Chemisch-pharmazeutische Industrie startet schwach ins Jahr 2026
29.05.2026 - 08:30:00 | dts-nachrichtenagentur.deHauptgrund war der deutliche Rückgang der Pharmaproduktion, nachdem Unternehmen 2025 wegen drohender US-Zölle Vorzieheffekte genutzt hatten. Die Chemieproduktion konnte leicht zulegen, blieb jedoch unter dem Vorjahresniveau.
Hohe Energie-, Rohstoff- und Transportkosten belasteten infolge des Nahostkonflikts die Branche. Die Sperrung der Straße von Hormus verschärfte Lieferkettenprobleme und trieb die Preise für Öl, Gas und Naphtha nach oben. In Teilen des Chemiegeschäfts kam es vorübergehend aufgrund von Vorsichtsbestellungen zu einer Belebung der Nachfrage. Eine nachhaltige Erholung erwartet der VCI in diesem Jahr jedoch nicht.
VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup sagte, die Chemie stehe weiter unter "Dauerstress", belastet durch "Bürokratie, hohe Kosten und globale Turbulenzen". Deutschland verliere weiter an Konkurrenzfähigkeit, wenn Berlin und Brüssel nicht gegensteuerten. Auf "geopolitische Krisen" habe man "wenig Einfluss", auf die "Standortbedingungen" jedoch schon. Entscheidend seien jetzt eine "starke Führung, Verlässlichkeit und ein klarer industriepolitischer Kurs".
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
Für. Immer. Kostenlos.
