Energie, Immobilien

Heizindustrie kritisiert geringere Höchstförderung für Wärmepumpen

20.07.2023 - 00:05:12 | dts-nachrichtenagentur.de

Die deutsche Heizungsindustrie und die CDU haben die von der Bundesregierung ab 2024 geplante Senkung der möglichen Höchstförderung für den Einbau einer klimafreundlichen Heizung kritisiert.

Neubau mit Wärmepumpe - Bild: ?ber dts Nachrichtenagentur
Neubau mit Wärmepumpe - Bild: ?ber dts Nachrichtenagentur

"Heute liegt der maximale Förderbetrag bei einer Wärmepumpe bei 24.000 Euro, im Vergleich dazu würde die maximale Förderung unter dem neuen Förderregime bei einem Fördersatz von 70 Prozent bei 21.000 Euro liegen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), Markus Staudt der "Bild" (Donnerstagausgabe). Er forderte die Bundesregierung auf, den förderfähigen Betrag beim Kauf einer klimafreundlichen Heizung von 30.000 Euro auf mindestens 45.000 Euro heraufzusetzen.

"Sonst führt das Heiz-Gesetz bei Investitionen über 37.500 Euro für den Kauf und Einbau einer neuen Heizung auch bei einem Fördersatz von 50 Prozent zu einer Reduzierung der absoluten Förderbeträge gegenüber der heutigen Regelung", warnte Staudt. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Andreas Jung warf der Bundesregierung falsche Versprechen vor. "Die Ampel-Pläne wären für viele eher weitere Kürzung als bessere Förderung", sagte Jung der "Bild". "Bis zu 70 Prozent Förderung stehen im Schaufenster, aber auch bei kleinen Einkommen in der Mitte der Gesellschaft wird es oft gar keinen Bonus geben." Deutschlands größter Heizungs-Installateur Thermondo forderte Eigentümer auf, angesichts der sinkenden Förderung ab 2024 lieber in diesem Jahr noch eine klimafreundliche Heizung einzubauen. "Wer mehr als 33.000 Euro für den Umstieg auf die Wärmepumpe zahlt, sollte besser noch dieses Jahr umsteigen", sagte ein Firmensprecher der "Bild".

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

de | wirtschaft | 63859890 |

Weitere Meldungen

SPD-Länder fordern von Bundesregierung niedrigere Energiepreise Vor der gemeinsamen Konferenz der Ministerpräsidenten von Bund und Ländern in Berlin fordern Niedersachsens Regierungschef Olaf Lies und Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (beide SPD) eine spürbare Absenkung der Energiekosten.In einem Beschlussvorschlag der beiden Bundesländer für die am Donnerstag tagende Ministerpräsidenten-Konferenz, aus dem die "Welt" in ihrer Donnerstagausgabe zitiert, heißt es unter anderem in Bezug auf die Länder: "Sie fordern die Bundesregierung gleichwohl auf, die staatlichen Preisbestandteile von Energie sowie die Importabhängigkeiten strukturell zu reduzieren." Um die Strompreise kurzfristig zu senken und die Anreize für die Elektrifizierung zu erhöhen, solle schnellstmöglich die Stromsteuer für alle Verbraucher auf das europarechtlich zulässige Minimum abgesenkt werden.In dem Antrag fordern die beiden Landesregierungen zudem den wieder verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Offshore-Windenergie, sowie mehr Flexibilität bei der Nutzung lokaler Energiequellen und den Aufbau einer "nationalen Erdgasreserve". (Politik, 24.06.2026 - 15:37) weiterlesen...

CDU-Wirtschaftsrat kritisiert Energieeffizienz-Ziele Unmittelbar vor der geplanten Kabinettsbefassung zur Novelle des Energieeffizienzgesetzes warnt die CDU-nahe Interessensvertretung Wirtschaftsrat der CDU vor Folgen für die deutschen Unternehmen.Das genannte Einsparziel "wäre nur mit einer Schrumpfung der deutschen Wirtschaft zu erreichen", sagte der Generalsekretär des Vereins, Wolfgang Steiger, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochausgabe). (Sonstige, 24.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

Bilger: Wirtschaftswachstum muss Top-Priorität sein Der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger, fordert mit Blick auf den Tag der Industrie einen konsequenten Reformkurs der Bundesregierung. (Politik, 23.06.2026 - 10:09) weiterlesen...

Unions-Gutachten hält Heizungsgesetz für verfassungskonform Das umstrittene Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist einem von der Unionsfraktion in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten zufolge verfassungsgemäß.In dem Gutachten, über das das "Handelsblatt" berichtet, heißt es, das gesetzliche Klimaneutralitätsziel werde mit dem Gesetz "nicht strukturell unterlaufen". (Politik, 22.06.2026 - 16:06) weiterlesen...

Iran sperrt Straße von Hormus erneut Das iranische Militärkommando hat die Straße von Hormus offiziell wieder für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt. (Ausland, 20.06.2026 - 16:05) weiterlesen...

Yougov: Mehrheit sieht Ausbau von Rechenzentren kritisch Die Bevölkerung in Deutschland steht dem Neubau von Rechenzentren laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov skeptisch gegenüber. (Wirtschaft, 20.06.2026 - 01:00) weiterlesen...