Deutschland, Energie

Bund umwirbt Investoren für Milliardenoffensive in Standort

03.12.2025 - 10:25:54 | dpa.de

Die Bundesregierung hat ein Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur geschaffen. Doch Staatsgeld reicht nicht, sagt Wirtschaftsministerin Reiche. In Frankfurt wirbt sie um Geld von Investoren.

  • Deutsche-Bank-Chef Sewing setzt auf mehr privates Kapital für den Ausbau der Infrastruktur (Archivbild) - Foto: Arne Dedert/dpa
    Deutsche-Bank-Chef Sewing setzt auf mehr privates Kapital für den Ausbau der Infrastruktur (Archivbild) - Foto: Arne Dedert/dpa
  • Wirtschaftsministerin Reiche wirbt um Investoren für den Standort Deutschland (Archivbild) - Foto: Hendrik Schmidt/dpa
    Wirtschaftsministerin Reiche wirbt um Investoren für den Standort Deutschland (Archivbild) - Foto: Hendrik Schmidt/dpa
  • Wirtschaftsministerin Reiche wirbt in Frankfurt für den Standort Deutschland  - Foto: Hannes P. Albert/dpa
    Wirtschaftsministerin Reiche wirbt in Frankfurt für den Standort Deutschland - Foto: Hannes P. Albert/dpa
  • Wirtschaftsministerin Reiche und KfW-Chef Wintels werben um private Investitionen  - Foto: Hannes P. Albert/dpa
    Wirtschaftsministerin Reiche und KfW-Chef Wintels werben um private Investitionen - Foto: Hannes P. Albert/dpa
  • Reiche trat mit Deutsche-Bank-Chef Sewing (links) und KfW-Chef Wintels vor die Kameras - Foto: Hannes P. Albert/dpa
    Reiche trat mit Deutsche-Bank-Chef Sewing (links) und KfW-Chef Wintels vor die Kameras - Foto: Hannes P. Albert/dpa
Deutsche-Bank-Chef Sewing setzt auf mehr privates Kapital für den Ausbau der Infrastruktur (Archivbild) - Foto: Arne Dedert/dpa Wirtschaftsministerin Reiche wirbt um Investoren für den Standort Deutschland (Archivbild) - Foto: Hendrik Schmidt/dpa Wirtschaftsministerin Reiche wirbt in Frankfurt für den Standort Deutschland  - Foto: Hannes P. Albert/dpa Wirtschaftsministerin Reiche und KfW-Chef Wintels werben um private Investitionen  - Foto: Hannes P. Albert/dpa Reiche trat mit Deutsche-Bank-Chef Sewing (links) und KfW-Chef Wintels vor die Kameras - Foto: Hannes P. Albert/dpa

Die Bundesregierung will mehr private Geldgeber für Investitionen in Energiewende und Infrastruktur gewinnen und so auch die Konjunktur ankurbeln. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sagte bei einer Investorenkonferenz der Förderbank KfW, Deutschland brauche für Wachstum den staatlichen Impuls durch die geplanten Milliardenausgaben, aber auch Gelder von Investoren weltweit. 

«Der Glaube an den Standort ist da», sagte die CDU-Politikerin in Frankfurt. «Wir müssen diesen Glauben stärken, wir dürfen ihn nicht enttäuschen.» Das Investoreninteresse an Deutschland sei groß, Reformen blieben aber unumgänglich.

«Brauchen globale Kapitalmärkte für Energiewende»

Für die Modernisierung und den Ausbau der Infrastruktur im Energie- und Digitalsektor reiche staatliches Kapital «bei weitem» nicht aus, sagte KfW-Vorstandschef Stefan Wintels. «Wir müssen deutlich mehr privates Kapital - aus Deutschland und international - mobilisieren und dabei globale Kapitalmärkte für die Energiewende gewinnen.»

In Deutschland stehen in den kommenden Jahren riesige Investitionen in die Energiewende, aber auch in die Modernisierung der Infrastruktur an. Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein. Gelder fließen etwa in Stromnetze, Speicher und Datenzentren. Für den Ausbau von Infrastruktur und den Klimaschutz hat der Bund ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen geschaffen, etwa um Straßen und Brücken zu bauen und zu renovieren.

«Privates Kapital ist der Schlüssel»

Auch Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing warb um Investitionen für mehr Wachstum in Deutschland. «Privates Kapital ist der Schlüssel, um unsere Energieversorgung und unsere Infrastruktur insgesamt zu modernisieren und das Potenzial unserer Wirtschaft freizusetzen», sagte Sewing. 

Bei der Konferenz der KfW, die zum zweiten Mal stattfindet, kommen rund 50 Investoren mit der Finanz- und Energiewirtschaft sowie Politik zusammen. Die Investoren, darunter die Beteiligungsgesellschaften KKR und Apollo sowie Vertreter des norwegischen Staatsfonds, verwalten laut der Angaben ein Vermögen von mehr als zehn Billionen Euro. Bei der Konferenz soll auch der Investitionsbeauftragte von Kanzler Friedrich Merz (CDU), der frühere Commerzbank-Chef Martin Blessing, sprechen.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 68405607 |

Weitere Meldungen

Lufthansa streicht 20.000 Flüge bis Oktober Die Schließung der Cityline reißt Lücken ins Lufthansa-Netz. (Wirtschaft, 21.04.2026 - 20:43) weiterlesen...

OVG: Gasbohrungen vor Borkum rechtmäßig – Klage abgewiesen Darf der Energiekonzern One-Dyas in der Nordsee vor Borkum unter deutschem Staatsgebiet nach Erdgas bohren? Darum gibt es seit Jahren Streit – nun hat ein niedersächsisches Gericht entschieden. (Wirtschaft, 21.04.2026 - 17:32) weiterlesen...

Kein Treibstoff-Notstand - Vorgehen gegen Schattenflotte. Es ging dabei nicht nur um die Folgen des Iran-Kriegs, sondern auch um Russland. Der Kanzler hatte es angekündigt, jetzt hat der Nationalen Sicherheitsrat zur Energiekrise getagt. (Politik, 21.04.2026 - 14:27) weiterlesen...

Abschied vom Öl? Klimaschützer spüren Rückenwind. Bei einer internationalen Konferenz gibt er sich dennoch entschlossen. Der Kampf gegen die Erderwärmung steht weltweit unter Druck, das weiß auch Umweltminister Carsten Schneider. (Politik, 21.04.2026 - 14:15) weiterlesen...

Schneider: Bei Energiewende «schneller und besser werden». Der Bundesumweltminister erinnert als Gastgeber an die drängenden Themen. Auch der UN-Generalsekretär mahnt. In Berlin beginnt eine internationale Klimakonferenz mit mehr als 30 Staaten. (Politik, 21.04.2026 - 11:43) weiterlesen...

Entlastungsprämie bis 2027? SPD erwartet rasche Entscheidung. Darüber, ob Arbeitgeber die 1.000 Euro auch noch bis Juni 2027 zahlen könnten, soll es Dirk Wiese zufolge bald eine Entscheidung geben. Eigentlich sollte die Entlastungsprämie nur 2026 gelten. (Wirtschaft, 21.04.2026 - 10:44) weiterlesen...