E-Rechnungspflicht, Regeln

E-Rechnungspflicht: Neue Regeln für Millionen ab Januar 2027

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 06:19 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die Bundesregierung lehnt eine Verschiebung der E-Rechnungspflicht ab. Ab 2027 gilt die Ausstellungspflicht für größere Unternehmen.

E-Rechnungspflicht: Bundesregierung hält an Fristen fest
Eine Hand hält ein Tablet mit einer E-Rechnung, im Hintergrund verschwommen juristische Dokumente und die deutsche Flagge. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Bundesregierung bleibt trotz Forderungen aus der Wirtschaft hart: Die gesetzlichen Fristen für die E-Rechnungspflicht stehen. Eine Verschiebung der kommenden Stufen ist nicht geplant.

Wirtschaftsverbände wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hatten zuletzt gefordert, die für Anfang 2027 geplante Stufe auf 2028 zu verschieben. Doch ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren wurde nicht eingeleitet. Die Einführung der verpflichtenden E-Rechnung im B2B-Bereich schreitet damit planmäßig voran.

Wer muss wann elektronisch rechnen?

Seit dem 1. Januar 2025 sind alle inländischen B2B-Unternehmen verpflichtet, elektronische Rechnungen empfangen zu können. Jetzt folgt die Pflicht zur Ausstellung – gestaffelt nach Umsatz.

  • Ab 1. Januar 2027: Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz über 800.000 Euro müssen E-Rechnungen versenden können.
  • Ab 1. Januar 2028: Alle übrigen Unternehmen, kleinere Betriebe und Selbstständige sind an der Reihe.

Ausgenommen bleiben weiterhin Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro und Geschäfte mit Endverbrauchern (B2C).

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Diese Formate sind Pflicht

Eine E-Rechnung muss der europäischen Norm EN 16931 entsprechen. In Deutschland haben sich XRechnung und ZUGFeRD etabliert. Eine einfache Bilddatei oder ein normales PDF ohne strukturierte Daten reichen nach Ablauf der Übergangsfristen nicht mehr.

Besonders knifflig wird die Archivierung: Die GoBD verlangen eine revisionssichere Speicherung über den gesamten Aufbewahrungszeitraum. Die Fristen: acht Jahre für Buchungsbelege, zehn Jahre für Rechnungen. Cloud-Speicher oder einfache Backups genügen oft nicht. Experten empfehlen eine lückenlose Verfahrensdokumentation.

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Neue Hilfen für den Umstieg

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Die Werkzeuge helfen Unternehmen, bestehende Prozesse zu validieren und die korrekten technischen Parameter zu finden. Parallel werden Softwarelösungen für das internationale Umfeld erweitert, um auch grenzüberschreitende E-Rechnungsformate in Echtzeit zu verarbeiten.

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