EM Stocks Review: Asien - LG.Philips +4,56 %
Veröffentlicht: 14.09.2006 um 13:25 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute insgesamt freundlich. Dabei profitierte die Region insbesondere von einem positiven weltwirtschaftlichen Ausblick des Internationalen Währungsfonds auf das laufende und das kommende Jahr. Die Organisation hatte zwar auf verschiedene globale Risiken hingewiesen, ihre Wachstumsprognosen aber jeweils um 0,2 Prozent erhöht.
Für die Region Asien ex Japan rechnet der IWF nunmehr in diesem Jahr mit einem Wachstum von 8,3 Prozent, während im April nur 7,9 Prozent in Aussicht gestellt worden waren. Die Prognose für China wurde von 9,5 auf 10 Prozent und für Indien von 7,3 auf 8,3 Prozent angehoben worden.
Auch die guten Vorgaben aus den USA stimulierten die Marktentwicklung. Hier hatte die Investmentbank Lehman Brothers überraschend gute Zahlen vorgelegt. Eine gewisse Stabilisierung bei den Ölpreisen sorgte ebenfalls für gute Laune. Diese hatte unabhängig von etwaigen Unwettern und internationalen Krisen stattgefunden und die Überzeugung gestützt, dass der weltweite Bedarf, und damit die Konjunkturentwicklung, doch nicht so angeschlagen sei, wie dies in den vergangenen Tagen verschiedentlich ventiliert worden ist. Grundsätzlich schien insbesondere für die Titel von Exportunternehmen und Technologiefirmen wieder ein gewisser Optimismus an den Markt zurückgekehrt zu sein.
Der japanische Nikkei 225 wies dabei mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 15.942 Zähler klar nach oben. Hier verbesserten sich Honda Motor um 2,7 Prozent und Toyota Motor um 1,1 Prozent. Sony legten um 1,4 Prozent und Canon um 1,37 Prozent zu. Die Titel des Ölförderers Inpex stiegen um 2,6 Prozent.
In Korea sprang der Kospi sogar um 1,92 Prozent nach oben auf 1358 Punkte. Dabei kam es in den jüngst zurückgebliebenen Sektoren zu teils massiven Eindeckungen. So schoben sich Samsung Electronics um 2,02 Prozent nach oben; LG.Philips LCD legten sogar um 4,56 Prozent zu. Besonders gefragt war der Schiffsbau-Sektor, nachdem die Regierung offenbar plant, die Branche mit finanziellen Zuwendungen zu unterstützen. Dies brachte Hanjin Shipping um 10,9 Prozent nach oben; Samsung Fire & Marine gewannen 3,35 Prozent hinzu.
Der Markt in Taiwan scherte dagegen deutlich nach unten aus; der TAIEX rutschte um 0,99 Prozent auf 6598 Punkte ab. Belastend wirkten sich insbesondere die Proteste gegen den amtierenden Präsidenten Chen Shui-Ban aus. Die Demonstrationen gegen den möglicherweise korrupten Amtinhaber setzten sich nun schon seit sechs Tagen fort. Dies brachte auch die bisherigen Favoriten der Marktteilnehmer unter Druck. So verloren Acer satte 5,26 Prozent; Advanced Semiconductor gaben 1,98 Prozent und United Microelectronics 0,28 Prozent ab. Taiwan Semiconductor konnten sich unverändert bei 58,40 NT$ behaupten. Foxconn zogen dagegen um 4,13 Prozent an, nachdem sich Analysten positiv zu den künftigen Umsätzen des Elektronikproduzenten geäußert hatten.
Auch in Hongkong blieb man im Vorfeld der Zahlenwerke von Sun Hung Kai Properties und PCCW eher vorsichtig. Der Hang Seng Index gab 0,2 Prozent auf 17.183 Stellen ab. Allerdings hatte sich der Index im asienweiten Vergleich zuletzt überdurchschnittlich gut entwickelt. Positiv schnitten Esprit Holdings ab. Die Titel der Modekette legten nach dem gestrigen Zahlenwerk um 4,81 Prozent zu. Li & Fung verloren dagegen 1,88 Prozent, nachdem der Textil-Großhändler eine Kapitalerhöhung angekündigt hatte. China Mobile verbilligten sich um 0,96 Prozent.
Gerhard Heinrich
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