Deutschland, Industrie

BDI: Neue US-Zölle würden Wachstum «erheblich drücken»

21.01.2026 - 11:36:17 | dpa.de

Die deutsche Industrie steckt in einer Krise. Der BDI sieht Hoffnungssignale - aber unter Voraussetzungen.

  • BDI warnt vor Konsequenzen neuer US-Zölle (Foto-Archiv). - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa
    BDI warnt vor Konsequenzen neuer US-Zölle (Foto-Archiv). - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa
  • BDI warnt vor Konsequenzen neuer US-Zölle (Foto-Archiv). - Bild: Andreas Arnold/dpa
    BDI warnt vor Konsequenzen neuer US-Zölle (Foto-Archiv). - Bild: Andreas Arnold/dpa
BDI warnt vor Konsequenzen neuer US-Zölle (Foto-Archiv). - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa BDI warnt vor Konsequenzen neuer US-Zölle (Foto-Archiv). - Bild: Andreas Arnold/dpa

Neue US-Zölle könnten das Wirtschaftswachstum in Deutschland aus Sicht der Industrie «erheblich drücken». BDI-Präsident Peter Leibinger nannte die jüngsten Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump unangemessen und für alle Seiten schädlich. Europa müsse darauf einig und selbstbewusst reagieren.

Trump hatte angekündigt, ab dem 1. Februar Strafzölle auf Waren aus Deutschland und anderen europäischen Nato-Ländern zu verhängen. Damit will er den Widerstand gegen einen Verkauf Grönlands an die USA brechen.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum in Deutschland von einem Prozent - darin sind aber mögliche neue US-Zölle nicht berücksichtigt. Leibinger sagte, dieses Plus wäre nach drei Jahren Stagnation ein Hoffnungssignal. Die Stimmung in der Industrie aber bleibe fragil. Die Industrie werde voraussichtlich schwächer wachsen als die Gesamtwirtschaft.

BDI fordert eine Wende im laufenden Jahr

Nur wenn die Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum eine hohe Priorität habe, könne der Abwärtstrend der Industrieproduktion gestoppt werden. Im Jahr 2026 müsse eine Wende eingeleitet werden. Leibinger forderte die Bundesregierung zu mehr Tempo bei Strukturreformen auf. Der BDI fordert einen konsequenten Bürokratieabbau, einen langfristigen Fahrplan für ein Energiesystem mit geringeren Systemkosten, schnellere Genehmigungen für Industrieanlagen, flexiblere Arbeitszeitmodelle und Reformen der Sozialversicherungen.

Anfang Dezember hatte Leibinger die Lage der Wirtschaft in düsteren Worten umschrieben. Der Wirtschaftsstandort Deutschland sei im «freien Fall».

de | wirtschaft | 68506086 |

Weitere Meldungen

Mercedes will mit Drohnen-Start-up Tytan kooperieren Wie Mercedes-Benz und das Start-up Tytan Technologies gemeinsam an einem Drohnenabwehrsystem arbeiten wollen – und was Mercedes-Chef Ola Källenius zur Ausrichtung des Konzerns sagt. (Wirtschaft, 10.06.2026 - 19:28) weiterlesen...

Großaktionär Frasers will Hugo Boss übernehmen Erst Streit, jetzt Übernahmepläne: Frasers greift nach Hugo Boss. (Wirtschaft, 10.06.2026 - 19:13) weiterlesen...

Merz sieht Luftfahrt als Schlüsselbranche - neue Strategie. Die Branche fordert weitergehende Entlastungen. Das Bundeskabinett hat pünktlich zur ILA eine Luftfahrtstrategie beschlossen. (Wirtschaft, 10.06.2026 - 16:04) weiterlesen...

Bosch setzt auf Milliardenmarkt mit Robotik und KI. Rückendeckung erhalten die Schwaben aus der Politik. Bosch richtet sich neu aus: Der Konzern will im Milliardenmarkt für Robotik und KI punkten – auch wegen der Ertragskrise im Stammgeschäft. (Wissenschaft, 10.06.2026 - 09:30) weiterlesen...

Bund will Luftfahrt stärken – Industrie fordert Entlastungen. Die Wirtschaft beklagt hohe Standortkosten. Worum es geht. Das Bundeskabinett hat die Luftfahrtstrategie der Bundesregierung beschlossen. (Wirtschaft, 10.06.2026 - 04:30) weiterlesen...

BASF-Chef warnt vor neuem Ölpreisschock wegen Iran-Krieg. Die Chemiebranche sieht er in historisch schwierigen Zeiten. Einer Rückkehr zu russischem Gas erteilt er eine Absage. BASF-Chef Markus Kamieth fürchtet weitreichende Folgen wegen des Nahost-Kriegs. (Wirtschaft, 09.06.2026 - 12:03) weiterlesen...