E-Rechnungspflicht, Euro

E-Rechnungspflicht 2027: Unternehmen ab 800.000 Euro müssen umstellen

Veröffentlicht am: 12.06.2026 um 16:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Softwareanbieter präsentieren KI-Assistenten für Finanzprozesse. Studien belegen hohe Einsparpotenziale durch Automatisierung.

KI-Agenten revolutionieren Buchhaltung: Neue Lösungen im Juni 2026
Geschäftsleute in einem modernen Büro, die eine holografische Projektion von digitalen Rechnungen und Finanzdaten betrachten. Illustration mit AI erstellt.

Sie gehen weit über die einfache Beleglesung hinaus und übernehmen zunehmend komplexe Entscheidungsabläufe.

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Der Wandel hin zu KI-gestützten Finanzprozessen bietet enorme Chancen, bringt aber auch neue regulatorische Anforderungen mit sich. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Überblick über Fristen und Pflichten, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt

Agentic Finance: Digitale Assistenten übernehmen Routineaufgaben

Der zentrale Trend heißt „Agentic Finance“. KI-Agenten agieren als digitale Assistenten, die eigenständig Aufgaben in Buchhaltung und Controlling ausführen. Die Letztentscheidung bleibt beim Menschen.

Am 10. Juni betonte Diamant Software: Der Wandel von reinen Aufzeichnungssystemen hin zu aktionsorientierten Systemen ermöglicht es, Routineaufgaben auditfest und sicher zu automatisieren.

Einen Tag später präsentierte das Fintech Pleo eine Reihe neuer KI-Agenten für das Finanzmanagement. Ein Assistent für Richtlinienprüfungen ist bereits verfügbar. Weitere Module für Kreditorenbuchhaltung, Treasury und allgemeine Buchhaltung starten ab Juli in die Beta-Phase.

Ziel: Die Prozesse für jene Unternehmen beschleunigen, die sich durch langsame Finanzabläufe ausgebremst fühlen – laut Pleo rund 45 Prozent der Firmen. Auch Ivalua kündigte mit „IVA Studio“ eine Plattform für KI-gestützte Beschaffung an. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für den Sommer geplant.

Skalierung im ERP-Umfeld: Strategische Partnerschaften

Die Integration von KI in bestehende ERP-Systeme steht im Fokus globaler IT-Dienstleister. NTT DATA und das SAP AppHaus erweiterten ihre Partnerschaft. Ziel: KI-Lösungen in der SAP-Cloud-Landschaft skalieren und isolierte Pilotprojekte in produktive Anwendungen überführen. Bereits 80 Prozent der AppHaus-Projekte erreichen die Skalierungsphase.

Parallel kündigten IBM und Natuvion eine Kooperation an. Sie wollen die Migration auf SAP S/4HANA beschleunigen – speziell in der Energiewirtschaft. Eine KI-gestützte Datenmigration kommt zum Einsatz, relevant für über zehn Millionen Zählpunkte.

Ein Webcast am 16. Juni gibt Einblicke in KI-gestützte Kontierungslösungen. Die Durchlaufzeiten im Bereich Purchase-to-Pay sollen sich um bis zu 80 Prozent reduzieren lassen.

Wirtschaftlicher Nutzen: 33 Prozent ROI und Millionen-Ersparnisse

Die ökonomische Relevanz untermauern aktuelle Marktstudien. Eine Untersuchung von Docusign und Deloitte beziffert den ROI für KI-gestütztes Vertragsmanagement auf durchschnittlich 33 Prozent. Pro Vertrag ließen sich rund 22 Arbeitsstunden einsparen.

Im Rechnungsmanagement prognostiziert der Dienstleister SupplyOn bei einer Million Rechnungen jährliche Einsparpotenziale zwischen 9 und 12 Millionen Euro. Voraussetzung: digitale Zentralisierung und eine automatische Buchungsquote von über 90 Prozent.

E-Rechnungspflicht als Treiber: Gesetzlicher Druck ab 2027

Ein wesentlicher Katalysator ist die gesetzliche Neuregelung. Ab 2027 greift die E-Rechnungspflicht für B2B-Transaktionen bei Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 800.000 Euro.

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Die kommende E-Rechnungspflicht zwingt viele Unternehmen zum Handeln, doch beim Umstieg lauern teure steuerliche Fallstricke. Dieser kostenlose Experten-Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, welche Formate und Archivierungsregeln wirklich zählen, um Ihr Unternehmen unangreifbar zu machen. E-Rechnung richtig einführen: So machen Sie Ihr Unternehmen ab sofort unangreifbar

Branchenexperten der Consolut GmbH weisen in einem Whitepaper darauf hin: Die Umstellung auf KI-gestützte Workflows in der SAP Business Technology Platform sichert nicht nur die Compliance. Sie beseitigt auch Medienbrüche und senkt Kosten um bis zu 30 Prozent.

Technologische Integration: GraphQL und MCP als neue Standards

Technisch rücken neue Integrationsmethoden in den Vordergrund. GraphQL und das Model Context Protocol (MCP) verknüpfen KI-Modelle effizient mit ERP-Daten und überwinden herkömmliche Restriktionen beim Datenaustausch. Das ermöglicht präzisere Bestandsprognosen und automatisierte Belegverarbeitung.

In spezialisierten Sektoren ist die Digitalisierung bereits fortgeschritten. Bei der Abrechnung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB V und XI) ermöglicht das ImageLink-Verfahren bereits eine papierlose Abrechnung ohne physischen Versand.

Der Anbieter Payhawk erweiterte sein Angebot für das Ausgabenmanagement um eine native Integration in die SAP S/4HANA Public Cloud und unterstützt neue Währungen wie Schweizer Franken und dänische Kronen.

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