering and Construction zogen sogar um 4,31 Prozent an. Die Titel von Korean Air profitierten von den gefallenen Ölnotierungen und stiegen um 3,72 Prozent. Samsung Electronics verloren dagegen entgegen diesem Trend 0,63 Prozent.
In Hongkong wiederum konnte sich der Hang Seng Index um marginale 10,3 auf 17.873 Stellen verbessern. Dabei waren die Titel der großen China-Banken im Zuge des bevorstehenden Börsengangs der Industrial & Commercial Bank of China weiter gefragt. So stiegen China Construction Bank um weitere 2,3 Prozent und Bank of China um 1,5 Prozent. Jiangxi Copper legten angesichts gestiegener Kupferpreise um 2,5 Prozent zu. Die Titel von Sinopec verbesserten sich um 2 Prozent. Hier belebten die gefallenen Ölnotierungen die Hoffnung, dass sich die Margen im Raffineriegeschäft verbessern könnten.
In Indien verlor der BSE 30-Index 2 auf 12.364 Punkte. Infosys Technologies konnten sich nach Zahlen um 0,5 Prozent verbessern. Die Titel von Wipro stiegen um 0,9 Prozent, da für den Konzern ebenfalls eine erfreuliche Ergebnisentwicklung erwartet wird. Die Papiere des Mobilfunkanbieters Bharti Airtel stiegen nach Veröffentlichung neuer Kundendaten um 1 Prozent.
Gerhard Heinrich
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