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EM Stocks Review: Asien - Japan und Hongkong schwächer

Veröffentlicht: 25.09.2006 um 13:46 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die schwachen Wirtschaftsdaten, die in der vergangenen Woche aus den USA gekommen sind, lasteten auch heute noch teilweise auf den asiatischen Aktienmärkten. So hatten sich zuletzt in den Vereinigten Staaten sowohl der Immobilienmarkt als auch die Ausgaben der privaten Haushalte schlecht entwickelt. Zudem gehen dort die meisten Analysten davon aus, dass sich das Gewinnwachstum der 500 Unternehmen aus dem S&P Index im dritten Quartal auf 12,6 Prozent verringern werde. Einen gewissen Hoffnungsschimmer scheinen die Anleger dagegen in den Ölnotierungen zu sehen, die sich zur Zeit weiter im Sinkflug befinden. So fiel die Tagesbilanz gerade bei den asiatischen Export- und Technologiewerten, die in den vergangenen Wochen Federn lassen mussten, nicht eindeutig negativ aus. Vielmehr gab es, trotz der schlechten Vorgaben von der Nasdaq, zunehmend wieder Schnäppchenjäger, die das zurückgekommene Niveau zum Einstieg nutzten. Dagegen wurden heute vermehrt Papiere von Unternehmen verkauft, die von Investitions- und Infrastrukturausgaben profitieren sollten. Auch der konjunktursensitive Finanzsektor wurde in vielen Fällen gemieden. In Japan verlor der Nikkei 225 weitere 0,1 Prozent auf 15.633 Punkte. Unter Druck gerieten insbesondere die Titel des Baumaschinenherstellers Komatsu, die 3,35 Prozent abgaben. Mitsubishi UFJ verloren 2,1 Prozent. Die Titel des Konsumkreditspezialisten Acom rutschten um 3,5 Prozent ab, nachdem das Unternehmen seinen Kunden offenbar überhöhte Kreditzinsen abgeknüpft hat. Die Aktien des Online-Retailers Rakuten verloren nach der Gewinnwarnung von Yahoo in der vergangenen Woche weitere 6,9 Prozent. Eine gegenläufige Entwicklung fand in Taiwan statt. Hier stieg der Leitindex TAIEX um 0,37 Prozent auf 6911 Punkte und konnte damit den höchsten Schlussstand seit knapp vier Monaten verbuchen. Nachdem die Krise um den möglicherweise korrupten Staatspräsidenten bisher noch nicht so stark eskaliert ist, wie dies zunächst befürchtet wurde, sehen viele Marktteilnehmer für Taiwan offenbar noch einen gewissen Nachholbedarf. So konnten trotz der allgemein schlechten Stimmung für Technologie und Konsumelektronik auch einige Titel aus diesen Sektoren Aufschläge verbuchen. AU Optronics legten etwa um 1,9 Prozent zu, United Microelectronics verbesserten sich um 0,81 Prozent. Taiwan Semiconductor schlossen unverändert bei 59,70 NT$. Auch in Korea vermochte man es, sich dem allgemeinen Missmut zu entziehen. Der Kospi erholte sich nach anfänglicher Schwäche und gewann schlussendlich 0,51 Prozent auf 1355 Stellen hinzu. Zwar fielen die Titel des Stahlkonzerns Dongkuk, der seine Überkreuzbeteiligung bei dem japanischem Konkurrenten JFE Steel ausgeweitet hatte, um 1,3 Prozent. Das Geschehen schien allerdings an die weltweite Konsolidierung der Stahlsektors insgesamt zu mahnen, was etwa die Papiere von Posco um 0,21 Prozent nach oben brachte. SK Telecom verbesserten sich um weitere 1,0 Prozent; Korea Electric Power stiegen um 0,26 Prozent. Dagegen gaben Samsung Electronics 0,61 Prozent ab. In Hongkong fiel der Hang Seng Index um 0,3 Prozent auf 17.546 Punkte. Gemieden wurden unter anderem die Papiere der großen Ölkonzerne. So gaben Sinopec 1,6 Prozent und CNOOC 1,1 Prozent ab. China Mobile verloren nach der Kursrallye der vergangenen Wochen 0,09 Prozent. Dagegen verbesserten sich China Netcom um 1,18 Prozent. Zuvor wurde gemeldet, dass beim Konkurrenten China Telecom fünf internationale Konzerne an einer Beteiligung interessiert seien, falls dieser ein 3G-Netz aufbaue. Li & Fung stiegen um 0,32 Prozent. Gerhard Heinrich P.S. Lesen Sie weitere aktuelle Nachrichten zu den Emerging Markets auf www.EMFIS.com

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