Industrie

ZEW-Konjunkturerwartungen trüben sich im Februar leicht ein

17.02.2026 - 11:09:41 | dts-nachrichtenagentur.de

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich in der Umfrage vom Februar 2026 leicht verschlechtert.

ZEW (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
ZEW (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Sie liegen mit 58,3 Zählern um 1,3 Punkte unter dem Vormonatswert, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte.

Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage steigt derweil weiter. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit -65,9 Punkten um 6,8 Punkte über dem Vormonatswert.

"Der ZEW-Index bleibt stabil", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die deutsche Wirtschaft befinde sich in einer Phase fragiler Erholung. "Die strukturellen Herausforderungen, insbesondere in der Industrie und bei den Privatinvestitionen, bleiben erheblich. Die anstehenden Reformen der Sozialversicherungssysteme sollten dazu genutzt werden, die Standortattraktivität wesentlich zu steigern."

Die exportorientierten Branchen zeigen moderate bis starke Anstiege im Februar. Insbesondere verbessern sich die Aussichten für die Chemie- und Pharmaindustrie (+7,5 Punkte), die Stahl- und Metallproduktion (+8,6 Punkte) und den Maschinenbau (+10,9 Punkte). Dies dürfte die besser als erwartet ausgefallenen Auftragseingänge zum Jahresende 2025 widerspiegeln.

Trotz anhaltender Unsicherheit verbessern sich die Aussichten für den privaten Konsum (+6,0 Punkte). Negative Entwicklungen verzeichnen die Banken, die Informationstechnologiebranche und die Versicherungsbranche.

Die Erwartungen für die Eurozone zeigen ebenfalls wenig Veränderung und liegen aktuell mit +39,4 Punkten um 1,4 Punkte unter dem Vormonatswert. Die Bewertung der Lage verbessert sich: Diese liegt mit -13,6 Punkten um 4,5 Punkte über dem Vormonatswert.

de | wirtschaft | 68587791 |

Weitere Meldungen

BDA kritisiert Reform von EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat die geplante Vereinfachung der EU-Richtlinie zur sogenannten Nachhaltigkeitsberichterstattung als unzureichend kritisiert.Brüssel habe zwar "wichtige Vereinfachungen auf den Weg gebracht", sagte BDA-Präsident Rainer Dulger der "Welt" (Freitagausgabe). (Wirtschaft, 12.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Mittelstandsverband kritisiert fehlende Ergebnisse des Wirtschaftsgipfels Der Chef des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Christoph Ahlhaus, hat die Ergebnisse des Treffens der Koalitionsspitzen mit Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften als unzureichend kritisiert."Außer dass man festgestellt hat, dass eben Reformbedarf ist und dass man insgesamt aber gute Laune hat, gibt es keine Nachrichten", sagte Ahlhaus RTL/ntv. (Wirtschaft, 11.06.2026 - 13:59) weiterlesen...

Daimler Truck hält CO2-Vorgaben der EU für existenzbedrohend Deutschlands größter Lkw-Hersteller, Daimler Truck, sieht bei einer Verfehlung der CO2-Vorgaben der EU seine Existenz gefährdet. (Wirtschaft, 11.06.2026 - 04:00) weiterlesen...

Merz verteidigt FCAS-Aus Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Entscheidung verteidigt, das deutsch-französische Vorhaben, gemeinsam mit Spanien einen Kampfjet der sechsten Generation zu entwickeln, zu beenden."Präsident Macron und ich haben es uns in dieser Frage eines deutsch-französischen Kampfflugzeuges wirklich nicht leicht gemacht", sagte Merz am Mittwoch zum Auftakt der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin. (Politik, 10.06.2026 - 15:01) weiterlesen...

SPD drängt auf Pharma-Kurswechsel bei Krankenkassen-Sparpaket Teile der SPD wollen der Pharmaindustrie beim geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz entgegenkommen. (Politik, 10.06.2026 - 13:51) weiterlesen...

Verfassungsschutz warnt vor Drohnen-Spionage Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt die deutsche Wirtschaft vor immer ausgefeilteren Spionage- und Sabotageversuchen durch Drohnen. (Politik, 09.06.2026 - 10:20) weiterlesen...