Immobilien, Bau

IG Bau will Mehrwertsteuersenkung für sozialen Wohnungsbau

31.07.2023 - 12:55:50 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Baugewerkschaft IG Bau fordert eine Mehrwertsteuersenkung für den sozialen Wohnungsbau in Deutschland.

Baustelle am 13.07.2023 - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur
Baustelle am 13.07.2023 - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur

"Rechnerisch hat Deutschland alle 37 Minuten eine Sozialwohnung weniger", sagte der IG-Bau-Bundesvorsitzende Robert Feiger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). "Das ist ein fataler `Netto-Verlust` - für den Wohnungsmarkt, aber auch für den sozialen Zusammenhalt in Deutschland."

Er forderte die Bundesregierung auf, ein Sondervermögen von 50 Milliarden Euro bis zum Jahr 2025 bereitzustellen. "Darüber hinaus muss das Bauen von Sozialwohnungen günstiger werden: Es muss eine Absenkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent für den sozialen Wohnungsbau geben. Ebenso eine deutlich raschere Bearbeitung von Förderanträgen", sagte Feiger. Besserung ist dem Gewerkschaftschef zufolge nicht in Sicht: "Nach einem gescheiterten Sozialwohnungsbau-Jahr 2022 ist leider auch davon auszugehen, dass es in diesem Jahr keinen Deut besser wird. Im Gegenteil." Auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) reagierte alarmiert auf die gesunkene Zahl an Sozialwohnungen im vergangenen Jahr: Er spricht sich unter anderem für eine verpflichtende längere Sozialpreisbindung aus. "Wir brauchen eine schnelle, eine echte soziale Wohnungsbau-Offensive und die Sozialbindung geförderter Wohnungen muss mindestens auf 30 Jahre steigen", sagte die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier den Funke-Zeitungen. Zudem sollten Mietsteigerungen effektiv begrenzt werden. Viele Menschen würden derzeit auf sehr beengtem Wohnraum leben, an die Stadtränder gedrängt oder ihr Zuhause verlieren, warnte Engelmeier. "Die Lage insgesamt ist dramatisch: Wohnungen sind einfach zu teuer, viele mit den Wohnkosten überlastet und sie werden so zum Armutsrisiko." Es fehle an geeigneten Wohnungen sowohl für Familien als auch für Ein-Personen-Haushalte sowie an barrierefreiem Wohnraum.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 63876643 |

Weitere Meldungen

GdW für einkommensabhängige Beteiligung von Mietern an Sanierungen Der Bundesverband der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) spricht sich dafür aus, die Beteiligung von Mietern an Mieterhöhungen aufgrund von Sanierungsmaßnahmen künftig nach Einkommen zu staffeln."Künftig muss das Einkommen eine stärkere Rolle spielen und nicht mehr die Kaltmiete", sagte Verbandspräsident Axel Gedaschko der "Bild" (Samstagausgabe). (Wirtschaft, 02.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Mietenpaket: Vermieter erwägen Verkauf von Wohnraum Angesichts der geplanten Verschärfungen im Mietrecht erwägen laut der laufenden Vermieterbefragung des Eigentümerverbands Haus und Grund 60,5 Prozent der privaten Vermieter, ihre Vermietungstätigkeit ganz oder teilweise aufzugeben und Wohnraum zu verkaufen. (Wirtschaft, 30.04.2026 - 19:53) weiterlesen...

Koalition will Vermieter an Heizungskosten beteiligen Die Koalition will mit der Reform des "Heizungsgesetzes" auch eine sogenannte "Kostenbremse" für Mieter einführen - Vermieter müssen demnach unter bestimmten Umständen einen Teil der Heizkosten übernehmen.Wie Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) am Donnerstag sagte, werde es für Vermieter zwar weiter eine Wahlfreiheit geben, wenn es um den Einbau einer neuen Heizung gehe, bei neuen Heizungen mit Energie aus fossilen Quellen müsse er sich dann aber an den laufenden Heizkosten beteiligen.Vermieter sollen demnach in einem solchen Fall die Hälfte der Netzentgelte, des CO2-Preises und der Kosten für biogene Kraftstoffe tragen. (Politik, 30.04.2026 - 09:29) weiterlesen...