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EM Stocks Review: Asien - Börsen schließen uneinheitlich

Veröffentlicht: 28.09.2006 um 13:33 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich heute zumindest teilweise freundlich. Dies war vor allem auf die positiven Wirtschaftsdaten aus den USA zurückzuführen, die dort bereits den Dow Jones Index bis knapp vor sein altes Allzeit-Hoch gebracht haben. Das US-Handelsministerium hatte gestern gemeldet, dass die Verkäufe neuer Eigenheime im August um 4,1 Prozent auf annualisiert 1,05 Millionen Einheiten gestiegen sind. Dies lag oberhalb der Markterwartungen und relativierte zugleich die Angst vor einem Platzen der dortigen „Immobilien-Blase“, wie es von Konjunktur-Pessimisten immer wieder an die Wand gemalt worden ist. In Asien kam man heute zu der Ansicht, dass das positive Signal darauf hinweise, dass den US-Bürgern die bisherige Kauflust erhalten bleiben könnte. Gleichzeitig hatten allerdings an der NYMEX die Rohölnotierungen deutlich angezogen. Dies brachte zwar die Titel der asiatischen Ölgesellschaften spürbar nach oben, schmälerte aber die für den übrigen Markt die Euphorie und deckelte die Gewinne. Dies und einige politische Sonderfaktoren sorgte dafür, dass nicht alle asiatischen Börsen heute Zugewinne verzeichnen konnten. In Japan stieg der Nikkei 225 um 0,48 Prozent auf 16.24 Punkte und konnte damit wieder die psychologisch bedeutsame Hürde von 16.000 Zählern überwinden. Hier profitierte der Markt auch von einer Rede des neuen Premiers Shinzo Abe. Dieser hatte angekündigt, die Wirtschaftsreformen seines Vorgängers Koizumi fortzusetzen. Unter den klassischen Zyklikern gewannen Elpida Memory 3,9 Prozent und Canon 3 Prozent hinzu. Die Titel des Ölförderers Inpex verbesserten sich um 1,7 Prozent. Softbank erholten sich um weitere 3,17 Prozent. Der koreanische Kospi legte gleichzeitig um 0,8 Prozent auf 1371 Punkte zu. Neben den positiven Daten aus Übersee hatte hier auch das Wachstum der Industrieproduktion stimuliert, das im August bei 3,7 Prozent, und damit oberhalb der Erwartungen gelegen hatte. Überdurchschnittlich hohe Umsätze ergaben sich im Brokerage-Bereich. Hier rechnen viele Marktteilnehmer mit einer baldigen Branchenkonsolidierung, die sich in Übernahmen und Fusionen niederschlagen werde. Daewoo Securities zogen vor diesem Hintergrund um 2,5 Prozent an. Im Elektronikbereich legten Samsung Electronics um 1,4 Prozent und Hynix Semiconductor um 1,9 Prozent zu. Hyundai Motor verharrten unverändert bei 81.400 Won. In Hongkong blieben die Anleger dagegen vergleichsweise vorsichtig. Der Hang Seng Index verbesserte sich lediglich um marginale 9 auf 17.530 Zähler. Vor allem der bevorstehende Börsengang der ICBC belastete hier auf die Gemüter. Die Investoren befürchten derzeit, dass dieses und andere IPOs die Aufnahmefähigkeit des Marktes zu stark beanspruchen könnten. Unter den Marktschwergewichten verloren China Mobile 0,36 Prozent und Hutchison Whampoa 0,43 Prozent. Dagegen waren Exportwerte weiter gefragt. Hier gewannen etwa Esprit Holdings 1,44 Prozent hinzu. Die Titel des Ölkonzerns CNOOC stiegen um 0,53 Prozent. Auch in Indien hielten sich die Marktteilnehmer relativ zurück. Hier gab der BSE Index 0,04 Prozent auf 12.362 Stellen ab. Vor allem der plötzliche Ölpreisanstieg am Vorabend sorgte wieder für eine gewisse Skepsis. Die Investoren befürchteten, dass dieser die Inflation in dem Land steigen lassen und höhere Leitzinsen erzwingen könne. Die Papiere von Reliance Industries verloren 0,8 Prozent, nachdem die Haupteigner der Gesellschaft ihren Anteil inzwischen auf über 50 Prozent aufgestockt haben und den Konzern damit dominieren. Indian Oil gaben 1,5 Prozent ab. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, nicht mehr an einer Übernahme der französischen Gesellschaft Maurel & Prom interessiert zu sein. Deutlich unter Druck kam der Markt in Taiwan. Hier ging der TAIEX um 0,88 Prozent nach unten auf 6885 Punkte. Zuvor hatte Präsident Chen in einer Rede die Unabhängigkeit Taiwans vom großen Nachbarn China beschworen und die starken Unterschiede zwischen den beiden Nationen deutlich gemacht. Die Volksrepublik wiederum sieht Taiwan als eigene Provinz an und könnte durch Chens Äußerungen provoziert worden sein. Insbesondere die Aktien von Unternehmen, die über Tochtergesellschaften und Produktionsanlagen auf dem Festland verfügen, kamen unter Druck. So schlitterten High Tech Computer um 6,78 Prozent nach unten, Quanta Computer verloren 2,83 Prozent. Gerhard Heinrich P.S. Lesen Sie weitere aktuelle Nachrichten auf www.EMFIS.com

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