USA, Internet

Unternehmen fahren Aktivitäten auf Twitter-Nachfolger weiter zurück

04.10.2023 - 11:15:50 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Unternehmen in Deutschland, die den Kurznachrichtendienst Twitter beziehungsweise X nutzen, zeigen sich angesichts der seit der Übernahme durch Elon Musk vollzogenen Veränderungen verunsichert - einige planen sogar, ihre Präsenz dort gänzlich zu löschen.

Zwei Frauen mit Laptop - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur
Zwei Frauen mit Laptop - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur

Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom hervor. Demnach posten 43 Prozent der Unternehmen, die den Kurznachrichtendienst nutzen, seit der Übernahme weniger Beiträge auf der Plattform oder haben eigene Posts ganz eingestellt.

36 Prozent posten im selben Umfang wie zuvor und neun Prozent veröffentlichen mehr Beiträge bzw. haben erst nach der Musk-Übernahme damit begonnen. Ferner schalten 36 Prozent der nutzenden Unternehmen dort weniger oder keine kostenpflichtigen Anzeigen mehr. 21 Prozent schalten Anzeigen im selben Umfang wie zuvor, drei Prozent haben ihre Werbemaßnahmen auf Twitter verstärkt bzw. erst nach der Übernahme überhaupt damit begonnen. 29 Prozent werben generell nicht auf Twitter, also weder vor noch nach der Übernahme. Auch eine komplette Löschung des eigenen Firmenprofils ist für einige Unternehmen eine Option: So planen oder diskutieren insgesamt 21 Prozent der Unternehmen in Deutschland, die Twitter bzw. X nutzen, ihren Unternehmens-Account bzw. das Unternehmens-Profil dort gänzlich zu entfernen - zwei Prozent noch innerhalb dieses Jahres, zwölf Prozent spätestens innerhalb des nächsten Jahres und weitere sieben Prozent ohne konkreten Zeithorizont. Bei 71 Prozent ist die Profillöschung aktuell kein Thema und acht Prozent machen dazu keine Angabe. Für einige Unternehmen hat Twitter bzw. X aber weiterhin große Bedeutung: Für 43 Prozent der Unternehmen, die Twitter nutzen, ist die Plattform ein wichtiger Kommunikationskanal. Insgesamt fordern 74 Prozent aller Unternehmen - also auch solche, die auf Twitter bzw. X nicht vertreten sind - Twitter solle stärker kontrolliert werden. 52 Prozent sagen, die Plattform beschleunige die gesellschaftliche Spaltung. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) meint sogar, deutsche Unternehmen sollten sich gänzlich von Twitter zurückziehen. Für die Erhebung wurden 600 Unternehmen in Deutschland ab 20 Beschäftigten befragt, darunter 192 Unternehmen, die auf Twitter bzw. X ein eigenes Profil bzw. einen eigenen Account haben - das entspricht einem Anteil von 32 Prozent.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 64047229 |

Weitere Meldungen

SPD fordert Digitalsteuer als Gegenmaßnahme im US-Handelsstreit Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Roloff, fordert von der Europäischen Union eine harte Gegenreaktion auf die neuen Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump."Es braucht Gegenmaßnahmen, die den USA verdeutlichen, dass sie ebenso auf einen reibungslosen Welthandel angewiesen sind", sagte Roloff dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). (Ausland, 03.05.2026 - 17:44) weiterlesen...

DIW fordert EU-Gegenzölle gegen Trump Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, fordert die Europäische Union zu einer harten Gegenreaktion auf die neuen Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump auf."Trump ist im Augenblick innenpolitisch schwach, daher ist dies spätestens jetzt der Zeitpunkt, um mit Gegenzöllen und insbesondere durch die Besteuerung von US-Tech-Unternehmen Nachteile auszugleichen und sich in eine bessere Verhandlungsposition zu bringen", sagte Fratzscher dem "Handelsblatt" (Montagausgabe).Trump hatte angekündigt, die Zölle auf Autos und Lastwagen aus der Europäischen Union auf 25 Prozent zu erhöhen. (Ausland, 03.05.2026 - 14:05) weiterlesen...

Ifo-Präsident warnt vor Rezession durch US-Strafzölle Nachdem US-Präsident Donald Trump die Erhebung neuer Strafzölle für die Europäische Union angekündigt hat, warnt das Münchener Ifo-Institut vor einem rückläufigen Wirtschaftswachstum in Deutschland im laufenden Jahr, sollte die EU ihrerseits mit Zöllen für US-Produkte reagieren."Falls daraus ein neuer Handelskrieg wird, droht Deutschland 2026 eine Rezession, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest der "Bild am Sonntag".Die USA wollen laut Trump den Zoll auf Auto- und Lastwagenimporte aus der Europäischen Union in die USA von 15 auf 25 Prozent erhöhen. (Ausland, 03.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Heusgen und Murphy hoffen auf Wahlsiege der US-Demokraten Der frühere außenpolitische Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ex-Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, und der frühere US-Botschafter in Deutschland und Ex-Gouverneur von New Jersey, Philip Murphy, hoffen angesichts der Außenpolitik des US-Präsidenten und Republikaners Donald Trump auf Wahlsiege der Demokraten."Die transatlantischen Beziehungen befinden sich in einer Krise", schreiben Heusgen und Murphy in einem Gastbeitrag für die "Rheinische Post" (Samstagausgabe). (Ausland, 02.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Bundesregierung alarmiert über US-KI Mythos Die Bundesregierung fürchtet, dass eine neue Künstliche Intelligenz (KI) aus den USA die Risiken für folgenschwere Cyberattacken drastisch erhöht. (Ausland, 01.05.2026 - 09:10) weiterlesen...