Konjunktur, Deutschland

Über eine Million Sparkassen-Kunden beim Zahlverfahren Wero

25.07.2025 - 13:09:33

Die Sparkassen gewinnen mehr und mehr Nutzer für den noch jungen Bezahldienst Wero.

Ein Jahr nach dem Marktstart verzeichnen die Sparkassen über eine Million Kunden, die Wero aktiviert haben, teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) in Berlin mit.

"Wir sehen, dass Wero stetig wächst - und zwar auf natürliche Weise: aus dem Vertrauen unserer Kundschaft und der Alltagstauglichkeit der Lösung heraus", sagte Joachim Schmalzl, geschäftsführendes Vorstandsmitglied beim DSGV. Nun rücke der nächste Schritt in den Fokus, der bevorstehende Start im Online-Handel.

Alternative zur Macht der Amerikaner

Die European Payments Initiative (EPI), eine Gemeinschaftsfirma von Banken und Zahlungsdienstleistern, ist seit Anfang Juli 2024 mit Wero am Start. Die Partner wollen damit gegen große US-Finanzkonzerne wie Mastercard US57636Q1040, Visa und Paypal antreten und eine europäische Alternative im Zahlungsverkehr schaffen. So soll auch der Vormarsch von Apple US0378331005 Pay und Google US02079K1079 Pay gestoppt werden.

Wero-Nutzer brauchen im Gegensatz zu einer üblichen Überweisung keine 22-stellige Kontonummer (IBAN) des Empfängers. Stattdessen kann man für das Geldsenden in Echtzeit eine Handynummer oder Mail-Adresse nutzen. Auch grenzüberschreitende Zahlungen sind möglich, etwa nach Frankreich oder Belgien.

Nutzen konnten das Angebot zunächst nur Kunden von Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken über die Apps der Institute. Inzwischen gibt es eine eigenständige App für Wero, die etwa bei der Postbank verfügbar ist. Weitere Banken wollen in diesem Sommer folgen. Nach Angaben des DSGV gibt es europaweit mehr als 40 Millionen Nutzer von Wero.

Paypal schon seit Jahren verbreitet

Allerdings gibt es Skepsis, ob Wero zum Konkurrenten Paypal aufschließen kann, der seit Jahren auf dem deutschen Markt etabliert ist. Paypal hat nach eigenen Angaben allein hierzulande rund 35 Millionen aktive Kundenkonten.

Mit ihrem nationalen Online-Zahlverfahren Paydirekt/Giropay waren die deutschen Banken und Sparkassen gescheitert. Es wurde zum Jahresende 2024 eingestellt. Den hohen Erwartungen als Paypal-Konkurrenz wurde Giropay nie gerecht.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Deutsche Produktion steigt unerwartet - aber Export leidet Hoffnung und Dämpfer für die Konjunktur: Während die Industrie mehr produziert, schrumpfen die Exporte deutlich. (Wirtschaft, 09.01.2026 - 10:44) weiterlesen...

Deutsche Industrie bleibt überraschend auf Erholungskurs. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet – warum die Zahlen nun überraschen. Die Industrieproduktion steigt zum dritten Mal in Folge. (Wirtschaft, 09.01.2026 - 08:39) weiterlesen...

Dämpfer für Exportwirtschaft im November. Vor allem aus China und den USA wächst der Warenstrom nach Deutschland. Deutsche Firmen exportieren weniger, aber kaufen mehr ein. (Wirtschaft, 09.01.2026 - 08:26) weiterlesen...

Zalando-Aus: Wackelt der Aufschwung Ost? Das Zalando-Aus in Erfurt ist ein weiterer in einer Reihe von Rückschlägen für die Ost-Wirtschaft. (Wirtschaft, 08.01.2026 - 14:40) weiterlesen...

Trendwende? Industrieaufträge schüren Konjunkturhoffnung. Die Branche könnte wegen staatlicher Militärausgaben zum entscheidenden Treiber für die Wirtschaft werden. Das neue Jahr beginnt mit kräftigen Bestellungen für die Industrie - etwa bei Rüstungsgütern. (Wirtschaft, 08.01.2026 - 14:15) weiterlesen...

Großaufträge aus dem Ausland geben Maschinenbau Schub. Hoffnung macht nun der Export. Die Branche richtet einen dringenden Appell an die Politik. Die deutsche Schlüsselindustrie kämpft mit der tiefen Krise auf dem Heimatmarkt. (Wirtschaft, 08.01.2026 - 10:00) weiterlesen...