Ukraine, Militär

Mehrheit der Deutschen weiter gegen Kampfflugzeug-Lieferungen

01.06.2023 - 18:04:17 | dts-nachrichtenagentur.de

Eine Mehrheit der Deutschen ist weiterhin gegen deutsche Kampfflugzeug-Lieferungen an die Ukraine.

Verteidigungsministerium - Bild: ?ber dts Nachrichtenagentur
Verteidigungsministerium - Bild: ?ber dts Nachrichtenagentur

Knapp zwei Drittel (64 Prozent) sprechen sich in einer Umfrage von Infratest für den "ARD-Deutschlandtrend" von Dienstag bis Mittwoch dieser Woche dementsprechend aus. Dieser Wert hat sich damit seit Mitte Februar nicht verändert.

Knapp drei von zehn Deutschen (28 Prozent) sind derweil dafür (plus fünf im Vergleich zu Februar). Acht Prozent trauen sich in dieser Frage keine Aussage zu. Verschiedene westliche Länder haben angekündigt, Kampfflugzeuge des US-Typs F16 an die Ukraine zu liefern. Diese hat darüber hinaus den Wunsch geäußert, deutsche Kampfflugzeuge des Typs Eurofighter zu erhalten. Gespalten zeigen sich in dieser Frage insbesondere die Anhänger der Grünen (43 Prozent sind dafür, 48 Prozent dagegen). Eine ablehnende Haltung überwiegt bei den Anhängern von FDP (54 Prozent), SPD (56 Prozent) sowie der Union (59 Prozent). Bei den AfD-Anhängern ist die Ablehnung mit 90 Prozent am deutlichsten. Insgesamt bewertet eine relative Mehrheit (43 Prozent) die derzeitige Unterstützung der Ukraine mit Waffen als angemessen, mehr als einem Drittel (37 Prozent) geht sie indes zu weit - der bislang höchste Wert in dieser Frage. Für 14 Prozent geht die Unterstützung mit Waffen nicht weit genug. Die Sanktionsmaßnahmen gegen Russland gehen einer relativen Mehrheit von 42 Prozent nicht weit genug. Drei von zehn Deutschen (29 Prozent) empfinden sie als angemessen, jeder Fünfte (20 Prozent) hält sie für zu weitgehend. Eine Mehrheit von 55 Prozent ist aktuell der Meinung, die diplomatischen Bemühungen der Bundesregierung zur Beendigung des Krieges gehen nicht weit genug, für drei von zehn Deutschen (30 Prozent) sind sie angemessen, für 6 Prozent gehen sie zu weit. Datenbasis: 1.302 Befragte.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

de | wirtschaft | 63748017 |

Weitere Meldungen

Ukraine bekommt erste Milliarden aus EU-Hilfskredit. Doch der Wiederaufbau wird schon geplant. Kanzler Merz kommt zu dem Treffen mit einer klaren Botschaft an Moskau. Seit mehr als vier Jahren verwüstet Russlands Angriffskrieg die Ukraine. (Ausland, 25.06.2026 - 14:06) weiterlesen...

Merz wirbt für Ukraine-Wiederaufbaufonds Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat auf der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz im polnischen Danzig für den schon seit Monaten geplanten Wiederaufbaufonds geworben. (Politik, 25.06.2026 - 13:43) weiterlesen...

Wiederaufbaukonferenz: Tusk steht zu Hilfe für die Ukraine. Doch der polnische Ministerpräsident Tusk macht als Co-Gastgeber gut Wetter. Ein Treffen zu Ukraine-Hilfen in Polen steht unter keinem guten Stern, es gibt Streit mit Kiew. (Ausland, 25.06.2026 - 04:55) weiterlesen...

Rufe aus SPD nach Lockerung der Schuldenbremse für Ukraine-Hilfe In der SPD-Fraktion mehren sich Forderungen, die zivilen Hilfen für die Ukraine von der Schuldenbremse auszunehmen - wie es bisher bei Militärhilfen schon der Fall ist. (Politik, 23.06.2026 - 14:04) weiterlesen...

Rheinmetall offen für Kooperation mit Ukrainern Rund drei Monate nach den stark kritisierten Aussagen von Rheinmetall-Chef Armin Papperger zur ukrainischen Drohnenindustrie sucht Deutschlands größter Rüstungskonzern die Nähe zu ukrainischen Herstellern von weitreichenden Waffensystemen.Papperger sagte dem "Handelsblatt", die ukrainische Rüstungsindustrie sei sehr dynamisch. (Wirtschaft, 22.06.2026 - 14:28) weiterlesen...