Deutschlandticket, ÖPNV

Deutschlandticket kostet ab Januar 66,80 Euro

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 14:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Das Deutschlandticket kostet ab Januar 66,80 Euro im Monat. Der zuständige Koordinierungsrat beschloss damit eine Erhöhung um 3,80 Euro gegenüber dem bisherigen Preis.

Das Deutschlandticket kostet ab kommendem Jahr 66,80 Euro. (Archivbild) - Bild: Julian Stratenschulte/dpa
Das Deutschlandticket kostet ab kommendem Jahr 66,80 Euro. (Archivbild) - Bild: Julian Stratenschulte/dpa

Das Deutschlandticket kostet ab Januar 66,80 Euro im Monat und damit 3,80 Euro mehr als bisher.

Koordinierungsrat legt neuen Preis fest

Die Entscheidung traf der für die Preisgestaltung zuständige Koordinierungsrat am Mittwoch in einer Sitzung. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen.

Das bundesweit gültige Ticket für den öffentlichen Regional- und Nahverkehr kostet derzeit 63 Euro im Monat. Mit dem neuen Preis müssen Abonnenten ab Januar 2027 monatlich 66,80 Euro zahlen.

Preis seit Einführung mehrfach gestiegen

Das Deutschlandticket war im Mai 2023 zunächst für 49 Euro eingeführt worden. Der Preis stieg später auf 58 Euro und anschließend auf 63 Euro.

Das Angebot ermöglicht Fahrten mit Bussen und Bahnen des Regional- und Nahverkehrs in ganz Deutschland. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn ist nicht eingeschlossen.

Finanzierung bleibt politisches Thema

Die Preisentscheidung betrifft Millionen Fahrgäste und die Finanzierung des Nahverkehrs. Nach Angaben des Deutschlandfunks nutzen rund 14,5 Millionen Menschen das Ticket; Bund und Länder bezuschussen das Angebot jeweils mit 1,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Preis folgt Kostenentwicklung

Der neue Monatsbeitrag markiert die nächste Stufe einer seit der Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023 anhaltenden Preisentwicklung. Das ursprünglich 49 Euro teure Angebot kostet derzeit 63 Euro; ab Januar steigt der Preis nach dem Beschluss des Koordinierungsrats auf 66,80 Euro.

Hintergrund ist die Finanzierung des bundesweit gültigen Nahverkehrsabonnements. Der Preis soll sich an einem Kostenindex orientieren, der unter anderem Personal-, Energie- und weitere Betriebskosten im öffentlichen Verkehr berücksichtigt. Damit wird die Preisgestaltung stärker an den tatsächlichen Aufwendungen der Verkehrsunternehmen ausgerichtet.

Bedeutung für Fahrgäste und Kommunen

Für Abonnenten bedeutet die Erhöhung monatliche Mehrkosten von 3,80 Euro beziehungsweise 45,60 Euro im Jahr. Das Ticket bleibt damit deutlich günstiger als viele regionale Monatskarten, verliert aber einen Teil seines ursprünglichen Preisvorteils.

Nach Angaben des Deutschlandfunks nutzen rund 14,5 Millionen Menschen das Angebot. Bund und Länder bezuschussen es mit jeweils 1,5 Milliarden Euro pro Jahr; zugleich gelten die Einnahmen aus dem Ticket für Verkehrsverbünde als nicht kostendeckend. Die Entscheidung verschärft damit den politischen Zielkonflikt zwischen bezahlbarer Mobilität, verlässlicher Finanzierung des Nahverkehrs und dem Anspruch, Autofahrten auf Busse und Bahnen zu verlagern.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

BR24: „Deutschlandticket wird wohl nochmal teurer“ (30.09.2026)

Der Bericht bestätige die beschlossene Preissteigerung im Kern und ordne sie über den Kostenindex für Personal, Energie und Betrieb ein. Einen eigenen Schwerpunkt lege er auf die Kritik des Fahrgastverbands Pro Bahn sowie auf die Position der Verkehrsunternehmen, die eine frühzeitige Festlegung für Kundeninformation und Vertrieb benötigten.

Deutschlandfunk: „Regional- und Nahverkehr - Neuer Preis des Deutschlandtickets wird festgelegt“ (30.09.2026)

Der Beitrag habe vor der Entscheidung über einen Preis von fast 67 Euro berichtet und den geplanten Kostenindex als Grundlage hervorgehoben. Zugleich habe er die inzwischen erreichte Zahl von 14,5 Millionen Kunden sowie den bisherigen Anstieg von 49 auf 63 Euro dargestellt; die konkrete Höhe von 66,80 Euro sei dort noch nicht genannt gewesen.

Beide Beiträge hätten die erneute Verteuerung und die Finanzierung des Angebots als zentrale Themen behandelt. Unterschiedliche Akzente lägen bei der Bewertung durch Fahrgastvertreter und Verkehrsunternehmen; offen geblieben sei in den Vorberichten vor allem die endgültige konkrete Preisfestsetzung.

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